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Suchergebnisse für ‘Paris’

Paris et Crêpe

Paris, oh Paris!

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Es war so wunderschön. Leider war ich nicht zum Shoppen da, sondern zum Arbeiten da. Mir blieb also nicht viel Zeit, die Stadt zu erkunden. Dennoch habe ich jede Minute genossen und konnte mich an den Bauten einfach nicht satt sehen.

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Ich war vor ganz vielen Jahren schon einmal für eine knappe Woche mit der Schule in der französischen Hauptstadt. Damals gefiel es mir nicht ganz so gut. Ich empfand die Leute als unfreundlich, die Stadt zu hektisch und zu grau.

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Doch jetzt, jetzt bin ich absolut verliebt. Es war einfach nur fantastisch. Alle waren nett und so hilfsbereit, das ich am liebsten jedem um den Hals gefallen wäre. Blöd war halt, das ich ja nun arbeiten sollte (außerhalb der Stadt, da war es nicht so schön) und nicht den ganzen Tag das machen konnte, was mir am besten gefiel. Nämlich laufen, shoppen, essen und relaxen. Aber gut, im Büro war es jetzt nicht schlimm. Ich wurde nicht gefoltert, sondern den ganzen Tag mit süßen Krischen, Erdbeeren und Gummibärchen vollgestopft. Also auch nicht schlecht. Die Kirschen waren übrigens traumhaft – knackig, erfrischend und dennoch süß.

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Dennoch habe ich ein bisschen was von Paris gesehen. Ich hatte das Glück, dass ich abends anreisen dürfte. So hat man mir quasi einen viertel Urlaubstag geschenkt. Das fand ich wirklich gut und ich habe mich darüber gefreut. Ich habe nur rasch das Gepäck auf mein Hotelzimmer gebracht und bin sofort wieder los gezogen.

Drei Stunden bin ich im Zickzackkurs durch die Stadt gestrichen. Es war fantastisch. Oh, Ihr müsst das auch unbedingt machen. Ich habe gestrahlt und mich die ganze Zeit an den schönen Bauten und freundlichen Menschen erfreut. Selbst die Polizisten sind sehr nett und lächeln einem freundlich zu.

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Mein Abendessen habe ich im Park genossen. Es bestand aus etwas Knäckebrot (ich konnte leider kein glutenfreies Bagutte auf die schnelle auftreiben), Ziegenkäse und Möhrchen. Es war sehr lecker.
Die Franzosen sind einfach sehr praktisch veranlagt. Es gab Mini Ziegenkäse Rollen, die für ein Picknick natürlich perfekt waren. Ja ja, die umweltbewussten unter Euch werden jetzt sicherlich darauf hinweisen, das die Verpackung jeder einzelner Rolle absolut nicht zeitgemäß sei. Aber ehrlich gesagt ist mir das pupsegal.

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Mein Ziel für den Abend war übrigens der Eifelturm. Ich brauche immer ein Ziel, wenn ich auf Erkundungstour gehe. Das ist einfach schöner, denn man kann sich ja freuen, wenn man es erreicht hat. Ich hatte das perfekte Timing. Gegen viertel zehn kam ich endlich bei dem Turm an, knipste breitwillig andere Touristen mit ihren iPhones und machte natürlich eigene Aufnahmen. Außerdem lauschte ich einer Weile der Gitarrenmusik und beobachtete die Boule Spieler beim Ausmessen ihrer Würfe (Fotos anbei).

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Ich bin weiter zur Seine gegangen und blickte gerade auf die hektisch vorbei ziehenden Schiffe (vollbelanden mit Touristen), als ich auf einmal ein Ohhh, Ahhh und wie man es eben in all den Sprachen dieser Welt so sagt hörte. Der Eifelturm blinkte wie tausend Diamanten. Ach ja, dass war wirklich cool und so herrlich kitschig. Mein Kollege versicherte mir am nächsten Tag übrigens, dass der Turm nur noch 5 Minuten blinkt und nicht mehr 10, weil sie halt Strom sparen müssen. Sehr vorbildlich.

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Ach ja und meinen persönlichen Helden habe ich an dem Abend auch noch getroffen. Ich liebe persönliche Helden, insbesondere, wenn sie so unerwartet auftauchen.

Ich war nach der ganzen Lauferei so müde, das ich mich augenblicklich in mein Bett wünschte. Das Problem war allerdings, dass das Bett mit einem Mal ganz weit weg war. Es ist mir unerklärlich gewesen. Jedenfalls warf ich einen Blick auf den Stadtplan und fragte mich, wieso ich eigentlich so weit gelaufen war. Ich hatte mir ja auch was in der Nähe als Ziel aussuchen können. Nun gut, als ab zur nächsten Metrostation. Und da begann mein Problem. Ich konnte keine Fahrkarte kaufen. Der Verkäufer hatte bereits Feierabend, was ihm um halb elf ja auch wirklich mal gegönnt sei. Er wusste ja nicht, dass ich noch komme würde. Und die Fahrkartenautomaten reagierten einfach nicht auf mein drücken. Ich habe alle ausprobiert und wirklich ganz doll auf alle Tasten und dem Touchdisplay gedruckt, aber nichts passierte. Und dann, dann kam er! Mein Held! Wie aus dem Nichts drückte mir ein junger Mann eine Fahrkarte in die Hand und verschwand augenblicklich wieder. Ich konnte mich gar nicht bedanken und ihn drücken und Herzen. Er war einfach weg.

