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Archiv für den Monat Dezember 2012

Jahresende und ein Tag in Hamburg

Die Winterzeit bringt mich fast um den Verstand. Zum Fotografieren reicht das kurze Tageslicht nicht mehr aus, hier im Norden sehen wir gefühlt seit Wochen nur noch grauen Himmel und Dunkelheit.

Umso mehr habe ich mich gefreut, als an diesem Wochenende für einen Augenblick die Sonne hinter dicken Wolkendecken hindurch lugte.

Kommt mit und entdeckt Hamburg!

Fluffy Pancakes zum Frühstück.

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Kiss the cook! Hamburgs Kochbuchladen im Karolinenviertel.

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Der nächste Regenschauer kommt bestimmt.

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Mittagspause in Vietnam!

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Jasmintee

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Regenbogen – wünsch Dir was! Oder die schönste Aral Werbung der Welt.

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Das neue Spiegel Gebäude in der Hafencity! Welch ein Glück bin ich kein Fensterputzer.

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Boje!

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Kaffeepause und Instagram. Warum hat mir keiner erzählt, wie viel Spaß es bringt?

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Kondensstreifen am Himmel. Wo die wohl hinfliegen?

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Let it snow!

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Allee in der Hafencity.

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Ich mag Kräne und Kondensstreifen.

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Elbphilharmonie!

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Sonnenuntergang in der Hafencity.

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Mit der U-Bahn in den Sonnenuntergang fahren.

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Ein Glas französischer Chardonnay – cheers!

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Ich freue mich, dass Ihr mich 2012 auf meiner (kulinarischen) Reise begleitet habt. Vielen Dank! Möge 2013 für uns alle Gesundheit, Glück, Zufriedenheit und viele schöne, lustige und gemütliche Sonnenstunden bereit halten. Rutscht gut ins neue Jahr!

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Orangen Cranberry Kuchen mit Schokostückchen

Frisch gepresster Orangensaft trifft getrocknete Cranberries und knackige Zartbitterschokolade.

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Was für ein Slogan! Der Kuchen hat mich fast zur Verzweiflung getrieben. Nur das gute Zureden des ersten Detektivs Justus Jonas ist es zu verdanken, dass ich nun die Geschichte von diesem Kuchen erzähle.

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Ich habe gestern, während ich im Büro Dokumentationen für einen neuen Teil unseres ERP-Systems geschrieben habe, über Kuchen nachgedacht. Alles war aufregender als diese Dokumentation, die ich laut Oberprogrammierer Herr Bert für genau zwei bis vier Leute schreiben würde. Zwischendurch schaute ich aus dem Fenster und sah auf dem benachbarten Firmengelände wieder einmal die scheue schwarz Katze mit den weißen Pfoten und Lätzchen lang laufen.

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Vielleicht Marmorkuchen an Anlehnung an die Katze oder noch lieber Bratapfelkuchen? Da die Mittagspause bereits vorbei war und wir unglücklicherweise gerade in der kürzesten Tageszeit des Jahres leben, entschied ich mich gegen etwas Aufwendiges.

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Tatata! Kuchen mit frisch gepressten Orangensaft. Dabei mag ich eigentlich gar keinen Orangensaft. Erst recht nicht im Sekt. Das hat zwar mit der Geschichte vom Kuchen nichts zu tun, aber ich frage mich ernsthaft, wer leidenschaftlich O-Saft mit Sekt trinkt. Entweder oder. Aber doch nicht so ein sparsames Gepansche.

Jedenfalls bot Justus mir an, mich kurz nach Hause zu fahren, damit ich den Kuchen backen und noch schnell ein paar Fotos schießen könne. Gesagt getan!

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Ich habe also schnell alle Zutaten, die ich vorher natürlich noch rasch einkaufen musste miteinander verrührt. Beim Naschen vom Teig verzog ich das Gesicht. Der Teig war irgendwie so prickelig. Hmm, dachte ich mir, das kann ja was werden.

