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Archiv für den Monat Juli 2012

Quinoa Zucchini Fritters

Der Sommer war in der Stadt! Sonne, blauer Himmel und Hitze pur! Perfektes Wetter für den Balkon, Garten oder Park und natürlich zahlreiche Eisladenbesuche. Alternativ kann man abends im Straßencafé sitzen, ein Glas Wein genießen und die Seele baumeln lassen. So habe ich es zumindest gemacht.

Sommergärten in Hamburg

Passend zum verspäteten Sommer, habe ich die Eisbande in der Schanze (Hamburg) gefunden. Sie haben eine exzellente Auswahl an Sojaeis und sprühen einem auch gerne noch Sojasahne auf die riesigen Kugeln. Einfach lecker!

Rainbow Quinoa

Für alle, die kein Verlangen nach Eis verspühren, habe ich natürlich auch einen Tip. Es soll hier ja keiner zu kurz kommen. Ich war mit der zauberhaften L. im Trific essen und habe ein drei Gänge Menü genossen. Das Tolle ist, das man sich sein Menü selber zusammenstellen kann. Die Karte ist sehr übersichtlich und abwechslungsreich, sodass jeder was findet. Ich konnte mich überhaupt nicht entscheiden und habe sicherlich zwanzig Minuten alle Möglichkeiten in meinem Kopf hin und her gerückt. Am Ende habe ich mich dann spontan für einen Salat, Lachsforelle auf Pfefferlingen und eine kleine Käseplatte entschieden! Yummy!

fein geschnittene Zucchini

Da ich nicht jeden Abend im Trific oder bei der Eisbande aufschlagen wollte, habe ich natürlich auch zwischendurch gekocht. Da ich selber weder einen Balkon noch einen Garten habe, war ich besonders clever. Ich habe mich nämlich einfach auf verschiedene Balkone eingeladen und als Dankeschön immer ein wenig Essen mitgebracht. Die Gäste, äh Gästgeber, mussten nur ihren gedeckten Balkon mit Getränken stellen, den Herd, den Grill, den Backofen, den Kühlschrank und die Spülmaschine. Wie schlau von mir, in fremden Küchen ein Chaos anzurichten und mich dann am Ende zu entschuldigen, dass ich jetzt wirklich gehen müsse, wegen der Bahn und so. Hihihihi!

Die Quinoa Fritters sind übrigens sehr, sehr lecker und eines meiner neuen Lieblingsgerichte – neben PizzaSpicy Mock Ragù und Potato Wedges. Apropos Quinoa. In Deutschland ist Quinoa noch nicht so verbreitet und populär wie z. B. in den USA. Dabei ist Quinoa sehr lecker, nährstoffreich und somit unglaublich gesund. Sie enthält neben Eiweiß auch viel Eisen und Magnesium. Quinoa wird übrigens auch als Inkareis bezeichnet und schmeckt tatsächlich ein wenig wie Vollkornreis! Ihr habt noch keine Quinoa im Küchenschrank? Geht sofot los und kauft welche.

In weiser Voraussicht, und das passiert mir so gut wie nie, habe ich die Quinoa bereits am Vortag gekocht und in den Kühlschrank gestellt. Gut, ehrlich gesagt hatte ich auf einmal keine Lust mehr auf Quinoa und habe beschlossen, mir ein Eis einen gesunden Snack zu holen. Aber das braucht ja keiner zu wissen.

Scampi mit Quinoa Fritters

Solltet Ihr genau wie ich einen Überfluss an Zucchinis haben, da Euer Gemüsehändler ebenfalls in der Türkei weilt und Ihr stattdessen das Gemüse beim Aldi kauft und nicht wisst, was Ihr mit dem ganzen Zeugs machen sollt, eignen sich die Qunioa Fritters hervorragend. Denn neben der Qunioa kommt auch eine große Zucchini in den Teig. Übrigens frage ich mich ernsthaft, wie es möglich ist, fünf Zucchinis im Netz für 79,- ct. zu verkaufen. Ich denke jetzt schon sehr lange darüber nach und bin noch zu keinem Ergebnis gekommen. Hat der Zucchinibauer vielleicht einfach zu viele Zucchinis angebaut und überschwemmt jetzt den Markt damit? Oder ist Aldi ein barmherziger Samariter, der seinen Kunden am liebsten noch Geld schenken würde, nur weil sie bei ihm einkaufen?

