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Archiv für den Monat November 2013

Ein Spaziergang an der Elbe und ein Bewegungsmelder

Bevor ich mich durch meinen Berg von Urlaubsfotos arbeite und Euch noch mal mit auf die Reise an die Westküste der USA nehme, zeige ich Euch heute einfach mal ein paar Hamburg Fotos. Denn hier ist es schließlich auch schön, wenn auch etwas kalt.

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Die Kälte hat übrigens auch einen Vorteil, da man so unbedingt Café Hopping betreiben kann. Schließlich muss man sich immer mal wieder ein wenig aufwärmen und kann sich so wunderbar mit Kuchen und anderen Leckereien verwöhnen. Außerdem erkläre ich Euch heute,  was man mit Bewegungsmeldern machen kann.

Aber der Reihe nach. Da man sich ja nicht von der Couch ins Café beamen kann, zumindest ich nicht, bin ich seit langer Zeit wieder einmal den Weg vom Altonaer Bahnhof, vorbei am Stuhlmannbrunnen, dem Altonaer Rathaus (das war früher mal ein schicker Bahnhof, so vor ungefähr 150 Jahren) über den Altonaer Balkon bis zur Großen Elbstraße gegangen. Ein toller Weg, insbesondere deshalb, da kaum jemanden unterwegs trifft. Allerdings habe ich die Boule Spieler am Platz der Republik vermisst. Nur weil es etwas frisch draußen ist, muss man das Spielen ja nun nicht gleich einstellen. Tztztztz!

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Der Altonaer Balkon, man kann von hier aus auf die Elbe blicken, das schneeweiße Rathaus im Rücken, sah leider etwas verwahrlost aus. Das ortsansässige Museum hatte dort eine Fotobox aufgestellt, die allerdings komplett verschmiert war. Der Türgriff war abmontiert und so bot die Box einfach nur noch einen trostlosen Anblick. Schade! Ich hätte gerne die erste Form einer Kamera besucht. Die Aufnahmen sollen angeblich direkt ins Museum übertragen werden. Nun ja, nun wird nichts mehr übertragen und man muss seine eigene Bilder machen.

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Es gibt vom Altonaer Balkon einen schönen Weg durch eine kleine Parkanlage, in der man im Sommer sicherlich toll im Biergarten sitzen kann. Irgendwann führt ganz versteckt eine Treppe (es gibt auch noch andere) den Weg nach unten an die Große Elbstraße. Die Strecke wird glaube ich nicht von so vielen Leuten benutzt. Dabei führt sie mitten durch die Bäume im zickzack Kurs. Und, ganz wichtig: unten angekommen fällt man quasi direkt ins Café Schmidt.

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Im Café Schmidt kann man sich wunderbar aufwärmen und in Schräglage die anderen Gäste bewundern. Nein, es stehen dort weder Liegestühle noch Hollywoodschaukeln, wobei das sehr cool wäre, sondern ganz normale Holzstühle mit Holztischen in dem Café. Allerdings ist der Boden so schief, dass man sich wie auf einem Dampfer bei etwas Seegang vorkommt. Immerhin schunkelt man nicht von links nach rechts. Stellt Euch mal vor, Euer Kuchen rutscht dann mit Schwung auf den Nachbartisch und ein dicker alter Mann isst ihn einfach auf.

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Die AIDAsol lag mal wieder am ehemaligen England Terminal an. Früher gingen von dort nämlich die Autofähren nach England. Meine Freundin ist damit häufiger gefahren und hat lustige Geschichten erzählt. Eigentlich erinnere ich mich nur noch an eine Geschichte. Sie hat nämlich einmal ihren Pass auf dem Schiff verloren und wurde dann vom Kapitän ausgerufen. Hahaha, das hätte mir auch passieren können. Da steckt man ihn nur einen halben Zentimeter neben die Tasche und schwupps ist der Pass weg. Jedenfalls wurde der Linienverkehr nach England eingestellt, da keiner mehr sein Auto mitnehmen wollte und fliegen so viel schneller und günstiger wurde.

