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Archiv der Kategorie: breakfast / Frühstück

Cranberry & Pistazien Kuchen

Und, wie läuft das neue Jahr so bei Euch? Ich habe festgestellt, dass sich eigentlich nichts geändert. Gut, war jetzt auch nicht anders zu erwarten.

Die Sonne geht immer noch morgens auf, es ist die meiste Zeit dunkel, verregnet oder grau, in der Mittagspause diskutieren wir immer noch über die absurdesten Dinge und die Zeit rennt auch im neuen Jahr einfach nur so dahin.

20140106-ZAJ_3665Cranberry Bread

 

Da ich keine guten Vorsätze hatte, die ich schweißtreibend hätte umsetzen müssen, kann ich mich also entspannt zurücklehnen.

20140106-ZAJ_3542Cranberry Bread

Statt wie alle anderen ins Sportstudio zu rennen, habe ich mich mit Kuchen backen beschäftigt. Und das gleich zweimal! Vor einigen Wochen hatte ich das Rezept bei Aran gesehen und war so verliebt! Cranberrys und Pistazien? Hmmm!

 

Außerdem war die Zutatenliste recht kurz, was bei glutenfreiem Gebäck auf Grund der verschiedenen Mehlsorten (die leider notwendig sind) nicht immer selbstverständlich ist.

20140106-ZAJ_3551Cranberry Bread 

Inspiriert von Arans wunderschöner Backform wollte ich den Kuchen unbedingt in einer Gugelhupfform backen. Natürlich weiß ich, dass ich überhaupt keinen Kuchen in so einer Form backen kann, weil die Hälfte des Teigs IMMER kleben bleibt. Ja ja Justus, ich fette die Form ein!

Auch so wunderbare Tricks wie das Bestreuen mit Grieß helfen bei mir nicht. Ich habe auch schon mehrere Formen ausprobiert, es ist immer ein Desaster. Dabei finde ich Gugelhupfkuchen unglaublich chic!

20140106-ZAJ_3640Cranberry Bread

Beim ersten Versuch habe ich statt Pistazien Schokolinsen verwendet. Das lag daran, dass ich den Kuchen zum Kaffeeklatsch mitbringen wollte und einer der Gäste eine Teilnussallergie hat (Mandeln gehen, nur falls jemand das Rezept aufmerksam bis zum Ende liest).

Die Idee war in zweierlei Hinsicht nicht sonderlich brilliant!

20140106-ZAJ_3546Cranberry Bread

Nicht nur, dass die Schokolinsen schlecht schmeckten, nein, sie haben sich am Boden der Form abgesetzt, was dazu führte, dass die hübschen Kuppeln leider in der Form blieben. Der Kuchen hatte doch leichte Ähnlichkeiten mit einer zerklüfteten Gebirgslandschaft.

Zusätzlich habe ich die Menge der Cranberrys einfach mal reduziert, weil ich zu faul war, 1,5 Cups zu halbieren. Das war im Hinblick auf die viel zu süße Schokolade eine sehr schlechte Idee.

Ach ja, und auf die Zitronenschale habe ich auch verzichtet, weil mir das ebenfalls zu viel Arbeit gewesen ist. Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr komme ich zu dem Entschluss, dass ich den Kuchen nicht wirklich nachgebacken habe. Geschmeckt hat er!

20140106-ZAJ_3653Cranberry Bread

Dennoch war ich mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Zu süß, zu wenig fruchtig und vor allen Dingen zu unfotogen!

Also habe ich den Kuchen nochmals gebacken und mich dieses Mal fast haargenau ans Rezept gehalten. Das Ergebnis: wundervoll! Der Kuchen ist saftig, leicht und nicht zu süß. Das nächste Mal würde ich allerdings doch wieder weniger Beeren nehmen, da es mir ein wenig zu fruchtig war. 

Ich habe mich mit einem Stück Kuchen und einer Tasse zurück gelehnt und mich in Urlaubserinnerungen schwelgen lassen. Denn sowohl optisch als auch geschmacklich erinnerte er mich an einen leichten Sommertag!

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Ich wünsche Euch einen fantastischen Donnerstagabend! Lasst es Euch gut gehen (ich bin bereits den ganzen Tag so etwas von überrascht, dass Donnerstag ist, dass ich jedes Mal vor Freude in die Hände klatsche. Scheinbar habe ich ein Kurzzeitgedächtnis, dass sich immer zurück auf Dienstag stellt).