Die Fritters sind wirklich ein cooler und leichter Sommersnack, trotz der ganzen Ballaststoffe. Am besten serviert Ihr dazu Scampi oder Fisch vom Grill. Wenn Ihr keinen Grill habt, ladet Euch bei jemanden ein, der einen hat oder verwendet den Backofen oder die Pfanne.

Abendhimmel über Hamburg

Nachdem ich Euch jetzt mit so vielen Tipps versorgt habe und Euch zusätzlich noch über Quinoa aufgeklärt habe, werde ich jetzt im Fall „warum sind die Zucchinis so billig“ arbeiten und mir zusätzlich überlegen, was ich mit den restlichen Gemüsestangen anfangen soll. Ich könnte natürlich noch mehr Quinoa Fritters backen, aber ich habe keinen Grill und im Ofen ist die Pizza. Ach, warum ist es auch immer so kompliziert?

Quinoa Zucchini Fritters

  • 1/2 cup Rainbow quinoa (alternativ Quinoa)
  • 1 Ei
  • 1 große Zucchini
  • 1 Dose weiße Bohnen (400 g)
  • 1 Knoblauchzehe, sehr fein gehackt
  • 1-2 getrocknete Chilischoten, sehr fein gehackt
  • 50 g glutenfreies Mehl
  • 4 EL geriebener Pecorino
  • 2 EL frischer Thymian (nur die Blätter)
  • Salz und Pfeffer zum Abschmecken
  • Olivenöl zum Braten
  1. Die Quinoa unter kalten Wasser abwaschen, bis das Wasser klar ist. Das funktioniert am besten mit einem sehr feinen Sieb. Die Quinoa in einem Topf mit 1 Cup Wasser  zum Kochen bringen. Sobald die Quinoa kurz aufgekocht ist, den Herd auf kleinste Stufen stellen und die Quinoa ziehen lassen, bis das gesamte Wasser aufgesogen ist. Die Quinoa abkühlen lassen und am besten über Nacht in den Kühlschrank stellen.
  2. Die Zucchini waschen, die Enden abschneiden und in einer Küchemaschine zusammen mit dem Knoblauch und den Chilischoten fein hacken. In einer Pfanne ein wenig Olivenöl erhitzen und den Zucchinimix hinzugeben. Für ca. fünf Minuten braten oder bis der Mix weich ist. Dabei ständig umrühren, damit nichts anbrennt. Den Mix in eine Schüssel geben und komplett abkühlen lassen.
  3. Die Bohnen abgießen und unter Wasser abspülen, bis dieses klar ist. In einem Behälter mit dem Zauberstab pürieren.
  4. In einer großen Schüssel die kalte Quinoa mit dem Zucchinimix und den pürierten Bohnen gut vermixen. Das Ei, den Käse, den Thymian und das glutenfreie Mehl vermengen, bis eine homogene Masse entstanden ist. Mit den Händen kleine Fladen formen und diese ggf. noch mal kurz in den Kühlschrank stellen. Sollte der Teig zu flüssig sein und zerfallen, mengt einfach noch etwas Mehl unter.
  5. Die Fladen in einer beschichteten Pfanne mit etwas Olivenöl braten und von jeder Seite ca. 3 Minuten braten oder bis diese goldgelb und gar sind.Dazu passen Fisch oder Scampi aus dem Ofen, der Pfanne oder vom Grill. Die Quinoa Fritters schmecken übrigens auch kalt.
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Chocolate Chip Espresso Cookies 668 500 721

Jepp! Ich mag Espresso. Jetzt komme ich bereits mit dem dritten Rezept hier an, das Espresso enthält. Sorry! Aber der Espresso gibt diesen Keksen den gewesen Kick. Ach ja, und Schokolade, Schokolade liebe ich auch. Und da ich stets um Eure und natürlich auch meine Gesundheit besorgt bin, verwende ich nur dunkle Schokolade, die vor Herzinfakten schützt. Ja ja, so bin ich.