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Am zweiten Abend blieb mir für weitere Erkundungen leider kaum noch Zeit – zu viel Arbeit. Immerhin reichte es noch für einen Abstecher im Sonnenuntergang zu Notre-Dame. Zum Ausgleich habe ich im Le Bar à Huîtres gespeist. Okay, wenn Euch das Restaurant jetzt nichts sagen sollte, mag ich Euch immer noch und Ihr seid natürlich weiterhin meine Freunde. Für Seafood Liebhaber ist dies eine ausgezeichnete Adresse. Wer bereit ist, etwas mehr Geld auf den Tisch zu legen, kann sich vor dem Restaurant den frischen Hummer, Fisch oder anderes Getier aussuchen. Ansonsten kann man natürlich auch ganz normal von der Karte wählen, die auf einem iPad gereicht wird.

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Da es in Paris an vielen Ecken Crêpe zu kaufen gibt, habe ich heute passend zu meinem Trip, ein Crêpe Rezept für Euch dabei. Natürlich wie immer glutenfrei! Ich mag meine zurzeit am liebsten mit Nutella essen.

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Ich muss jetzt leider weiter, zu meinem nächsten, noch viel aufregenderen Abendteuer. Ihr wisst ja, ich reise so gerne. Habt ein tolles Pfingstwochenende und esst alle was Feines dazu. Und nicht vergessen, mit einem gekühlten Glas Weißwein schmeckt es gleich zweimal so gut.

Crêpes (glutenfrei)

Ergibt 3-4 Crêpes

  • 1 Ei
  • 150 ml Sojamilch
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 45 g Reismehl
  • 1 EL Maisstärke
  • 1 EL Kastanienmehl
  • Butter / Margarine zum Braten
  1. Das Ei mit der Milch und dem Vanillieextra in einer hohen Rührschüssel gut verrühren.
  2. In einer Schüssel die Mehle und Maisstärke gut mixen und in den Milchmix rühren.
  3. Den Teig abdecken und ihn für 1 Stunde oder länger den Kühlschrank stellen.
  4. Eine Crêpe Pfanne (oder beschichteten Pfanne) mit etwas Butter erwärmen und die Crêpes nacheinander backen.

Die Crêpes können mit Nutella, Zucker oder Marmelade bestrichen werden.

 
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Verfasst von - Mai 26, 2012 in gluten free / glutenfrei

 

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Ein Spaziergang an der Elbe und ein Bewegungsmelder

Bevor ich mich durch meinen Berg von Urlaubsfotos arbeite und Euch noch mal mit auf die Reise an die Westküste der USA nehme, zeige ich Euch heute einfach mal ein paar Hamburg Fotos. Denn hier ist es schließlich auch schön, wenn auch etwas kalt.

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Die Kälte hat übrigens auch einen Vorteil, da man so unbedingt Café Hopping betreiben kann. Schließlich muss man sich immer mal wieder ein wenig aufwärmen und kann sich so wunderbar mit Kuchen und anderen Leckereien verwöhnen. Außerdem erkläre ich Euch heute,  was man mit Bewegungsmeldern machen kann.

Aber der Reihe nach. Da man sich ja nicht von der Couch ins Café beamen kann, zumindest ich nicht, bin ich seit langer Zeit wieder einmal den Weg vom Altonaer Bahnhof, vorbei am Stuhlmannbrunnen, dem Altonaer Rathaus (das war früher mal ein schicker Bahnhof, so vor ungefähr 150 Jahren) über den Altonaer Balkon bis zur Großen Elbstraße gegangen. Ein toller Weg, insbesondere deshalb, da kaum jemanden unterwegs trifft. Allerdings habe ich die Boule Spieler am Platz der Republik vermisst. Nur weil es etwas frisch draußen ist, muss man das Spielen ja nun nicht gleich einstellen. Tztztztz!

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Der Altonaer Balkon, man kann von hier aus auf die Elbe blicken, das schneeweiße Rathaus im Rücken, sah leider etwas verwahrlost aus. Das ortsansässige Museum hatte dort eine Fotobox aufgestellt, die allerdings komplett verschmiert war. Der Türgriff war abmontiert und so bot die Box einfach nur noch einen trostlosen Anblick. Schade! Ich hätte gerne die erste Form einer Kamera besucht. Die Aufnahmen sollen angeblich direkt ins Museum übertragen werden. Nun ja, nun wird nichts mehr übertragen und man muss seine eigene Bilder machen.

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Es gibt vom Altonaer Balkon einen schönen Weg durch eine kleine Parkanlage, in der man im Sommer sicherlich toll im Biergarten sitzen kann. Irgendwann führt ganz versteckt eine Treppe (es gibt auch noch andere) den Weg nach unten an die Große Elbstraße. Die Strecke wird glaube ich nicht von so vielen Leuten benutzt. Dabei führt sie mitten durch die Bäume im zickzack Kurs. Und, ganz wichtig: unten angekommen fällt man quasi direkt ins Café Schmidt.

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Im Café Schmidt kann man sich wunderbar aufwärmen und in Schräglage die anderen Gäste bewundern. Nein, es stehen dort weder Liegestühle noch Hollywoodschaukeln, wobei das sehr cool wäre, sondern ganz normale Holzstühle mit Holztischen in dem Café. Allerdings ist der Boden so schief, dass man sich wie auf einem Dampfer bei etwas Seegang vorkommt. Immerhin schunkelt man nicht von links nach rechts. Stellt Euch mal vor, Euer Kuchen rutscht dann mit Schwung auf den Nachbartisch und ein dicker alter Mann isst ihn einfach auf.