Cranberry & Pistachio Bread

Das Originalrezept findet Ihr bei Terrain. Ich habe das Rezept ein wenig abgewandelt und in Gramm umgerechnet. Das Öl habe ich tatsächlich in Gramm abgewogen.

  • 160 g Zucker
  • 2 Eier
  • 1 Vanilleschote
  • 180 g Apfelmus (aus 2 Äpfel, geschält, entkernt)
  • 110 g Sonnenblumenöl
  • 120 g Reismehl
  • 60 g gemahlene Mandeln
  • 30 g Tapiocastärke, alternativ Maisstärke
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 50 g Pistazien, gehackt
  • 160 g frische Cranberries, die Beeren halbieren (ich würde 100 g Beeren empfehlen)

Die Vanilleschote auskratzen und das Mark in eine große Schüssel geben.

In einem kleinen Topf die geschälten und entkernten Äpfel mit der ausgekratzten Vanilleschote und etwas Wasser (Boden muss leicht bedeckt sein, ca. 2 EL Wasser) zum Kochen bringen. Ca. 10 Minuten kochen lassen oder bis die Stücke so weich sind, das man sie pürieren kann. Sollten die Äpfel sehr viel Flüssigkeit abgegeben haben, diese vorher abgießen.

Den Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine Backform (z. B. Kastenform, 23 cm lang) mit Backpapier auslegen oder mit Fett ausfetten.

Die Eier, das Öl und den Zucker zu dem Vanillemark geben und sehr cremig rühren.

In einer anderen Schüssel das Reismehl mit den gemahlenen Mandeln, der Stärke, dem Salz und Backpulver gut verrühren.

Die Mehlmischung in die Ei-Zuckermischung rühren. Am Schluss die Pistazien und Cranberrys unter die Teigmasse geben.

Bei 180°C ca. 30-40 Minuten backen lassen (ggf. Stäbchenprobe machen). Den Kuchen erst in der Form etwas auskühlen lassen und anschließend auf einem Rost komplett erkalten lassen.

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Schokoladencrêpes (glutenfrei)

Morgen ist schon der 4. Advent. Ich habe nur eine Adventskerze, die sich immer schlechter anzünden lässt. Und die Christrose, die zu Dekozwecken daneben steht, lässt die Köpfchen hängen. Sie ist aber auch pflegeschwer. Erst war es ihr in der Küche zu kalt (dabei soll sie eigentlich draußen stehen). Dann habe ich sie ins Wohnzimmer gestellt, worauf sie den Hitzetod gestorben ist. Ich bin in Dekozwecken und was die Pflege von Christrosen angeht eine absolute Niete.

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Dafür habe ich eine tolle Idee, was Ihr Euren Kindern oder der Liebsten zum Frühstück servieren sollt! Schokoladencrêpes! Die sind wirklich sehr lecker und die Zutaten habt Ihr sicherlich auch daheim.

Am besten bereitet Ihr den Teig jetzt schon zu (als wenn irgendwer am Samstagabend diesen Post lesen wird), denn dann habt Ihr morgen früh überhaupt keinen Stress. Der Teig soll nämlich laut Rezept mindestens zwei Stunden ruhen.

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Ich mag mal arg bezweifeln, dass jemand Lust hat, früh morgens aufzustehen, um dann zwei Stunden Bügelwäsche zu beseitigen. Wenn ich zur Frühstückszeit wach werde, habe ich jedenfalls keine Lust mehr, 120 Minuten auf mein Essen zu warten. Bestimmt kann man die Ruhezeit auch verkürzen, aber ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, ob es sich negativ auf das Ergebnis auswirkt.

Ich habe bereits sehr viele Fuhren gebacken, um die Crêpes auch wirklich haudünn zu servieren. Irgendwann habe ich mir das Rezept dann noch mal genau durchgelesen (ich lese immer nur die Zutatenliste und davon auch nur die Hälfte). Da stand tatsächlich drin, das ein Crêpe ca. 1/4 cup entsprechend würde, was umgerechnet ca. 60 ml sind. Also habe ich ab dann tatsächlich die Menge abgewogen, da ich vorher immer schwungvoll den Teig in die Pfanne geschüttet habe. Das führte dazu, dass ich nur vier Crêpes statt acht auf dem Teller liegen hatte. Es ist schon erstaunlich was passiert, wenn man sich an das Rezept hält.

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Ich wünsche Euch, ob mit oder ohne Crêpes auf jeden Fall einen tollen, vierten Advent.