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Nun liegt am England Terminal immer mal wieder eines der zahlreichen AIDA Schiffe. Vielleicht auch immer das gleiche, ich kann sie nicht so gut auseinander halten, außer ich lese den Schiffsnamen am Schornstein. Wie dem auch sei wundere ich mich über den häufigen Besuch dieser Schiffe in Hamburg und frage mich, ob gar kein Kreuzfahrtschiff mehr sind, sondern ebenfalls im Linienbetrieb verkehren. Ich werde es in Erfahrung finden. Schiffkundige mögen bitte einen Kommentar hinterlassen, dann erspare ich mir die Recherche. (Anmerkung: es gibt kein Foto von der AIDA, weil ich sie hässlich fand. Stellt Euch jetzt also bitte einfach ein buntes Schiff vor.)

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Der Kuchen im Café Schmidt war lecker, wobei mir der gewisse Kick fehlte. Mir war die Wiener Kirsch ein wenig zu süß. Der Kuchen bestand aus Nüssen, ein paar Kirschen (mit Stein), Schokolade und Aprikosenkonfitüre. Eigentlich eine hervorragende Kombination, aber für meinen Geschmack nicht formvollendet. Ich überlege immer noch, ob eine Zutat fehlte oder eine andere zu dezent eingesetzt wurde.

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Nach dem Kuchen war ich natürlich ein wenig gestärkt, aber gleichzeitig brauchte ich irgendwie ein Ausgleich zu diesem Zuckerschock. Glücklicherweise hat Hamburg ja zahlreiche Imbissbuden, Cafés, Restaurants und Bars. Man muss eben nur das Richtige für den eigenen Geschmack finden.

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Ein kurzer Check auf die Speisekarte von Henssler & Henssler – „alles nett, aber wo anders ist es sicherlich auch nicht schlecht“. Es ist nicht so, dass ich geizig bin. Aber für einen kleinen Nachmittagssnack wollte ich nun kein Vermögen ausgeben. Außerdem kann ich so überfüllte Touristenläden von Promiköchen nicht wirklich leiden. Allerdings muss ich zugeben, dass mich das Ambiente und der Oystershooter schon sehr gereizt haben. Sollte in dem Shooter tatsächlich eine ganze Auster stecken, ist es übrigens mit 4,50 € im Verhältnis gesehen (insbesondere zu anderen Gastronomiebetrieben) fast ein Schnäppchen. Allerdings wird man von eienm Shooter wohl kaum satt.

Mit der Touristenlinie 111 ging es ein wenig am Hafen, über die Reeperbahn, Davidstraße und dann wieder am Hafen entlang in die Hafencity. Es ist eine schöne Strecke, die allerdings am Wochenende stark frequentiert wird.

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In der Hafencity gibt es ein absolut unspektakuläres Café, das Café Paris. Nach meinem letzten Parisbesuch habe ich natürlich etwas anderes erwartet. Es ist für den kleinen Geldbeutel absolut optimal, könnte aber ebenso einen anderen Namen tragen. Es gibt Crêpes und Flammkuchen, was für jeden Deutschen oder sagen wir mal den Besitzern des Cafés der Inbegriff von Frankreich ist. So wie jeder Deutsche auch immer, ja tagtäglich, Sauerkraut mit Eisbein isst. Macht Ihr ja auch, oder? Ich hätte gerne Pommes mit Steak gegessen oder Pommes mit Muscheln, aber das gab es nicht. Stattdessen wurden Ofenkartoffeln angeboten, von denen sich die berühmte Hamburger Steakhousekette mal ordentlich eine Scheibe abschneiden kann. Die Kartoffeln schmeckten nach Kartoffeln, sie hatten Biss und waren nicht zerkocht. Dazu gab es einen Salat mit einem wirklich leckeren Himbeerdressing. Hervorragend! Und natürlich, und das fand ich wirklich gut, gab es auch Wein im Café Paris. Ansonsten wäre ich allerdings auch aufgestanden und hätte den Namen Paris durchgestrichen und durch „wir denken, wir sind so Französisch“ ersetzt.

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Wenn man einer der wenigen Fensterplätze ergattert, sitzt man wirklich gemütlich und kann auf die kleine Einkaufsstraße blicken. Die bot zu dieser Jahres- und Uhrzeit zwar nicht sonderlich viel Unterhaltung, aber der Platz war dennoch schön.