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Die AIDAsol lag mal wieder am ehemaligen England Terminal an. Früher gingen von dort nämlich die Autofähren nach England. Meine Freundin ist damit häufiger gefahren und hat lustige Geschichten erzählt. Eigentlich erinnere ich mich nur noch an eine Geschichte. Sie hat nämlich einmal ihren Pass auf dem Schiff verloren und wurde dann vom Kapitän ausgerufen. Hahaha, das hätte mir auch passieren können. Da steckt man ihn nur einen halben Zentimeter neben die Tasche und schwupps ist der Pass weg. Jedenfalls wurde der Linienverkehr nach England eingestellt, da keiner mehr sein Auto mitnehmen wollte und fliegen so viel schneller und günstiger wurde.

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Nun liegt am England Terminal immer mal wieder eines der zahlreichen AIDA Schiffe. Vielleicht auch immer das gleiche, ich kann sie nicht so gut auseinander halten, außer ich lese den Schiffsnamen am Schornstein. Wie dem auch sei wundere ich mich über den häufigen Besuch dieser Schiffe in Hamburg und frage mich, ob gar kein Kreuzfahrtschiff mehr sind, sondern ebenfalls im Linienbetrieb verkehren. Ich werde es in Erfahrung finden. Schiffkundige mögen bitte einen Kommentar hinterlassen, dann erspare ich mir die Recherche. (Anmerkung: es gibt kein Foto von der AIDA, weil ich sie hässlich fand. Stellt Euch jetzt also bitte einfach ein buntes Schiff vor.)

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Der Kuchen im Café Schmidt war lecker, wobei mir der gewisse Kick fehlte. Mir war die Wiener Kirsch ein wenig zu süß. Der Kuchen bestand aus Nüssen, ein paar Kirschen (mit Stein), Schokolade und Aprikosenkonfitüre. Eigentlich eine hervorragende Kombination, aber für meinen Geschmack nicht formvollendet. Ich überlege immer noch, ob eine Zutat fehlte oder eine andere zu dezent eingesetzt wurde.

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Nach dem Kuchen war ich natürlich ein wenig gestärkt, aber gleichzeitig brauchte ich irgendwie ein Ausgleich zu diesem Zuckerschock. Glücklicherweise hat Hamburg ja zahlreiche Imbissbuden, Cafés, Restaurants und Bars. Man muss eben nur das Richtige für den eigenen Geschmack finden.

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Ein kurzer Check auf die Speisekarte von Henssler & Henssler – „alles nett, aber wo anders ist es sicherlich auch nicht schlecht“. Es ist nicht so, dass ich geizig bin. Aber für einen kleinen Nachmittagssnack wollte ich nun kein Vermögen ausgeben. Außerdem kann ich so überfüllte Touristenläden von Promiköchen nicht wirklich leiden. Allerdings muss ich zugeben, dass mich das Ambiente und der Oystershooter schon sehr gereizt haben. Sollte in dem Shooter tatsächlich eine ganze Auster stecken, ist es übrigens mit 4,50 € im Verhältnis gesehen (insbesondere zu anderen Gastronomiebetrieben) fast ein Schnäppchen. Allerdings wird man von eienm Shooter wohl kaum satt.

Mit der Touristenlinie 111 ging es ein wenig am Hafen, über die Reeperbahn, Davidstraße und dann wieder am Hafen entlang in die Hafencity. Es ist eine schöne Strecke, die allerdings am Wochenende stark frequentiert wird.

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In der Hafencity gibt es ein absolut unspektakuläres Café, das Café Paris. Nach meinem letzten Parisbesuch habe ich natürlich etwas anderes erwartet. Es ist für den kleinen Geldbeutel absolut optimal, könnte aber ebenso einen anderen Namen tragen. Es gibt Crêpes und Flammkuchen, was für jeden Deutschen oder sagen wir mal den Besitzern des Cafés der Inbegriff von Frankreich ist. So wie jeder Deutsche auch immer, ja tagtäglich, Sauerkraut mit Eisbein isst. Macht Ihr ja auch, oder? Ich hätte gerne Pommes mit Steak gegessen oder Pommes mit Muscheln, aber das gab es nicht. Stattdessen wurden Ofenkartoffeln angeboten, von denen sich die berühmte Hamburger Steakhousekette mal ordentlich eine Scheibe abschneiden kann. Die Kartoffeln schmeckten nach Kartoffeln, sie hatten Biss und waren nicht zerkocht. Dazu gab es einen Salat mit einem wirklich leckeren Himbeerdressing. Hervorragend! Und natürlich, und das fand ich wirklich gut, gab es auch Wein im Café Paris. Ansonsten wäre ich allerdings auch aufgestanden und hätte den Namen Paris durchgestrichen und durch „wir denken, wir sind so Französisch“ ersetzt.

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Wenn man einer der wenigen Fensterplätze ergattert, sitzt man wirklich gemütlich und kann auf die kleine Einkaufsstraße blicken. Die bot zu dieser Jahres- und Uhrzeit zwar nicht sonderlich viel Unterhaltung, aber der Platz war dennoch schön.

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So, nun aber endlich zu diesem Bewegungsmelder. Auf der Toilette gab es einen Bewegungsmelder. Das ist ja nichts Ungewöhnliches. Man öffnet die Tür und schon geht das Licht an. Das Licht war bereits an, als ich den Raum betrat. Allerdings waren beide Kabinen besetzt und ich stand in diesem kleinen Vorraum. Erst schaute ich mich um, zog Grimassen im Spiegel, dann spielte ich mit der Seife (die auf einem Spieß steckte) und schließlich fiel mir der Bewegungsmelder ins Auge.