Schokoladencrêpes (glutenfrei)

  • 90 g Reismehl
  • 4 EL Speisestärke
  • 2 1/2 EL Kakao (kein Kaaba)
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eier
  • 300 ml Sojamilch
  • 1 TL Vanillaextrakt (kein Aroma)
  • Butter / Margarine zum Braten

In einer Schüssel das Mehl, das Salz, die Stärke und den Kakao gut vermischen. Ich habe die Zutaten vorher durch ein Sieb gemixt, damit es keine Klumpen gibt.  Nun die Eier hinzugeben, nach und nach die Milch und den Vanilleextrakt hinzugießen und währenddessen rühren. Die Masse so lange mixen, bis ein glatter Teig entstanden ist. Den Teig abdecken und für zwei Stunden oder länger in den Kühlschrank stellen.

Das Rezept weist darauf hin, den Teig aus dem Kühlschrank zu nehmen und auf Zimmertemperatur zu bringen. Ich habe darauf verzichtet, weil ich nicht so lange warten kann. Zwei Stunden sind ja wohl schon lang genug.

In einer (Crêpe) Pfanne das Fett auf mittlerer Stufe erhitzen. Den Teig nach und nach (ca. 60 ml) in die Pfanne geben und jeweils 1-2 Minuten von jeder Seite braten.

Mit Staubzucker (Puderzucker), Zimt und Zucker, Marmelade, Nutella (für alle Schokofreaks) oder Früchten servieren.

Ergibt ca. 8-10 Crêpes.

Rezept abgewandelt aus dem Buch La Tartine Gorumade, Recipes for an inspired life

 

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Glutenfreie Kürbisbrötchen – oder was passiert, wenn man Erwachsen sein will

Und, wie war Euer Tag so? Meiner schwankte mehrmals täglich von super duper bis hin zu „ich erschieße gleich jemanden“.

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Super waren die frisch gebackenen glutenfreien Waffeln von Claudia, zu denen ich ganz unverhofft gekommen bin. Danke!!!

Super sind übrigens auch diese kleinen, niedlichen Kürbisbrötchen. Doof ist das nicht wirklich vorhandene Rezept. Und das liegt daran, dass ich zwar weiß, was ich getan habe, ich aber eigentlich niemanden zumuten kann, es so nach zu backen.

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Ich hatte neulich nämlich die brillante Idee, Kürbisbrötchen zu backen. Und weil ich mich für besonders vorausschauend hielt (ich wollte endlich mal nicht ganz so spontan sein, sondern wie ein Erwachsener im Voraus planend agieren), habe ich eine große Schüssel Hefeteig angesetzt. Die eine Hälfte des Teigs habe ich am Abend für Pizza verwendet.

So musste ich also nur noch am nächsten Morgen das Kürbispüree hinzugeben. Ist ja super easy peasy und so wochenendfreundlich. Leider habe ich dabei nicht bedacht, dass Kürbispüree sehr viel Wasser bzw. Feuchtigkeit enthält. Der Teig entwickelte sich innerhalb kürzester Zeit zu einer klebrig, matschigen Angelegenheit.

Glutenfreier Tag braucht grundsätzlich etwas mehr Flüssigkeit. Er geht dann besser auf und auch auf den Backvorgang wirkt sich das ganze hervorragend aus. Verwendet man zu wenig Flüssigkeit, sind die Gebäckstücke kompakt und trocken. Verwendet man allerdings zu viel Flüssigkeit, gelangt der Teig überhaupt gar nicht in den Ofen, weil er nämlich an den Händen kleben bleibt.

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Bei meinem Pizzateig gebe ich nach dem Gehvorgang immer etwas zusätzlichen Mehl hinzu, damit sich der Teig gut ausrollen lässt. Ein bisschen sind 20 g. Gut, ich muss ja nicht laut sagen, dass ich es noch nie gewogen habe. Schätzen kann ich auch nicht. Auf jeden Fall ist es nicht viel, was ich dazu schütte.

Bei den Kürbisbrötchen hatte ich dann den Anspruch, das Rezept akkurat wiederzugeben. Ich dachte ja auch, dass ich nur ein „bisschen“ Mehl hinzugeben muss.

Also habe ich mir anfangs tatsächlich noch Notizen gemacht. 10 g hinzugegeben! Nach 100 g hatte ich keine Lust mehr. Es ist auch total aufwendig, den Teig von den Fingern zu schaben, sie zu waschen, die restlichen Teigreste ins Handtuch zu schmieren, dann das Rezept anzupassen, nur um festzustellen, dass es danach immer noch zu wenig Mehl ist. Ich habe bestimmt letztlich 200 weitere Gramm dem Teig beigemengt.