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So, nun aber endlich zu diesem Bewegungsmelder. Auf der Toilette gab es einen Bewegungsmelder. Das ist ja nichts Ungewöhnliches. Man öffnet die Tür und schon geht das Licht an. Das Licht war bereits an, als ich den Raum betrat. Allerdings waren beide Kabinen besetzt und ich stand in diesem kleinen Vorraum. Erst schaute ich mich um, zog Grimassen im Spiegel, dann spielte ich mit der Seife (die auf einem Spieß steckte) und schließlich fiel mir der Bewegungsmelder ins Auge.

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Der war in einer tollen Höhe angebracht, sodass ich ihn ganz genau in Augenschein nehmen konnte. Es gab drei Einstellungen. I, AUTOMATIC, 0 und einen Schieber. Ich guckte also eine Weile auf die Beschriftung (die Kabinen waren immer noch besetzt) und überlegte, ob es wohl einen Unterschied machen würde, wenn ich den Bewegungsmelder von AUTOMATIC auf 1 stellen würde. Ich schob also an dem Riegel und auf einmal war es dunkel. Von den Toiletten kam nur ein lautes „Huch“. Glücklicherweise konnten die Damen sich auf mich verlassen, denn ich ließ es umgehend wieder Licht werden. Immerhin waren sie dann auch ganz fix fertig, sodass ich endlich auch, ein starkes Kichern unterdrückend, in so eine schicke Box gehen konnte.

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Solltet Ihr also auch irgendwann mal Ewigkeiten in der Schlange anstehen, legt einfach den Schalter vom Bewegungsmelder um (Lichtschalter geht auch) und schwupps seid Ihr an der Reihe!

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Habt noch eine tolle Restwoche und lasst es Euch gut gehen!

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Ein Kommentar

Verfasst von - November 26, 2013 in travel / Reisen

 

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KW 47 – Meine Woche in Bildern

Geht es nur mir so oder habt Ihr auch das Gefühl, dass die Zeit wie im Flug vergeht? Ich habe darüber gerade einen interessanten Artikel gelesen, der die Wahrnehmung der Zeit erklärt.

Der Hamburger Hafen nach Sonnenuntergang.

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Ob die Bewohner sich wohl jeden Morgen und Abend über den schönen Ausblick freuen?

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Coffee and Cookies! Das Rezept dazu gibt es bald.

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Osakaallee – zwei aa, zwei ll, zwei ee – aallee

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manchmal gibt es ihn doch noch, den blauen Himmel und seine Wölkchen.

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Der Tag, an dem ein Mann in die Kuchenvirtrine vom Café Schmidt sprang.

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auf dem Weg ins Büro.

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Dieses Schild gab es schon zu Kinderzeiten. Aber früher sah es irgendwie schöner aus. Merke, nicht jeder ist von einem Facelift begeistert.

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Ich mag die blauen Fenster!

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Sonnenuntergang in der Hafencity.

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I love Hamburg!

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Diese Woche wollte mich der Zoll nicht sehen! Dabei war ich doch so nett und hätte auch dieses Mal versucht, meine Bilder zu zeigen.

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Kuschelig warme Stulpen aus Amerika. Thank you so much Liz!

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Ich freue mich über die letzten Blätter an den Bäumen.

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Hungrig? Bald zeige ich Euch ein wunderbares, veganes Gericht.

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Warum hängen dort eigentlich noch Äpfel am Baum?

a) Die Äpfel sind noch nicht reif.

b) Die Leiter des Apfelbaumbesitzers ist unter seinem Gewicht zusammengebrochen, sodass er erst die Leiter reparieren muss, bevor er die Äpfel ernten kann.

c) Seit Schnittwittchens Tod weiß doch jedes Kind, das rote Äpfel giftig sind.

d) es sind gar keine Äpfel, sondern Christbaumkugeln.

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Spiegelung im Wohnzimmerfenster.

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Ich liebe meine neuen Wärmer!

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Sonnenaufgang in Hamburg!

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Ich wünsche Euch noch einen schönen Sonntagabend, alles Liebe xoxo

 
 

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Hokkaido Kürbis Muffins mit Streuseln

Mein neuer Lieblingssnack sind diese Pumpkin Muffins mit Haferflockenstreusel.  Streusel machen das Leben einfach besser!