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Der war in einer tollen Höhe angebracht, sodass ich ihn ganz genau in Augenschein nehmen konnte. Es gab drei Einstellungen. I, AUTOMATIC, 0 und einen Schieber. Ich guckte also eine Weile auf die Beschriftung (die Kabinen waren immer noch besetzt) und überlegte, ob es wohl einen Unterschied machen würde, wenn ich den Bewegungsmelder von AUTOMATIC auf 1 stellen würde. Ich schob also an dem Riegel und auf einmal war es dunkel. Von den Toiletten kam nur ein lautes „Huch“. Glücklicherweise konnten die Damen sich auf mich verlassen, denn ich ließ es umgehend wieder Licht werden. Immerhin waren sie dann auch ganz fix fertig, sodass ich endlich auch, ein starkes Kichern unterdrückend, in so eine schicke Box gehen konnte.

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Solltet Ihr also auch irgendwann mal Ewigkeiten in der Schlange anstehen, legt einfach den Schalter vom Bewegungsmelder um (Lichtschalter geht auch) und schwupps seid Ihr an der Reihe!

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Habt noch eine tolle Restwoche und lasst es Euch gut gehen!

 
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Verfasst von - November 26, 2013 in travel / Reisen

 

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Erdbeer-Kokosnuss-Eis am Stiel (ohne Eismaschine)

Stellt Euch vor, Ihr geht in Supermarkt und das gesamte Eis ist ausverkauf! Ich kaufe ja niemals Eis, außer gestern. Da wollte ich unbedingt den Langnese Flutschfinger haben! Scheinbar hatte die gesamte Nachbarschaft, plus alle Bewohner der anderen Stadteile, genau die gleiche Idee. Es gab einfach kein Eis mehr!

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Mein Supermarkt scheint den Einkauf für Eis wie für Schokolade nicht selbst zu tätigen . Das macht nämlich jemand von Niederegger, falls es irgendwen zufällig interessiert. Und zwar nicht nur für die Niedereggerschokolade! Die Hachez Schokolade ist übrigens immer ausverkauft. Ich hege den Verdacht, dass sie jetzt auch noch die Eistruhen befüllen.

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Wie dem auch sei. Bei der letzten Hitzwelle habe ich Erdbeer-Kokosnuss-Eis gemacht, dass ratz fast aufgeschleckt war. Ich wollte schon länger unbedingt mal Eis selber machen, hatte aber nie die klassischen Eisformen. Es ist natürlich klar, dass das Eis am Stil im Retrostyle viel besser schmeckt als aus kleinen Pappbechern oder anderen Behältnissen.

Man kann natürlich nicht einfach in irgendein Küchenfachgeschäft gehen und diese Förmchen kaufen. Nein, nein! Man muss die im Internet bestellen, wovon ich eigentlich kein Fan bin, weil ich dann niemals eine Geschichte dazu erzählen kann. Wenn mich jemand fragt, wo ich etwas her habe, berichte ich gerne ausführlich, in welcher kleinen Gasse ich beispielsweise die Weingläser in Paris gekauft habe. Außerdem muss ich immer alles anfassen, was im Internet ja nun nicht möglich ist.

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Ich habe, da keine andere Wahl, also doch die Eisformen bei Pearl, diesem Versandhaus, das meist nur Dinge verkauft, die die Welt nciht braucht, erstanden. Das Produktvideo – Moderatoren, die buntes Wassereis aus instabilen Behältnissen zerren und dabei nur Schwachsinn erzählen – hat mich ehrlich gesagt abgeschreckt, aber für rund 10,- Euro wollte ich nun auch keinen Affenaufstand machen.

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Und gut so! Das Eis ließ sich aus dem Formen ziehen und schmeckte leicht angetaut köstlich. Es ist natürlich nicht so cremig wie ein Eis vom Italiener, aber auch nicht so langweilig wässerig wie manches Sorbet.

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Ich wünsche Euch ein tolles und erholsames Wochenende mit hoffentlich ein paar Kugeln Eis!

Erdbeer-Kokosnuss-Eis am Stiel (ohne Eismaschine)

Rezept von Joy the Baker – minimal abgewandelt

  • 1/3 cup geraspelte Kokosnuss
  • 400 g frische Erdbeeren, Stiele entfernt
  • 1 EL Olivenöl
  • 2 EL Zucker
  • 1 Dose Kokosnussmilch (keine light), gut verrührt / geschüttelt
  • 2 EL Zucker
  • 1 Päckchen echter VanillezuckerErgibt ca. 8-10 Eis
  1. Den Ofen auf 160° C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen und die Kokosraspeln darauf ausbreiten. Die Raspeln rösten, bis sie braun sind (das geht sehr schnell 3-5 Minuten; behalte es also gut im Auge). Die Raspeln aus dem Ofen nehmen und in einer Schüssel abkühlen lassen.
  2. Nun die Erdbeeren auf ein Backblech mit Backpapier geben und mit dem Olivenöl beträufeln. Ungefähr 20 Minuten backen lassen, bis sie weich sind und der Saft langsam aus den Früchten tritt.
  3. Die Erdbeeren aus dem Ofen nehmen und in einer Schüssel mit dem Zauberstab und 2 EL Zucker fein pürieren. Wer mag, kann einen Spritzer Limette oder Zitrone dazu geben, ich hatte nichts zur Hand.
  4. In einer kleinen Schüssel die Kokosmilch mit den Kokosraspeln, dem restlichen Zucker und dem Vanillezucker gut vermengen.
  5. Jede Eisform mit ca. 1/3 Erdbeerpüree und dann mit der Kokosmilch auffüllen. Für ca. 4-6 Stunden in den Gefrierschrank stellen.

P.S. Die Fotos stammen noch vom Listen Trip nach Sylt. Strand, Eis und Sommer gehören für mich irgendwie zusammen.

 
 

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Rotes Pesto mit Spaghetti

Der Smoothie und die Vanilla Crêpes haben mich auf den Weg der Besserung gebracht. Wie ich bereits sagte, machen sie gesund. Bösen Zungen würden jetzt behaupten, dass dies ausschließlich die Wirkung des Antibiotikums sei. Aber ich sage Euch, die haben keine Ahnung.