Mein Augenmaß ist an manchen Tagen alles andere als gut. In der ersten Form, die ich wählte, war quasi kein Kuchen mehr zu sehen. Gut dachte ich mir, nimmst Du halt die verhasste Springform. Davon mal abgesehen viel mir zu diesem Zeitpunkt auch ein, dass ich das Backpulver vergessen habe. Also, alles zurück in die Schüssel, Backpulver rein und noch mal ordentlich umrühren. Nächste Form.

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Ich finde Kuchen aus einer Gugelhupfform wunderschön. Leider habe ich nicht sonderlich viel Talent. Ich kann die Form noch so gut einfetten, der Kuchen kommt niemals so raus, wie ich es will.

Nach kurzer Zeit roch es bereits leicht angebrannt. Hmm, dachte ich mir. Der Kuchen wird wohl kaum in fünf Minuten fertig sein. War er auch nicht, aber ein Teil des Teigs war aus der Form gelaufen und tropfte auf den heißen Boden des Backofens.

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Meine Laune verschlechterte sich, da bereits ein großartiges Chaos in der Küche herrschte. Ich weiß ja nicht, wie Ihr kocht und backt. Aber ich brauche immer sehr viel Platz, den ich definitiv nicht habe. Zusätzlich werden bei mir gefühlt alle Gegenstände, die ich besitze, auch benutzt, was bedeute, dass ich diese am Ende auch abwaschen muss. Gestern habe ich dann zusätzlich noch meine Espressomaschine mit Teig eingeschmiert und auf dem Fußboden rum gekleckert.

Nach zwanzig Minuten war der Kuchen noch halb flüssig, was für meinen Turbobackofen recht ungewöhnlich ist. Weitere Stichproben kurz danach ergaben immer noch kein zufriedenstellendes Ergebnis. Ich wurde inzwischen leicht nervös, da ich wusste, dass mein Backofen die Eigenschaft hat, Backwaren innerhalb kürzester Zeit von unfertig in verbrannt zu verwandeln. Ich zog den Kuchen gerade noch rechtzeitig aus denn Ofen und ließ ihn kurz abkühlen.

Der Sturz erwies sich jedoch als schwierig. Der Kuchen wollte nicht aus der Form. Also half ich etwas nach und hatte am Ende zwei Hälften auf dem Rost.

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Vielleicht könnt Ihr Euch vorstellen, dass ich zu diesem Zeitpunkt bereits ziemlich sauer war.

Als ich die zerbrochen Stücken dann ins Wohnzimmer für Fotoaufnehmen trug, stellte ich fest, dass es so gut wie kein Tageslicht mehr gab. Grrrrrr!

Damit ging ich in die Küche zurück und erledigte schimpfend den Abwasch. Ja, ich spreche manchmal wie Wellensittich mit mir selbst.

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Die Geschichte wäre damit eigentlich zu Ende gewesen, wenn Justus mich heute Morgen nicht per SMS gefragt hätte, was aus dem Kuchen geworden wäre. Er riet mir, die wahre Geschichte zu erzählen mit dem Hinweis, wie man nicht bäckt.

Daraufhin probierte ich den Kuchen, was ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht getan habe, um über den schlechten Geschmack zu erzählen.

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Huuuiiii! Der Kuchen ist total lecker. Er mag zwar nicht ganz perfekt aussehen, aber er ist saftig und lecker. Den Orangensaft schmeckt man nur dezent und die Schokolade und Cranberries bilden einen herrlichen Kontrast. Ich habe den Kuchen noch mit etwas Zitronenguss beträufelt, was ihn geschmacklich abrundet.

Orangen Cranberry Kuchen

      120 g Butter / Margarine
      80 g Zucker
      2 Eier
      1 Päckchen Bourbon Vanillezucker
      120 g Vollkornreismehl
      40 g Hirsemehl
      20 g Tapiocastärke
      1/2 TL Backpulver
      80 ml Orangensaft, frisch gepresst (am besten aus Saftorangen)
      40 g getrocknete Cranberries
      40 g gehackte Zartbitterschokolade (optional)

      Streusel (optional)
      30 g glutenfreier Mehlmix
      15 g Butter
      15 g Zucker

      Die Zutaten mit den Händen rasch zu Streuseln kneten.