Dunkle Schokolade beugt übrigens nicht nur Herzinfakten vor, sondern ist zusätzlich ein Stimmungsheber. Der ewige Regen, der sich über ganz Deutschland und vielen Teilen Europas legt, ist ja kaum noch zu ertragen. Darum habe ich am Sonntag eine Runde Cookies gebacken und den Ratschlag von S. befolgt, noch mehr Espresso beizumengen. Wir haben neulich nämlich Espresso Cookie Tester gespielt. Dabei muss man möglichst viele Cookies essen und rausfinden, wie viel Espresso sich wohl in den Keksen befindet und wie viel mehr man das nächste Mal verwenden sollte. Das Spiel ist wirklich toll! Falls Euch also gerade langweilig sein sollte, probiert es einfach aus.

Zusätzlich habe ich mir ein Regenprogramm zurecht gelegt, das darin bestand, Quietscheentchen in Pfützen zu fotografieren. Ihr wisst schon, diese gelben Gummientchen, mit denen der Ernie aus der Sesamstraße immer baden geht. Was soll ich sagen, kaum bin ich in meinen Gummistiefel los gezogen, kam die Sonne hervor und strahlte vom Himmel. Ein kräftiger Wind sorgte innerhalb von wenigen Minuten für trockene Straßen, sodass es wirklich schwierig wurde, Pfützen zu finden.

Ha, dachte ich mir! Man muss sich also nur Regen und volle Pfützen wünschen, sich in Regenklamotten schmeißen und schon kommt die Sonne raus? Das ist ja einfach. Warum hat mir das denn vorher keiner gesagt? Dann müssten wir hier nicht seit Wochen im Regen hocken. Ich würde mich freiwillig bereit erklären, als Anti-Regen-Fee für Sonnenschein und Picknick in Parks zu sorgen.

Gut, irgendwer müsste währendessen meinen Job machen, aber auf der anderen Seite hat sicherlich jeder Verständnis, wenn ich für gigantisches Wetter sorge. Mal ehrlich, all die anderen Gründe, weswegen Kollegen von der Arbeit fern bleiben, wirken dagegen ja lächerlich. Urlaub, Elternzeit, Sabbatical!

Für die Aufnahmen war mir natürlich auch kein Hinderniss zu viel. Es gab ja kaum noch welche. Während ich also so durch die Straßen zog, sah ich eine wunderschöne, rote Laufbahn auf einem Schulgelände liegen. Und siehe da! Zwei riesige Pfützen hatten sich auf der Rennstrecke gebildet. Perfekt für ein Foto! Ja, ha! Wäre da bloß nicht dieser Zaun gewesen. Ich habe mich erst mal mehrmals umgeschaut und bin dann samt Enten, Kamera und Gummistiefel über diesen Zahn geklettert. Man, dass muss es echt albern ausgesehen und anstrengend war es auch. Ja, probiert Ihr ruhig mal aus, in Gummistiefeln über einen Zaun zu klettern. An dem Zaun stand ein Schild, dass weites gehend mit lustigen Tags übersprüht war. Ich glaube, dass da irgendwas von Auftritt verboten stand.

Ich konnte es ja nicht lesen und habe mir schon meine Entschuldigung zurecht gelegt, falls der Hausmeister mit seinem Hund vorbei kommen würde. Der Hund kam aber nicht und auch der Hausmeister der Schule war wohl verreist. Ich habe fleißige Aufnahmen von den Enten gemacht und habe dann irgendwann aus den Augenwinkeln gesehen, dass es noch einen zweiten Eingang zu dem Sportplatz gab. Mit offenem Tor! Sagt jetzt nichts!

Ich lese mal in meinem Krimi weiter und esse nebenbei noch die restlichen Cookies auf. Habt noch alle einen wunderschönen Mittwochabend, es ist ja quasi schon fast Wochenende!