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Da ich keine Lust hatte, den ganzen Tag im Bett rum zu liegen, habe ich meine Bastelkiste und eine der Schreibtischschublade aufgeräumt.

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In der Kiste lag unteranderem auch ein Adressstempel, der sage und schreibe noch originalverpackt war. Ich besitze diesen seit ca. acht bis zehn Jahren. Lasst mich überlegen, ob es einen Grund für den nicht vorhandenen Einsatz gibt? Nein! Beinahe hätte ich den Stempel wieder weg gelegt. Dann habe ich mir jedoch überlegt, dass es absolut albern sei, ihn nicht zu nutzen. Auf was soll ich noch länger warten?

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Der Entwickler dieses Stempels hat seiner Kreativität keine Grenzen gesetzt. So ist neben dem Stempel auch gleichzeitig ein Stempelkissen integriert. Klappt man es zusammen, kann man sich den Stempel an seine Brusttasche heften. Diese Funktion erschließt sich mir zwar nicht wirklich, da ich noch keinen Menschen mit einem Stempel durch die Gegend habe gehen sehen. Vielleicht liegt es nur daran, dass keiner so einen tollen Stempel hat.

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Vor dem ersten Gebrauch muss man die Buchstaben und Zahlen zu seiner Adresse zusammen setzen. Hört sich super einfach an!

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Ich klappe also den Stempel wie in der Anleitung beschrieben auf und fasse als erstes in das Stempelkissen! Also habe ich mir erst mal selbst ein paar Fingerabdrücke genommen und dann mühselig die winzigen Gummibuchstaben zusammen gesetzt. Meine Herrschaften, für Blinde und Grobmotorige ist dieser Stempel überhaupt nichts. Ich war damit bestimmt eine halbe Stunde beschäftig und habe währenddessen ausgerechnet, wie häufig ich in dieser Zeit meine Adresse per Hand auf Briefumschläge hätte schreiben können.

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Ich bin mir nicht sicher, ob sich die Anschaffung dieses Stempels je gelohnt hat. Ehrlich gesagt darf ich bis ans Lebensende nicht mehr umziehen. Sollte ich jemals heiraten und zehn Kinder bekommen, müssen wir eben alle zusammen in der kleinen Wohnung hausen. Es nützt ja nichts!

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Am Ende war ich so müde und hungrig, dass ich mir erst mal Mittagessen gekocht habe. Rotes Pesto und Spaghetti!

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Neben getrockneten Tomaten kommen noch frische Cherrytomaten, Knoblauch, Pinienkerne, Chilischote für den leicht feurigen Geschmack und ein paar Fenchelsamen hinzu. Die Fenchelsamen geben dem Pesto einen aromatischen Geschmack und erinnern übrigens absolut nicht an das Gemüse selbst. Ich habe eine Freundin, der Fenchel nicht schmeckt. In dieser Kombination fand sie es jedoch köstlich. Probiert es also ruhig mit dem Fenchelsamen aus! Das Pesto kommt übrigens ganz ohne Parmesan oder Pecorino aus und eignet sich somit hervorragend für alle Veganer und Menschen mit einer Milchunverträglichkeit.

Rotes Pesto mit Spaghetti

  • getrocknete Tomaten aus dem Glas, eingelegt in Öl – gut abtropfen lassen
  • 6-8 Cherrytomaten, den Stil entfern und klein schneiden
  • 2 Knoblauchzehen, fein schneiden oder pressen
  • 40 g Pinienkerne, in der Pfanne ohne Öl anrösten
  • 20-25 ml Olivenöl
  • 1 Chilischote
  • 1 TL Fenchelsamen
  • (glutenfreie) Spaghetti nach Packungsbeilage kochen (ich nehme pro Person 100 g)
  • 1 Bund Ruccola zum Garnieren
  • geriebener Parmesan / Pecorino zum Garnieren (optional)

Das Pesto reicht für ca. 3-4 Personen.

  1. Alle Zutaten in einen hohen Behälter geben und mit einem Zauberstab fein pürieren, bis eine cremige Paste entsteht. Eventuell noch etwas Olivenöl hinzugeben.
  2. Die Spaghetti nach Packungsbeilage kochen und mit dem Pesto und Ruccola servieren.

P.S. Hoffentlich kann ich meinen Stempel bald mal einsetzen. Briefe schreibt man ja heutzutage kaum noch.

 

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Bananen Waldfrucht Smoothie & Vanilla Crêpes

Bananen Waldfrucht Smoothies sagt fiesen Erkältungen, Grippe und Fieber den Kampf an!

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Der Smoothie ist durch die gefrorenen Waldfrüchte sehr erfrischend und vor allen Dingen nicht zu süß. Eigentlich bin ich kein Fan von Orangensaft, aber in dieser Kombination schmeckt er hervorragend. Außerdem sorgt er dafür, dass der Smoothie nicht zu dickflüssig ist. Und die Banane? Nun ja! Bananen dürfen niemals in einem Smoothie fehlen, sonst ist es kein echter Smoothie.

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Und wenn Ihr noch ein wenig Zeit habt, dann macht Euch unbedingt ein paar Crêpes dazu. Sie enthalten vielleicht nicht ganz so viele Vitamine, aber sie schmecken so lecker. Und alles was gut schmeckt, sorgt dafür, dass Ihr gesund werdet oder bleibt! Versprochen!

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Bananen Waldfrucht Smoothie

  • 1 kleine Banane
  • 1 Orange, den Saft auspressen
  • 1 Tasse gefrorene Waldfrüchte

Alle Früchte mit dem Orangensaft in einem Standmixer pürieren und sofort in einem Glas servieren.