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Allerdings hat sich der gesamte Aufwand und die Schweinerei gelohnt. Denn die Brötchen waren außen knusprig und innen ganz weich, genau so wie es sein soll.

Für alle Abendteurer unter Euch, habe ich das Rezept so aufgeschrieben, wie ich es gemacht habe. Ich habe absolut Verständnis, dass es niemand nach backen wird, aber als Inspirationsquelle dient es alle mal. Oder aber, Ihr wisst, wie man es definitiv nicht macht!

Ich wünsche Euch noch einen tollen Donnerstagabend!

Kürbisbrötchen

Teig (ich habe von dem Teig nur 250 g verwendet, die andere Hälfte habe ich zum Pizzabacken genutzt)

  • 500 g glutenfreies Mehl Brotmix B von Schär
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 1 EL Zucker
  • einen ordentlichen Schuss Olivenöl (ca. 30 g)
  • 1 TL Meersalz (Achtung: kein Jodsalz, davon dürft Ihr nur wenig nehmen)
  • ca. 450 ml Wasser (lauwarm)

Alle Zutaten gut miteinander vermengen und den Teig abgedeckt an einem ruhigen, warmen Ort gehen lassen. Ich stelle den Teig immer in den leicht angewärmten Ofen (Ofen nur kurz anmachen, gleich wieder ausschalten) und stelle eine Schale kochendes Wasser hinzu. Dadurch geht der Teig noch besser auf.

Kürbisbrötchen   

  • 200 g Kürbispüree
  • 250 g glutenfreier Hefeteig (sie Rezept oben)
  • reichlich glutenfreies Mehl zum Arbeiten ca. 200 g
  • grobes Meersalz zum Bestreuen (optional)
  • Olivenöl zum Bestreichen

Den Ofen auf 200° C vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Das Kürbispüree mit reichlich glutenfreiem Mehl in den Teig kneten. Den Teig in gleich große Portionen teilen (ich habe sie abgewogen, damit alle Brötchen gleichzeitig fertig werden). Die Portionen mit den Händen zu Brötchen rollen / formen, auf das Backpapier legen, mit Olivenöl bestreichen und mit leicht grobes Meersalz drauf streuen.

Die Brötchen (je nach Ofen) ca. 25-30 Minuten backen.

Auf einem Rost auskühlen lassen und lauwarm oder kalt genießen. Die Brötchen am gleichen Tag verzehren oder portionsweise einfrieren.

 

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Pumpkin Pancakes

Pancakes!!!

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Während ich bei meinen vorherigen Pancakes stets Feuer und Flamme gewesen bin, war ich hier doch recht kritisch.
Und das hatte zwei Gründe. Erstens stehe ich diesem ganzen Paleo Hype super kritisch gegenüber und zweitens konnte ich mir nicht vorstellen, dass man aus den wenigen Zutaten, ganz ohne Mehl, wirklich Pancakes braten konnte, die dann auch noch schmecken!

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Das Rezept soll im Ursprung für die Paleo Diät geeignet sein, der ich selbst bzw. der damit verbundenen Modewelle, etwas kritisch gegenüber stehe.
Welche Lebensmittel unter die Kategorie „Paleo“ fallen, entzieht sich meiner Kenntnis. Daher bin ich mir auch noch nicht mal sicher, ob die Pancakes tatsächlich Paleo sind (sagt man das so?). Wenn nicht, möchte ich mich an dieser Stelle schon einmal entschuldigen.

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Die Paleo-, auch Steinzeitdiät genannt, basiert auf Nahrungsmitteln, die bereits in der Steinzeit verfügbar waren (Hallo Wilma und Fred!). Sehr witzig, dachte ich mir! Diese Information hilft mir nicht weiter, da ich nicht in der Steinzeit aufgewachsen bin. Sich rein auf die Wissenschaftler zu verlassen, halte ich für etwas gefährlich, da sie ja nicht wirklich wissen können, ob die Menschen zum Beispiel tatsächlich Pilze, Nüsse oder Honig gegessen haben, nur weil die da gerade irgendwo im Wald rum lagen. Wenn die Menschen nur halb so krüsch (das ist Norddeutsch und steht für wählerisch, mäkelig) waren wie, sagen wir mal meine Kollegen, dann kann man mit dieser Information überhaupt rein gar nichts anfangen.