Chocolate Chip Espresso Cookies

abgewandelt von Cannelle et Vanille

  • 110 g Butter / Magarine
  • 100 g brauner Zucker
  • 60 ml Espresso (das entspricht ungefähr 1 Espressotasse)
  • 25 g weißer Zucker
  • 1 TL Vanillaextrakt
  • 1 Ei
  • 150 g Vollkornreismehl
  • 20 g Buchweizenmehl
  • 30 g Amaranthmehl
  • 30 g Tapiocastärke
  • 1/2 TL Meersalz
  • 1/4 TL Natron
  • 140 g Zartbitterschokolade, zerhackt z. B. 77 % Hachez Cocoa D’Arabia classic
  1. Den Zucker und Vanillaextrakt mit der Butter verrühren und den heißen Espresso hinzugeben. Gut und lange umrühren, bis es keine Klümpchen mehr gibt. Das dauert etwas.
  2. Anschließend das Ei einrühren, bis es gut vermengt ist.
  3. Nun die Mehle, Stärke, Natron und Meersalz hinzugeben und so lange rühren, bis ein cremiger Teig entstanden ist. Probieren!
  4. Die Schokolade mit einem Messer oder in der Küchemaschine klein hacken und unter den Teig heben.
  5. Den Teig auf Backpapier geben. Mit Hilfe des Backpapiers diesen zu einer Wurst rollen (∅ 5 cm, ca. 30 cm lang). In dem Backpapier einschlagen und für mindestens 1-2 Stunden in den Kühlschrank geben (über Nacht geht es auch)
  6. Den Backofen auf 180° C vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.
  7. Den Teig aus dem Kühlschrank holen und in 1 cm breite Scheiben schneiden. Diese auf das Backblech mit einem Abstand von ca. 2 cm legen.
  8. Bei 180° C für ca. 12 Minuten backen, bis der Rand leicht golden wird. Die Kekse sind beim rausnehmen noch weich, garen aber beim Abkühlen nach. Daher unter keinen Umständen so lange backen, bis sie knusprig sind, denn dann gibt es staubtrockene Krümmelkekse, die fürchterlich schlecht schmecken. Ja, ernsthaft!

Die Cookies halten sich in einer luftdichtverschlossenen Box einige Tage, schmecken jedoch am besten am Tag des Backens.

 

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Himmlische Brownies und eine Schatzsuche

Letztes Wochenende war ich auf einem Kindergeburtstag eingeladen! Da dürfen Brownies natürlich nicht fehlen, insbesondere, wenn man zu einer Schatzsuche aufbricht.

Es war einmal ein Seeräuber, der auf einer einsamen Insel mitten im Ozean landete. Sein Schiff war kurz vor der Küste auf Grund gelaufen. Da sein Schiff manövrierunfähig war, rettet er sich samt seinen Schatz auf die unbewohnte Insel. Er lief gerade zu in einen dunklen, finsteren Wald hinein und versteckte dort seinen Schatz. Um diesen jederzeit wiederzufinden, zeichnte er sich eine Karte, die in seine Westentasche steckte. Vergebens wartete er auf seine Rettung und starb eines Tages einsam auf der Insel. Einige Jahrzehnte später wurde die Insel entdeckt. Ein eifriger Forscher fand die Karte, der Schatz blieb jedoch unentdeckt. Er nahm die Karte mit sich und legte sie in sein Tagebuch, das über viele Generationen weiter vererbt wurde. Schließlich fand ein junges Mädchen die Karte und beschloss den Schatz zu suchen. Mit einigen Freunden brach sie so zu einer Expedition auf und machte sich auf den langen, beschwerlichen Weg. Die Gruppe musste viele Hindernisse überwinden. Riesige Holzstämme versperrten den Weg. Immer wieder kamen ihnen gefährliche und giftige Tiere sehr nahe. Der Weg führte durch dichtes Unterholz. Nur mit Hilfe ihrer Macheten gelang es ihnen, voran zu kommen. Nach vielen Stunden des Umherirrens hatten sie ihr Ziel endlich erreicht. Sie mussten lange graben, bis sie schließlich in der Tiefe eine alte Holzkiste fanden. Diese war voller bunter und edler Steine, die sie gerecht untereinander aufteilten. Doch der Schatz war von einem Fluch belegt.  Der Himmel verdunkelte sich schlagartig. Ein schwerer Sturm zog auf und in der Ferne hörten sie bereits das Gewitter heran nahen. Innerhalb von Sekunden öffnete sich der Himmel und schwere Regenschauer kamen auf sie nieder. Die kleine Gruppe rannte aus dem Wald hinaus, geradezu auf den Strand zu. In diesem Moment schlug ein Blitz auf ihr Schiff ein. Ein Feuer brach aus und innerhalb kurzer Zeit war Schiff vollkommen abgebrannt. So saßen die glorreichen sieben am Strand, starrten auf das Meer hinaus und schwiegen. Sie entzündten ein Lagerfeuer und holten ihren Proviant – Brownies, Hähnchen und Maiskolben heraus. Erleichtert, dass sie vom Blitz nicht getroffen worden, feierten sie bis spät in die Nacht hinein und warteten auf ihre Rettung.