Alternativ: mit einem Zauberstab erst kleine Portionen der gefrorenen Früchte pürieren, dann die Banane und den Orangensaft hinzugeben und nochmals pürieren.

Das Rezept für Crêpes findet Ihr im Post Paris et Crêpes

 
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Verfasst von - Januar 29, 2013 in gluten free / glutenfrei, snack, vegan

 

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Shakshuka and a weekend in Boston

When I was in Boston this May – just for the weekend – to celebrate Emily’s graduation from Harvard we went to a new bakery and café at Cambridge.

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It’s called Tatte. It’s the perfect place for a breakfast. I have to tell you that Emily even didn’t know that I was coming. I talked to her husband and told him about my surprise. So we made a plan. He wasn’t allowed to tell anyone about it except Emily’s sister and her parents because they were also in town.

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When I arrived in Boston in the evening I just had some dinner at P.F. Chang and went to bed early. I was so tiered because I was in Paris that week, just went home to change some cloths and flew to Boston.

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Anyway the next morning I went to Emily’s house. I was so nervous when I rang the bell. So Emily came downstairs and smiled to me. She opened the door, said „hi“ and at this moment she realzied that something doesn’t fit in the picture. She was shocked in a positive way. „Oh mein Gott, was machst Du denn hier? Oh mein Gott…“. Her face was priceless. I never ever saw anyone so surprised, full of joy and happy. It was indescribable.

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We all went together at Tatte to have an amazing breakfast. It was the perfect place. I like the furnishings so much. It was a perfect mix of old and new. Oh and they have some terrific brownies and iced tea! Choose whatever you want and it will be so yummy. Unfortunately they don’t serve gluten free bread but you will find some gluten free friendly meals.

I had some Shakshuka. It’s a traditional North African dish with eggs, pepper & tomato.

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Why I’m telling you this story now? I made some Shakshuka this morning which was delicious. It always reminds me of this short and beautiful weekend in Cambridge and Boston.

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Shakshuka is a perfect start for a weekend. It’s warm and light and it always reminds me of some good moments. Enjoy!

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Shakshuka {Eggs Poached in Spicy Tomato Sauce}

      400 ml tomato sauce
      6 cherry tomatoes
      1 small yellow bell pepper, diced into small chunks
      1 small red bell pepper, diced into small chunks
      1 cloves garlic, minced
      1 medium yellow onion, diced into medium chunks
      1 teaspoon harissa
      1/4 teaspoon paprika
      1 teaspoon honey
      2-4 eggs
      1 1/2 tablespoon olive oil
      sea salt and pepper to taste
      1 tablespoon chopped flat-leaf parsley
      (gluten free) bread, for serving

In a skillet, heat the olive oil over medium heat. When hot, add the harissa and cook for 2-3 minutes. Add the minced garlic, onion, paprika and bell peppers. Cook another 2 minutes and add the tomato sauce, honey and cherry tomatoes. Cook for 5 minutes and season with salt and pepper as necessary.

Crack eggs over sauce so that eggs are evenly distributed across sauce’s surface. Cook until yolks are just set, about 5 minutes.

Sprinkle with parsley and serve with bread for dipping.

Shakshuka {pochierte Eier in pikanter Tomatensoße}

      400 ml Tomatensauce
      6 Cherrytomaten
      1 kleine gelbe Paprika, in kleine Stücke gewürfelt
      1 kleine rote Paprika, in kleine Stücke gewürfelt
      1 mittlere Zwiebel, klein gewürfelt
      1 Knoblauchzehe, fein gehackt
      1 TL Harissa (scharfe Gewürzpaste, gibt es z. B. beim türkischen Gemüsehändler)
      1/4 TL Paprikapulver
      1 TL Honig
      Meersalz und Pfeffer zum Abschmecken
      2-4 Eier
      1 1/2 TL Olivenöl
      1 TL gehackte Petersilie (glatt)
      (glutenfreies) Brot zum Dippen

In einer Pfanne das Olivenöl bei mittlere Hitze erwärmen. Wenn das Öl heiß ist, das Harissa hinzugeben und ca. 2-3 Minuten anbraten. Anschließend die Zwiebeln, Paprika, Knoblauch und das Paprikapulver hinzugeben. Für weitere 2 Minuten andünsten. Nun die Tomatensauce mit dem Honig und den Tomaten hinzugeben. Gut umrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Für weitere 5 Minuten kochen.

Die Eier über der Pfanne zerschlagen und direkt in die Soße geben. Die Eier in der Soße kochen, bis das Eigelb langsam fest wird (ca. 5 Minuten).

Mit Petersilie bestreuen und mit Brot zum Dippen servieren.

 

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Spicy Mock Ragù

Ich hoffe, Ihr hattet alle einen schönen Tag. Meiner verlief leider nicht ganz so, wie ich ihn mir vorgestellt habe. Ich war wirklich sehr erbost und habe einen Schmollmund gezogen, aber wisst Ihr eigentlich, wie anstrengend das ist? Es hat mir einfach keinen Spaß gebracht und dann habe dann irgendwann damit aufgehört. Stattdessen habe ich mich lieber mit dem Abendessen beschäftigt und mich gewundert, was einige Menschen so treiben. Erst sitzen sie zerbrechlich als alter Mann getarnt in der S-Bahn und dann laufen sie schnurstraks die Straße runter und sammeln Kartons vor Ladengeschäften ein. Leider war ich zu hungrig und konnte nicht noch fragen, was er (also der Mann) mit den Kartons so vor hatte. Zum Umzug haben sie sich jedenfalls nicht geeigent.