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Ich weiß ich weiß. Jeder hat inzwischen x Rezepte mit Kürbis gepostet, sodass es einem langsamen zum Halse raus hängt. Kürbissuppe hier, Kürbisrisotto dort, geröstete Kürbiskerne, Kürbispizza, Kürbisbrot usw.

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Was ich jedoch an diesem Rezept schätze ist, dass sich die Muffins ganz schnell zu bereiten lassen, sie nicht zu süß sind und sich hervorragend als Snack für unterwegs einpacken lassen.

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Passend zur Jahreszeit habe ich die Muffins mit ein wenig Ingwer und Zimt verfeinert. Ganz dezent natürlich, da ich selbst kein großer Fan von überwürzten Kuchen bin. Ich mag beispielsweise vieles Weihnachtsgebäck nicht sehr gerne, da es mir zu stark nach Zimt und anderen Gewürzen wie Nelken und Kardamon schmeckt.

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Wenn ich verreise, nehme ich gerne ein paar Muffins mit.  Natürlich kann man sich auch ein Stück Kuchen in seine Brotdose legen, aber dieser kann im Gegensatz zu einem Muffin viel schneller austrocknen. Kuchen esse ich am liebsten frisch abgeschnitten. Ganz fürchterlich sind die Scheiben, die bereits stark angetrocknet sind. Die eignen sich nur noch, um sie in den Kaffee zu tunken, was ich allerdings niemals mache.

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Es erinnert mich immer an meine Oma, die gerne einen Keks in den Kaffee tunkte. Ob ihr der Keks besser schmeckte, sie ihn besser kauen konnte oder es eine Modeerscheinung ihrer Jugendzeit war, die sie in wunderbaren Erinnerungen schwelgen ließ, werde ich leider nicht mehr erfahren.

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Die Muffins sind auf Grund des Kürbispürees wunderbar saftig und halten sich in einer Dose mehrere Tage.

Blumen Kaffeetasse

Ich wünsche Euch einen wundervollen Samstag, bis bald!

Hokkaido Kürbis Muffins mit Streuseln

  • 2 Eier
  • 90 g Zucker
  • 100 g Butter / Margarine, geschmolzen
  • 200 g Kürbispürre*
  • 60 g gemahlene Haselnüsse
  • 40 g Reismehl
  • 40 g Buchweizenmehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1/2 TL Natron
  • 1 TL gemahlenen Zimt
  • 1/2 TL gemahlener Ingwer
  • 1 Prise Salz

Optional Streusel

  • 60 kalte Butter
  • 60 Zucker
  • 90 g Feinblatthaferflocken (glutenfrei)
  1. Die Zutaten rasch mit den Händen vermengen und zu einem Streuselteig kneten. Es bleibt auf jeden Fall Teig übrig, der sich einige Tage im Kühlschrank hält. Man kann z. B. herrlich Obst im Ofen mit den restlichen Streuseln überbacken.
  1. Den Backofen auf 180° C vorheizen und ein Muffinblech mit Papierförmchen auslegen.
  2. In einer großen Schüssel die Eier mit dem Zucker schaumig rühren. Die geschmolzene Butter und das Kürbispüree einrühren.
  3. In einer anderen Schüssel die Mehlsorten, gemahlene Haselnüsse, Backpulver, Natron, Zimt, Ingwer und Salz gut vermengen und anschließend in die Kürbismasse rühren.
  4. Die Muffinformen mit dem Teig füllen, ggf. die Streusel über die Muffins bröseln und ca. 17-25 Minuten backen lassen (Stäbchenprobe).

* Ich koche mein Kürbispüree immer aus frischem Hokkaido Kürbis. Der Kürbis muss übrigens nicht geschält werden. Einfach den Kürbis (etwas mehr als 200 g) in kleine Stückchen schneiden und mit etwas Wasser (der Boden des Kochtopfs sollte bedeckt sein) ca. 15 Minuten kochen oder bis die Stücke weich sind. Mit einem Zauberstab zu feinem Mus (stückchenfrei) pürrieren.

 

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Wiedersehen macht Freude oder eine kleine Bilderflut von der Küste Oregons

Gestern Abend lag eine Benachrichtigung von der Post in meinem Briefkasten mit der Information, dass eine Sendung beim Zoll zur Abholung bereit liegen würde.
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Auf dieses Schreiben habe ich bereits seit 1,5 Wochen gewartet, schließlich konnte ich anhand der Trackingnummer nachvollziehen, wo sich die Ware befand.