Ungefähr so ähnlich trug sich die Geschichte am letzten Samstag zu. Glücklichweise aßen wir erst reichlich Kuchen und zogen dann zu der Schatzsuche los. Kaum hatten wir den Schatz geborgen, zog tatsächlich ein Unwetter auf. Es fing fürchterlich an zu schütten, was es momentan in ganz Deutschland im gefühlten Abstand von 30 Minuten macht. Unser Abendessen im Park fiel somit tatsächlich ins Wasser, was mich etwas verstimmte. Es hätte doch nun wirklich den gesamten Vormittag regnen können und nicht erst am frühen Abend. Nun gut! Immerhin haben wir den Schatz geborgen!

Ach ja, die Brownies! Fast hätte ich sie vergessen. Falls Ihr bisher nicht gerade the baking queen or king wart, wird sich das ab sofort ändern. Selbst meine Freundin S., die super lecker kochen kann und deren Mama ein so leckeren Kartoffelsalat zaubert, dass ich diesen bei der letzten Party fast ganz alleine gegessen habe, hat sich an das Rezept ran gewagt. Sie sollte einen Schokoladenkuchen backen und dachte schon daran, zu einer Backmischung zu greifen. Aufgeregt und lauthals riet ich davon ab. Ich erklärte ihr, dass mein Brownies Rezept so leicht wäre, das es ihr definitiv gelingen würde. Ab sofort müsse sie dann immer Brownies auf jede Party mitbringen.. Natürlich hatte ich recht! Irgendwie ist sie jetzt leicht verstimmt, da jetzt jeder bei ihr Brownies bestellt. Das ist übrigens nicht meine Schuld, wie ich an dieser Stelle betonen möchte!

Falls Ihr also zum nächsten Geburtstag, dem Sonntagskaffee oder einfach nur so etwas backen wollt und keine Lust auf aufwendige Rezepte habt, greift zu diesem Rezpet. Das Gute ist, dass sie natürlich wie immer glutenfrei sind. Ihr könnte selber entscheiden, ob Ihr zum Backen einfach nur gemahlene Nüsse verwendet oder ob Ihr mit glutenfreien Mehl backen wollt. Hälfte Hälfte geht natürlich auch.

Ich wünsche Euch allen noch einen schönen und entspannten Sonntagabend. Ich bin mal Pizza essen und schaue dazu irgendeinen Film. Falls sich jemand übrigens „Haywire“ ausleihen will, rate ich dringend davon ab. Er ist einfach langweilig.