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Gut! Wo war ich? Ach ja! Eigentlich wollte ich Euch heute von der Operation „Schwarzwald“ erzählen. Der aufmerksame Leser erinnert sich, dass ich von Trips nach Paris und in den Schwarzwald sprach. Ich melde, die Aktion erfolgreich abgeschlossen zu haben. Aber das würde jetzt einfach den Rahmen sprengen. Darum verschiebe ich die Geschichte und die Fotos meines absolut aufregenden Wochenendtrips auf das nächste oder übernächste Mal.

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Stattdessen teile ich heute mit Euch mein super simples und sehr günstiges Abendessen. Ich weiß, dass jeder von Euch seine eigene Bologenese oder Hacksoße oder wie-auch-immer-Ihr-es-nennt Gericht hat. Ich nenne es seit heute übrigens Spicy Mock Ragù. Es hört sich etwas aufregender als Hacksoße an. Bolognese kann ich es schlecht nennen, da diese immer aus Mörchen und Sellerie besteht. Aber das kann ich mir nicht leisten, denn ich muss sparen. Ohwohl jeder von Euch sein eigenes Familienrezpet haben wird, teile ich meins dennoch mit Euch. Erstens kann man sich manchmal doch noch von anderen insprieren lassen und zweitens kocht der eine oder andere ja vielleicht nur mit der Maggie (oder Knorr) und will unbedingt mal was Neues lernen.

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Mit meiner Pasta spart Ihr natürlich auch noch Geld, denn Ihr wisst ja, dass Ihr keine Möhrchen und Sellerie benötigt. Sparen ist übrigens immer gut, dann könnt Ihr das Geld nämlich in andere Dinge investieren. Oder aber, Ihr habt es bereits investieriert. Jedenfalls habe ich eine kleine Liste vorbereitet, die Ihr natürlich gerne ergänzen könnt.

Du musst ab sofort nur noch low budget Gerichte kochen, weil

  • Du ein Flugabo zwischen Hamburg und Boston hast (HVV kann ja jeder)
  • Du Dir die neusten Louboutins gekauft hast.
  • Du jeden Tag mit dem Taxi ins Büro fährst, um Dir Deine neuen Louboutins nicht zu ruinieren.
  • Du ein Ticket für das Endspiel der EM hast.
  • Du alle Apple Produkte hast, die es gibt, obwohl Du sie gar nicht bedienen kannst.
  • Du Dir wie die Queen eine Bentley Sonderanfertigung gemacht hast.
  • Deiner Freundin einen extra nur für sie angefertigten Tiffany Verlobungsring geschenkt hast.
  • Dein schmutziges Geschirr nach dem Essen immer komplett entsorgst, um Dir so den Abwasch zu sparen.
In diesem Sinne, lasst uns Spicy Mock Ragù kochen!

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Spicy mock ragù

  • 250 g Rinderhack
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 mittelgroße Zwiebel, fein hacken
  • 2 Knoblauchzehen, fein hacken oder pressen
  • 3/4 cup Rotwein*
  • 330 g Tomatensoße* (z. B. Salsa Pronta Di Pomodorino Ciliegino von Agromonte)
  • 1 TL Zucker
  • Meersalz
  • 1 getrocknete Chili, fein gehackt
  • eine handvoll frischer Oregano und Basilikum, klein hacken
  • 2 EL getrockneter Oregano
  • 200 g (glutenfreie) Nudeln Deiner Wahl
  1. In einer gußeisernen Pfanne* das Olivenöl erhitzen und die Zwiebeln anbraten, bis sie glasig sind.
  2. Das Hack und das Chili hinzugeben und scharf anbraten. Etwas salzen. Dabei immer wieder wenden, bis das Fleisch schön krümmelig und knusprig wird. Bei mir hat es ungefähr 5 Minuten gedauert.
  3. Mit Rotwein ablöschen und etwas einkochen lassen.
  4. Die Tomatensoße, die Kräuter, den Zucker und den Knoblauch hinzugeben. Alles gut umrühren, die Hitze reduzieren und bei niedriger Temperatur mindestens 30 Minuten garen. Je mehr Zeit Ihr dem Gericht gibt, desto aromatischer wird es.
  5. Nach 30-60 Minuten die Nudeln nach Packungsanleitung kochen. In der Zwischenzeit die Soße noch mal abschmecken und ggf. nachwürzen.
  6. Sollte die Soße in der Zwischenzeit zu sehr eingekocht sein, könnt Ihr ganz wenig von dem Nudelwasser unterrühren (ich empfehle mit 1-2 EL zu starten.
  7. Die Pasta mit der Soße servieren und ein Glas Wein dazu genießen.
Weinempfehlung: SPIER Merlot 2010 (Südafrika, trocken)

Tipps

  • Ich beziehe meine Tomatensoße aus einem italienischen Supermarkt. Sie ist wirklich lecker, aber auch schon leicht gesalzen. Solltet Ihr also eine fertige Soße verwenden, geht sparsam mit dem Salz um. Nachwürzen geht immer.Noch besser ist natürlich eine selbstgemachte Tomatensoße, aber mir sind die Tomaten momentan noch nicht tomatig genug bzw. sehr teuer (zumindest die, die mal nach Tomate schmecken). Ihr wisst ja, ich muss sparen.
  • Nehmt zum Kochen unbedingt einen Rotwein, den Ihr auch trinkt. Ich erwähne es extra, da ich mir mein Essen einmal mit einem Wein verdorben habe (ja ja, die geizigen Deutschen). Wer keinen Rotwein mag und die restliche Falsche nicht verwenden kann, schicke ihn bitte zu mir. Alternativ kann man natürlich auch mit einem Weißwein kochen, aber der Rotwein rockt! Glaubt mir!
  • Wer keine gußeiserne Pfanne hat, geht am besten sofort los und kauft sich eine. Die sind zwar in der Anschaffung teuer, aber das Ergebnis ist einfach super. Wer sparen muss, nimmt einfach die Pfanne, die er zu Hause hat. Bei beschichteten Pfannen kann sich eventuell sehr viel Flüssigkeit bilden, die durch das Braten (oder sehr billiges Fleisch) entsteht. Wenn das Fleisch zu sehr in einer Wasser-Öl Mischung schwimmt, löffelt es ab.