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Ich war unglaublich aufgeregt, da ich mich für das Auslösen der Ware schon hohe Beträge habe zahlen sehen. Der Zoll mich sicherlich auch. Ich ging einfach mal davon aus, dass sie mich nicht just for fun zu einem kleinen Schwatz einladen wollten. Wobei ich natürlich durchaus viel zu erzählen hätte.

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Das System bei der Abholung von Ware gefällt mir wirklich gut. Man meldet sich an, bekommt eine Nummer, setzt sich bequem auf eine Bank und wartet, wie in meinem Fall, nur sehr kurz. Währenddessen kann man auf die Blätter der anderen Wartenden luschern und sich überlegen, was sie wohl abholen. Eigentlich saßen alle um mich herum mit einer Vollmacht, sprich sie waren beauftragt, ein Paket für jemand anderen abzuholen. Das fand ich besonders spannend. Leider haben meine Ermittlung nichts ergeben. Diskretion ist alles! Hmpf!

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Meine Zollbeamtin war jung, dynamisch und laut. Ich mochte sie dennoch!

Beamtin: „Haben Sie etwas in den Staaten bestellt? Was ist in dem Päckchen?“

Ich: „nein, ich habe nichts bestellt. Ich habe etwas vergessen. Die Vermieterin war so nett und hat mir meine SD Karte und den Photoadapter mitgeschickt.“

Beamtin: “ Vergessen? Das ist ja nett. Dann machen Sie mal das Päckchen auf.“

Ich: „Ich bin ja so froh, dass die Sachen endlich gekommen sind. Übrigens habe ich auch mein iPad mit, damit ich Ihnen beweisen kann, dass auf der Karte meine Fotos sind.“

Beamtin: „Die Karte interessiert mich nicht. Ich will den Adapter sehen.“

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Auspackend und denkend: „Wieso will sie denn nicht die Fotos sehen? Die sind sehr schön. Außerdem habe ich extra mein iPad mitgeschleppt. Sie soll sich jetzt gefälligst die Bilder ansehen.“

Stolz präsentiere ich meine Ware  und wäre ihr am liebsten küssend um den Hals gefallen. Sie hingegen schaute mich mit einem langen und enttäuschten Gesicht an.
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Beamtin: „Oh, DAS ist der Adapter? Sie können einpacken und gehen, vergessen Sie bitte den Müll nicht, den können wir nicht entsorgen und Ihren Pass auch nicht.“

Ja ja, den Pass brauche ich schließlich noch. Den werde ich sicherlich nicht vergessen.

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Ich verließ erleichtert und mit zwei Freudentränen das Zollamt. Draußen inspizierte ich die Verpackung bzw. die Zollerklärung dann noch mal genauer. Bis auf den Wert, der mit 100,- $ leicht zu hoch gesetzt war, war der Inhalt des Päckchens äußerst präzise vermerkt. Mir tut der Zoll ja ein wenig leid, weil sie so viel Aufwand hatten, aber wer lesen kann ist doch klar im Vorteil.

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Da nette Beamtin (sie war wirklich nett) sich nicht für den Inhalt interessierte, müsst Ihr nun nach und nach die Bilder mit mir anschauen.

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Oh, und noch eine gute Nachricht. Ich habe jetzt wieder ein iPhone mit funktionierendem WLAN, auch wenn ich für den Austausch den Verlust von einigen Fotos hinnehmen musste. Das macht aber gar nichts.

In diesem Sinne wünsche ich Euch ein ganz tolles Wochenende und rufe „High Five“.

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P.S. Die Fotos sind von der Küste Oregons zwischen Lincoln City und Newport. Sie sprechen für sich selbst, sodass keine weiteren Erklärung notwendig sind. Denkt Ihr nicht auch?

P.P.S. Nein, ich mag keine Möwen. Ich mag überhaupt keine Vögel. Die flattern, sind laut, haben spitze Schnäbel und pupsen, das ist das Schlimmste überhaupt, alles voll. Aber es gab sonst keine anderen Strandbewohner. Die Wale und Haie waren alle gerade schwimmen.