Brownies

  • 200 g Zartbitterschokolad, 77% Kakaoanteil, z. B. Hachez
  • 200 g Butter / Maragarine
  • 2 TL Vanillaextract
  • 180 g Zucker
  • 3 eggs, beaten
  • 80 g Reismehl
  • 20 g Buchweizen
  • 30 gemahlene Haselnüsse
  • 100g gehackte Peacannüsse
  1. Den Ofen auf 180° C vorheizen.
  2. Das Fett mit der Schokolade im Wasserbad schmelzen
  3. In einer großen Rührschüssel die Eier mit dem Zucker verrühren, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt, besser verdreifacht hat.
  4. Den Vanillaextrakt hinzugeben und die Schokoladenmischung vorsichtig hinzugeben und umrühren.
  5. Die Mehlsorte und gemahlenen Nüsse rasch unterheben.
  6. Die Peacannüsse am Ende vorsichtig in den Teig mengen.
  7. Den Teig in eine gefettete oder mit Backpapier ausgelegte viereckige Backform (ca. 23 x 23 cm) geben.
  8. Bei 180° C ca. 25-30 Minuten backen. Zwischendurch einmal nach dem Kuchen schauen. In meinem  Turbobackofen war er bereits nach 20 Minuten gar.
 

Exotischer Reispudding mit Himbeersoße

Ich liebe Ausflüge. Ganz egal, ob mich diese in einen Park in der Stadt führen, an den Elbstrand, einen See oder ans Meer. Eines darf bei einem Ausflug niemals fehlen. Nämlich das Picknick! Natürlich kann man sich auch an irgendeiner Fisch- oder Würstchenbude Pommes, die im alten Fett frittiert worden sind gönnen, aber das hat nicht ganz so viel Flair wie ein eigenes Picknick.

Sobald ich auf Reisen gehe, brauche ich etwas zu essen. Fahre ich mit der Bahn nach Sylt, muss ich mit meinem Picknick beginnen, noch bevor wir die Stadtgrenze passiert haben. Ja, ehrlich – kein Scherz! Meine Freundin A. hat einmal für die absolut coolste Verpflegung gesorgt. Neben einem Stück Kuchen und einem hart gekochtem Ei, gab es auf unserem Weg nach Sylt Processo. Ja ja, bisschen schräge Kombination, mit dem Ei und Kuchen, aber es war lecker und hat Spaß gebracht. Jeder braucht eine A.
Falls Ihr nicht gerade übers Wochenende nach Thailand fliegt, aber dennoch ein wenig das Fernweh bei Eurem Ausflug aufkommen lassen wollt, kocht doch einfach diesen leckeren Reispudding. Kokosmilch und Himbeer-Limettensoße treffen auf klassischen Milchreis.
Nehmt Euch ein wenig Zeit für das Kochen. Ich weiß, dass man Reispudding, auch Milchreis genannt, sehr bequem oder schnell kochen kann, indem man diesen in einem eigens von Tupperware designten Behälter ziehen lassen kann. Tupperware hat einen Topf – oder sagt man Dose  – entwickelt, in dem man den einmal kurz aufgekochten Reis füllt und diesen einfach quellen lässt. Ich halte davon ehrlich gesagt sehr wenig. Natürlich ist es unglaublich praktisch, weil man ja nicht mehr rühren muss, somit der Gefahr des Anbrennes entgeht und super gestresst noch x andere Sachen auf seiner langen Liste erledigen kann. Denn bekanntlich hat man ja niemals Zeit. Aber das Ergebnis ist einfach nicht befriedigend. Und davon mal abgesehen mag ich bezweifeln, dass man keine Zeit zum Kochen und genießen hat. Es ist so wichtig, etwas gesundes zu essen, dass einem gute Laune macht und erfüllt. Derjenige, der jetzt behauptet, Reispudding sei nicht gesund, hat natürlich überhaupt gar keine Ahnung. Brecht den Kontakt zu solchen Menschen sofort ab. Sie haben sicherlich noch mehr merkwürdige Ideen in ihren Köpfchen.
Jeder sollte sich die 30 Minuten Zeit nehmen und den Reispudding auf klassische Weise kochen. Wer rührt, zaubert einen ganz, ganz cremigen Milchreis und wird von seinen Gästen geherzt und gedrückt. Denn durch das Rühren des Reis wird mehr Stärke freigesetzt, die für die cremige Konsitenz verantwortlich ist. Ich habe während des Rührens in Zeitschriften geblättert, weil mir sonst so schnell langweilig wird. Daher weiß ich übrigens auch, dass man diesen Sommer Blumenhosen trägt. Ich meine natürlich Hosen mit einem Blumenmuster. Nicht, dass irgendwer jetzt probiert, sich rasch eine Hose aus Rosen zu flechten. Autsch! Übrigens habe ich noch niemanden mit so einer Hose gesehen. Vermutlich bin ich die einzige, welche die InStyle aufmerksam gelesen hat. Alternativ kann es aber auch einfach daran liegen, dass diese Hosen unverschämt teuer und albern aussehen. Ehrlich gesagt frage ich mich, was Designer manchmal so durch den Kopf geht. Entweder sind sie immer betrunken oder sie wollen nicht alleine in so hässlichen Klamotten rum laufen.
Falls Ihr übrigens keine Zeit für einen kurzen Trip habt, genießt den Reispudding doch einfach auf Eurem Balkon, Terrasse, Garten oder im Wohnzimmer. Lauwarm schmeckt er übrigens am besten!
Ach ja, eins noch! Dieser Reispudding kommt ganz ohne Zucker aus! Nicht das Ihr denkt, ich hätte einfach nur vergessen, den Zucker mit aufzulisten. Durch die Soja- und Kokosmilch kann man tatsächlich auf Zucker verzichten. Solltet Ihr zu einer anderen Milch greifen, Kuh-, Hafer-, Haselnuss, Mandel-, Hanf- oder Reismilch (mehr Milchsorten kenne ich nicht), lasst doch auch erst einmal den Zucker weg. Ihr könnt immer noch nachsüßen!
Lasst es Euch schmecken und genießt die letzten Stunden des Sonntags!