Hinweis

Ich wünschte, das ich wenigstens einen der Gründe mit ja beantworten könnte. Immerhin arbeite ich bereits an diesem Flugabo. Ich ruf mal bei KLM an und frag, was eine Monatsfahrtkarte kosten würde. Und während ich auf die Antwort warte, esse ich erst mal Schokoerdbeeren. Gute Nacht und süße Träume!

 

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Strawberry Banana Baked Oatmeal

Falls Ihr so viel vor habt wie ich heute, solltet Ihr den Tag mit etwas Gesundem beginnen. Ja, einen Muffin zum Beispiel oder gar einem Cookie. Das Problem dabei ist vielleicht nur, dass es nicht so viel Energie gibt. Wenn Ihr also Euren Garten umgraben, mit dem Fahrrad einmal quer über Sylt flitzen oder gar den Dachboden und oder Keller entrümpeln wollt, empfehle ich Baked Oatmeal. Es ist warm, lecker, süß und so nahrhaft.

Einen Schönheitswettbewerb kann man mit dem Gericht nicht gewinnen. Bei einem indischen Curry ist es übrigens ähnlich. Das schmeckt immer tausend Mal besser als es ausschaut. Vielleicht können besonders talentierte Food Designer auch bei einem Baked Oatmeal oder Curry die fotogene Seite raus kitzeln, so viel Talent besitze ich dann aber doch nicht. Außerdem muss ich ja noch den Keller entrümpeln, meine Koffer packen (ja, ich verreise quasi; nach Paris und in den Schwarzwald) und Eis essen gehen. Also bleibt mir gar nicht so viel Zeit, um eine Fotosession zu veranstalten.

Schneidet eine Banane in Scheiben und bestreut sie mit Zimt.

Mix it!

Der aufmerksame Leser erkennt natürlich sofort, dass der Haferflockenmix in Mandelmilch schwimmt. Hiermit ist also die Frage beantwortet, was man mit Mandelmilch machen kann, außer sie zu trinken.

Noch ein paar Kleckse auf den Haferflockenmix und ab damit in Ofen!

Here you go – strawberry banana baked oatmeal. Enjoy!

Falls sich jemand über die Flecken auf dem Holzbrett und dem Holzlöffel wundert, habe ich hierfür natürlich eine Erklärung. Das ist Regen! Wegen der schlechten Lichtverhältnisse bin ich schnell mit dem Oatmeal nach draußen gelaufen. Es fing dann natürlich sofort an zu regnen. Ich also schnell wieder die Treppen hoch mit dem Oatmeal. Welch ein Glück wohne ich nicht im Hochhaus mit kaputten Fahrstuhl.

So, ich gehe mal raus, ein Eis essen. Das Wetter ist für den Keller viel zu gut.

Strawberry Banana Baked Oatmeal

  • 1 Banane
  • 1 TL Zimt
  • 1 TL Zucker
  • 1 TL Butter / Margarine
  • 8 mittelgroße Erdbeeren (oder nach Geschmack)
  • 2 EL Haselnüsse, gehackt
  • 1 cup Haferflocken (glutenfrei)
  • 1 cup Mandelmilch oder Milch nach Wahl*
  • 2 EL Butter / Margarine in Scheiben
  1. Den Ofen auf 200° C vorheizen.
  2. Die Banane in Scheiben schneiden und mit Zimt und Zucker bestreuen. In einer beschichteten Pfanne mit einem Klacks Butter (1 TL) anbraten, bis sie weich sind und leicht geröstet sind.
  3. In der Zwischenzeit 5 Erdbeeren in kleine Stücke schneiden. Die restlichen Erdbeeren in Scheiben schneiden und beiseite legen.
  4. In einer Schüssel die Haferflocken, die gestückelten Erdbeeren, die Nüsse und Bananen gut vermixen.
  5. Den Haferflockenmix in eine ofenfeste Form geben und mit Milch übergießen. Mit Erdbeerscheiben verzieren und die restliche Butter in feinen Scheiben auf den Mix geben.
  6. Bei 200° C ca. 30-40 Minuten backen oder bis keine Flüssigkeit mehr vorhanden ist.
  7. Warm genießen. Wem es nicht süß genug ist, der streut sich noch Zimt und Zucker auf das Baked Oatmeal.

* Anmerkungen:

Ich habe das Baked Oatmeal sowohl mit gekaufter Mandelmilch als auch mit selbstgemachter Mandelmilch gegessen. Die gekaufte Mandelmilch ist so süß, das man selbst den Zucker auf den Bananen nicht wirklich braucht. Bei der selbst gemachten Mandelmilch würde ich den süßen Lesern empfehlen, noch ca. 2-3 EL Zucker unter den Haferflockenmix zu geben.

Baked Oatmeal schmeckt übrigens auch sehr gut mit Sojamilch. Ich habe keinen zusätzlichen Zucker benötigt.   Wer jedoch gerne süß isst, dem reicht der Fruchtzucker vermutlich nicht. Daher zuckert Eure Haferflockmix sonst gerne mit 2 EL Zucker.

 

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