 
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Verfasst von - November 15, 2013 in travel / Reisen

 

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Wenn Technik versagt und der Wochenrückblick der KW 45

Wenn alles gut läuft, gibt es immer sonntags oder montags einen Wochenrückblick. Die letzte Woche ließ mich jedoch mit unterschiedlichen Problemen kämpfen, sodass der gewohnte Wochenrückblick sehr schlank ausfällt. Ein paar Fotos habe ich dennoch.

 

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Schattenspiele an der Hauswand

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Der Kaffee, der nicht schmeckte.

 

Außerdem verrate ich Euch die drei Gründe, die mich neben der Eingewöhnung in die hiesige Zeitzone und das Arbeitsleben am bloggen hindern.

 

1. Die SD Karte und der iPad Photoadapter

Zu gerne möchte ich mit Euch noch viel mehr Eindrücke meiner Reise teilen. Das gestaltet sich jedoch momentan als sehr schwierig, da meine SD Karte und der iPad Photoadapter im deutschen Zoll festhängen.Der neugierige Leser mag sich jetzt fragen, was die Karte überhaupt im Zoll macht. Das frage ich mich übrigens auch, insbesondere wieso sie dort seit über vier Tagen liegt. Der Zoll kann sich mal lieber um andere Dinge kümmern, als die Fotos zu begutachten.Die Karte und den Adapter habe ich übrigens in einem Apartment im Urlaub verloren. Glücklicherweise war die Vermieterin so lieb und hat mir die Sachen zugeschickt.

 

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Der Mann im Morgennebel.

 

2. Das Internet

Als ich aus dem Urlaub wieder gekommen bin, stellte ich fest, dass sowohl das Telefon als auch das Internet tot waren. Das Telefon interessiert mich überhaupt nicht, da außer drei Leuten niemand die Rufnummer hat. Ich hasse telefonieren und kann es nicht ausstehen, wenn das Telefon klingelt. Aber ohne Internet fühle ich mich doch sehr aufgeschmissen.

3. Das iPhone

Das iPhone funktionierte so lange, bis es wieder Internet gab. Danach schaltete es die WLAN Erkennung aus.

Lösung: iPhone in die Werkseinstellungen zurücksetzen.Problem: Verlust von Fotos, da eine Datensicherung nicht mehr möglich war.

 

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Sonnenuntergang an der Elbe

 

Ich hoffe, dass die Sendung nächste Woche eintrifft und ich die Zeit finde, Euch mehr von Oregon und Kalifornien zu zeigen.

Habt einen guten Start in die Woche. Bis bald xoxo

 
 

Photo an hour oder gestrandet bei Hertz in L.A.

Eigentlich wollte ich schon ganz lange endlich mal einen ganzen Tag in meinem Blog festhalten. Allerdings ist es etwas langweilig, wenn man arbeitet. Denn ich kann ja schlecht von 8-17 Uhr meinen Schreibtisch fotografieren. Dabei fällt mir ein, dass es vielleicht doch spannend ist. Ich gehe einfach auf Büroreise und besuche andere Kollegen. Sie sind sicherlich überhaupt nicht irritiert, wenn ich mit meiner Kamera oder iPhone vor ihnen stehe.

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7 Uhr

Am Wochenende habe ich meist vergessen, dass ich an „Photo an hour“ teilnehmen wollte oder es fiel mir erst gegen Mittag ein.

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8 Uhr

Am letzten Tag bzw. Abreisetag, dem 01. November, habe ich jedoch pünktlich um 7 Uhr begonnen, meinen Tag festzuhalten.

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9 Uhr

Alles verlief planmäßig bis zum Betreten des Apple Shops. Während ich meine Mails checkte, blinkte gleich auf der ersten Seite meines Mailanbieters in großen Lettern „Schießerei am Flughafen von L.A.“

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10 Uhr

Oh man, wer konnte denn ahnen, dass da so ein Durchgeknallter auf dem Flughafen rum ballert.