      Zitronenguss (optional)

      4 EL Puderzucker
      Zitronensaft, frisch gepresst (Saft 1/2 Zitrone)

      Den Puderzucker mit einigen Spritzern Zitronensaft vermengen und gut umrühren. Ich habe weniger als eine 1/2 Zitrone benötigt. Starte zunächst nur mit wenig Saft und füge nach und nach einige Spritzer hinzu.

In einer Schüssel den Zucker und Vanillezucker mit der Butter verrühren. Die Eier hinzugeben und verrühren.
Die Mehlsorten, die Stärke und das Backpulver hinzugeben und unter die Zucker-Eimischung rühren. Nun die frisch gepressten Orangensaft hinzugeben und die Cranberries und optional die Schokolade hinzugeben. Gut verrühren, bis alle Zutaten gut miteinander vermengt sind. Statt Schokolade kann man auch Nüsse hinzufügen.
Den Teig in eine kleine, gefettet Form der Wahl geben, ggf. mit den Streuseln toppen und bei 180 C ca. 25-35 Minuten backen (Stäbchenprobe). Die Backzeit kann je nach Form und Ofen variieren.

Den Kuchen kurz auskühlen lassen und dann aus der Form auf ein Rost stürzen. Den Kuchen vollständig auskühlen lassen und ggf. anschließend mit Zitronenguß beträufeln.

Und so sah der Kuchen nach dem Stürzen aus.

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peanut butter dark m&m cookies

It’s the holiday season and you should reserve space for cookies.

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I made you some gluten free peanut butter dark m&m cookies. My whole apartment smells wonderful. I just can’t stop eating these cookies which means I don’t have space for lunch or dinner. Well these cookies are lunch and dinner.

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I enjoy eating my cookies and watch a movie. You know I’m not a fan of the holiday season because it’s so crowed. I forget some flour which means that I headed to the mall on Saturday eve. It was so full and after two minutes I was absolutely annoyed.

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I just bought the flour and went home. Actually I need some Christmas gifts but now I’m thinking about online shopping. You know I think online shopping is weird. You can’t touch the items before which it’s a big problem for me. I always have to touch anything. Yeah I’m weird but maybe I can get over it and order online some stuff.

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But back to these cookies.

I love baking. But holiday season cookies always stressed me a bit. There are these beautiful dog rose cookies which I never could make.

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I need an easy recipe for easy cookies. You just need 30 minutes to make some peanut butter cookies.

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Just mix all ingredients together. Drop dough by tiny tablespoons on baking sheet. Press some dark m&m into and bake for 14 minutes.

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Eat the first cookie immediately – be careful it’s hot!

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Peanut butter dark m&m cookies

      100 g Butter / Margarine
      75 g braunen Zucker
      1 Ei
      60 g Erdnussbutter
      100 g Reismehl
      40 g Braunhirsemehl
      40 g glutenfreie Haferflocken (Großblatt)
      1/2 TL Natron
      1/4 TL Meersalz
      Dunkle m&m

Den Backofen auf 180 C vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen.

In einer Schüssel die Butter mit dem Zucker cremig rühren. Die Erdnussbutter unterrühren. Die Mehlsorten, Haferflocken, Salz und das Natron in einer Schüssel gut mischen und in die Zuckermischung rühren. Das Ei hinzugeben, nochmals kräftig umrühren, bis alle Zutaten gut vermengt sind.

Mit zwei Eßlöffeln kleine Teighäufchen formen und diese auf das Backblech geben. Genug Abstand zwischen den Klecksen lassen, damit die Kekse beim Backen nicht zusammen kleben.
In die Teighäufchen nach Belieben m&m drücken.

Die Kekse ca. 14 Minuten backen. Auf einem Rost auskühlen lassen und in einem luftdichten Container aufbewahren.

 

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Graved Lachs zum Frühstück

Einen schönen 1. Advent wünsche ich Euch! Ein paar matschige Schneeflocken fallen vom Himmel, ansonsten ist es einfach nur grau und dunkel, sodass es fast unmöglich ist, überhaupt noch Fotos zu machen.