Exotischer Reispudding
4 Portionen als Dessert

  • 100 g Risottoreis
  • 550 ml Sojamilch
  • 1 Vanilleschote
  • 60 ml Kokosmilch
  • 250 g frische Himbeeren
  • 1 Limette (den Saft)
  • 2 EL Zucker
  • 2 EL Wasser
  • 1 TL Maisstärke
  • Erdbeeren zum Servieren
Himbeersoße

  1. In einem Topf die Himbeeren mit dem Limettensaft, dem Wasser und dem Zucker zum Kochen bringen. Immer wieder umrühren.
  2. Die Himbeeren mit einem Zauberstab pürieren und anschließend durch ein sehr feines Sieb passieren. Den Saft auffangen, das Himbeermus im Sieb entsorgen (oder aufessen).
  3. Den Saft mit der Maisstärke kurz aufkochen. Achtung: während der gesamten Zeit ständig rühren, bis eine Soße entsteht. Vom Herd nehmen und beseite stellen.
Reispudding
  1. Den Reis unter kalten Wasser abspülen, bis das Wasser klar ist.
  2. In einem schweren, großen Topf die Milch zum Kochen bringen. Achtung: die Milch darf nicht überkochen.
  3. Die Vanilleschote mit einem Messer aufschlitzen und das Mark auskratzen. Dieses samt Schote in die Milch geben.
  4. Sobald die Milch anfängt zu kochen, den Reis vorsichtig hinzugeben und die Hitze reduzieren. Dabei gut umrühren.
  5. Den Reis ca. bei 30 Minuten auf sehr niedriger Temperatur ziehen lassen und immer wieder umrühren, sodass er nicht am Boden ansetzt. Wenn der Reis weich und cremig ist, die Vanilleschote  aus dem Topf entnehmen.
  6. Den Topf vom Herd nehmen und die Kokosmilch einrühren.
  7. Den Reispudding in kleine Schälchen füllen, mit der Himbeersoße und Erdbeeren toppen. Am besten lauwarm genießen.

P.S. Da einige von Euch gefragt haben – nein, ich war natürlich nicht alleine auf dem Spielplatz. Mich haben die Kinder meiner Freundin V. begleitet. Ich mag doch nicht alleine rutschen. Ach, ich vergaß. Das ging ja nicht, weil ich keine 15 kg wiege und außerdem keine Seidenhose trug.

 

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