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11 Uhr

Jedenfalls geriert mein Fotoprojekt stark ins Wanken, da das Problem war, das man zwar den Mietwagen zurück bringen konnte, man dann aber bei der Autovermietung fest saß. Anders als in Deutschland befinden sich die Autovermietungen nicht direkt im Flughafengebäude, sondern etwas außerhalb – ein kostenloser Shuttelservice fährt einen dann direkt zur Abflughalle der jeweiligen Airline. Was sollte ich bloß die ganze Zeit fotografieren? Außerdem hatte ich doch bereits Fotos von über den Wolken geplant. Menno!

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12 Uhr

Das Warten auf dem Hof der Autovermietung hatte ich mir jedoch schlimmer vorgestellt. Die Reisenden waren entspannt, ruhten sich auf Bänken, Fußböden oder in der klimatisierten Halle aus. Es gab kostenlos Wasser und, welch Überraschung, keinen Fluglärm. Es war einfach nur ruhig.

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13 Uhr

Die Abflugzeit rückte näher, der Flughafen war weiterhin gesperrt. Ich stellte mich irgendwann in die Schlange bei Hertz, um deren Telefon zu benutzen. Mir kam der Gedanke, dass ich ja mal die Airline anrufen könnte, um sie zu fragen, wie ich denn genau zum Flieger kommen sollte, wenn der Flughafen gesperrt sei und ob sie mich vielleicht über kleine Umwege dennoch irgendwann nach Hause fliegen würden (insgeheim habe ich mich bereits über einen verlängerten Urlaub gefreut).

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14 Uhr

Während des Wartens kam ich mit einem Mann ins Gespräch, der den ganzen Weg vom Flughafen zur Autovermietung gelaufen ist. Er erzählte mir, dass er zur Tatzeit (das war gegen halb zehn) gerade im Landeanflug war und die Maschine für 5,5 Stunden auf dem Rollfeld stand.

Da fand ich meine Situation schon besser. Stellt Euch mal vor, Ihr seid quasi am Ziel und hockt dann in so einer Maschine fest. Ehrlich gesagt hätte ich gerne gewusst, ob man auf Toilette gehen durfte und ob die Airline Champanger ausgeschenkt hat, um alle bei Laune zu halten. Jedenfalls erzählte mir der Mann, das man zwar irgendwann das Gelände verlassen konnte, aber nach wie vor keiner hinein durfte. Hunderte von Menschen standen hinter einer Absperrung Schlange und warteten.

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15 Uhr

Nachdem kurz nach 15 Uhr die ersten Flieger wieder landen durften, machten sich endlich gegen 16 Uhr die ersten Busse von Hertz auf den Weg zum Flughafen. Langsam quälten sie sich durch den Verkehr. Rafael, der tiefenentspannte Busfahrer, rammte sich seinen Weg quasi frei. Beim links abbiegen blieb mir, nun ja, eher der Fahrerin eines Jepps, fast das Herz stehen. Was steht sie da auch vorschriftsmäßig an der Haltelinie? Fast hätte ihr Auto keine Kühlerhaube mehr gehabt.

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16 Uhr

Die Spannung am Flughafen stieg, da die Abflugszeit bereits überschritten war. Mit sehr viel Glück gab es dann (statt über Phönix) einen Direktflug mit einer niegelnagelneuen Boeing 777 nach London. Jeder hatte sein eigenes, funktionierendes Touchdisplay, auf dem sogar ich mir zwei Filme anschaute. Ganz neu: gebührenpflichtiges Internet über den Wolken.

Irgendwie war es aufregend, sodass ich am Ende das Fotoprojekt dann doch vergessen abgebrochen habe.

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18 Uhr

P.S. Nun bin ich wieder daheim und muss mich um das nächste Projekt kümmern, nämlich mein nicht laufender Telefon- und Internetanschluss. Nicht nur, dass mein Internetanschluss im Vergleich zum WiFi in Washington und Oregon super langsam war, nein, jetzt läuft er gar nicht mehr. Entweder verlege ich mein Homeoffice jetzt zu Starbucks, tippe weiter auf der Mäusetastur vom iPhone oder aber ich wander aus.

P.P.S. Ich liebe es, den Alltag anderer zu sehen, nur um festzustellen, dass es doch überall irgendwie gleich zu geht. Das erste mal habe ich photo an hour bei Katie von Yes, I want cake gesehen. Neulich hat Jessica ihren Tag in Bildern festgehalten (I love her lipstick).

 
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Verfasst von - November 3, 2013 in travel / Reisen

 

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