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Allerdings ist das Wetter perfekt, für ein gemütliches, langes Frühstück. Glücklicherweise habe ich vorgesorgt, was ich normalerweise nicht unbedingt mache. Langes Planen halte ich meist für überflüssig.

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Am Donnerstag war ich bei Rainer und habe gelernt, wie man Graved Lachs macht. Das hat unglaublich viel Spaß gebracht, ist so simple und das Ergebnis umwerfend.

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Rainer hatte alle Zutaten eingekauft und zusätzlich für ein sehr leckeres Drei-Gänge-Menü gesorgt. Während ich in der Küche den Dill klein zupfte, wurde ich immer wieder mit Kleinigkeiten verwöhnt.

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Das Aufwendigste bei der Zubereitung des Graved Lachs ist das Zupfen des Dills. Je feiner er gezupft wird, desto aromatischer wird am Ende der Lachs.

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Der Lachs muss unbedingt Sushi Qualität haben. Lasst Euch vom Fischhändler also eine besonders schöne Seite, grätenfrei, abschneiden. Neben dem Lachs benötigt Ihr noch sehr grobes Meersalz, Zucker, weißen Pfeffer und den Dill. Der Lachs wird mit der Hautseite auf Alufolie gelegt, mit der Salz-Zucker-Pfeffer Mischung und dem Dill bestreut und wird dann gut und fest eingeschlagen. Legt ihn in eine Form, beschwert ihn mit einem Brett und Steinen und wartet drei Tage! Alle 24 Stunden wendet Ihr das Lachspaket. Durch das Beschweren der Steine, dem Salz und das gleichmäßige Wenden, wird so dem Lachs das Wasser entzogen.

Serviert den Lachs mit einer Honig-Senf Soße oder genießt ihn einfach pur.

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Graved Lachs

      700-750 g frisches Lachsfilet
      1 Cup Zucker
      1/2 Cup grobes Meersalz
      1 EL frisch gemahlener weißer Pfeffer
      2 Bund Dill, von den Stielen entzupft, ggf. noch fein hacken

      Alufolie
      Schüssel
      Brett
      Steine, alternativ eine Wasserflasche

Ein riesiges Stück feste Alufolie bereit legen. Das Stück muss so groß sein, das man es zunächst doppelt legt und dann der gesamte Fisch mehrmals gut eingeschlagen werden kann.

Den Lachs mit der Haut auf die Folie legen.
In einer großen Schüssel den Zucker mit dem Salz und Pfeffer vermischen.
Den Lachs mit der Zuckermischung bestreuen (es bleibt von der Mischung etwas übrig, das Ihr das nächste Mal nutzen könnt. Anschließend großzügig den Dill auf den Fisch geben.
Nun den Fisch vorsichtig, aber fest in der Folie einschlagen (aufpassen, das die Folie nicht durch das grobe Salz einreißt.
Den Fisch in eine große, flache Schüssel oder Form legen. Auf den Fisch ein Holzbrett legen und mit Steinen oder einer Wasserflasche beschweren. Alle 24 Stunden das Alupaket wenden (dabei wird der Fisch nicht ausgepackt, sondern das Paket wird nur in der Form gewendet).
Nach 72 Stunden den Lachs aus der Form nehmen, von der Folie befreien und die Salzschicht mit dem Lachs vorsichtig entfernen.

Den Lachs in dünne Scheiben schneiden und servieren.

Hinweise

Der Lachs kann auch vor der Zubereitung halbiert werden, sodass man zwei Alupakete hat.

Wichtig bei Zuckermischung ist das Mengenverhältnis. Statt Cups könnt Ihr auch EL verwenden, also zum Beispiel 2 EL Zucker, 1 EL Salz. Klappt wunderbar!

Bei Kari Diehl findet Ihr noch mal eine Schritt für Schritt Anleitung.

Wenn Ihr wie ich vergesst, eine Honigsenfsoße zu kaufen, mischt einfach Dijonsenf mit z. B. Waldhonig und gebt fein gehackten Dill hinzu.

 
Ein Kommentar

Verfasst von - Dezember 2, 2012 in gluten free / glutenfrei, snack

 

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