20131124-ZAJ_2828Pumpkin pancakes

Aber Pessimismus bringt uns nicht voran. Daher nehmen wir einfach mal an, dass die Wissenschaftler recht haben und sich alle Menschen damals von Fleisch, Fisch, Eier, Obst, Gemüse und Kräuter ernährt haben. Ich halte das ja schon mal für eine hervorragende Basis. Milch und Getreide bzw. die daraus verarbeiteten Produkte wie Brot und Nudeln kannten sie damals angeblich noch nicht.
Demnach müsste ich mich praktisch, ohne es zu wissen, den lieben langen Tag paleokonfrom ernähren. Denn schließlich esse ich weder Milch- noch Getreideprodukte. Also habe ich vielleicht doch in der Steinzeit gelebt.

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Natürlich, war ja klar, gibt es noch einen kleinen Haken. Wein, Saft, Kaffee oder Sprudelwasser sind tabu, ebenso Oliven wie auch diverse Fette. Denn das zählt zu den Lebensmitteln, die nur verarbeitet genießbar sind.

Egal. Ich will mich ja gar nicht Paleo Dingsda ernähren, sondern einfach nur diese leckeren Pancakes essen.

Während ich den, nennen wir es mal Teig, verrührte, dachte ich tatsächlich, dass es ein übler Scherz sei. Aber als der Pfannkuchen, wie der Deutsche sagt, in der Pfanne briet, erfüllte ein wohlig warmer Geruch die Küche. Ob der Fred und Wilma Feuerstein damals wirklich schon Zimt und Ahornsirup verwendeten, mag ich jetzt einfach mal bezweifeln, aber das ist auch nicht weiter wichtig.

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Überraschenderweise und das habe ich wirklich nicht angenommen, merkt man überhaupt nicht, dass die Pancakes mehlfrei sind. Sie schmecken lecker und leicht und machen unglaublich satt. Getoppt mit Granatapfelkernen, Bananen und Ahornsirup sind sie ein fabelhaftes Frühstück für ein Winterwochenende!
Pumpkin Pancakes

Rezept minimal abgewandelt von Tracy – Shutterbean

  • 1/3  cup Kürbispüree
  • 1/2 TL gemahlener Zimt
  • ¼ TL gemahlener Ingwer
  • ¼ TL gemahlener Muskat
  • 1 TL Fett (und mehr zum Braten), geschmolzen
  • 2 Eier
  • Ahornsirup und Obst zum Servieren (optional)

Ergibt 3-4 Pancakes.

Die Eier mit dem Kürbispüree, den Gewürzen und dem Fett mit einer Gabel in einer Schüssel verrühren. Eine Pfanne bei mittlere Stufe erwärmen. Den Teig portniert in die Pfanne geben und von jeder Seite ca. 3 Minuten braten oder bis er goldbraun ist.

Mit Ahornsirup und Obst servieren.

Hinweis: je mehr Wasser das Kürbispüree enthält, desto flüssiger wird auch der Teig. Bei mir sahen die Pancakes eher wie Crêpes aus. Lecker waren sie aber dennoch!

 

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Müsli to go oder die gesündesten Kekse der Welt

Das erste Müsli to go, das ganz ohne Milch oder Joghurt auskommt. Wie praktisch ist das denn bitte?

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Statt in der Bahn sitzend mit einem Schälchen Milch oder hochkonzentriert Müsli in den Joghurt rührend, könnt Ihr nun Euer Müsli im handlichen und garantiert kleckerfreien Format mitnehmen. Die anderen Fahrgäste werden Euch sehr dankbar sein.
 

Als ich neulich im Supermarkt stand, überkam mich die Idee, unbedingt mal wirklich gesunde Kekse zu backen. Ich stand geschlagene fünf Minuten vor dem Trockenobst und verglich die getrockneten Früchte. Nebenbei musste ich natürlich die anderen Kunden beobachten, die durchaus interessante Gespräche führten. Ich kann mich einfach nicht auf meine Einkäufe konzentrieren, wenn andere Kunden um mich herum sind. Mütter, die ihren Kindern sagen, dass man keine Milchschnitte, Fruchtzwerge oder Würstchen bräuchte. Ältere Damen, die immer, aber wirklich immer, Buttergebäck kaufen. Und Ehepaare, die über das Abendessen diskutieren.

 
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Ich stand also vor dem Trockenfrüchteregal und sah mich mit einer neuen Herausforderung konfrontiert. Sollte ich nun geschwefelte oder umgeschwefelte Aprikosen nehmen. Und wieso gibt es da überhaupt Unterschiede? Ich konnte mir nicht vorstellen, das Schwefel jetzt so gesund sei, da ich es nicht gerne riechen mag. Auch wenn ich mir sicher bin, dass man den Schwefel nicht schmecken wird, habe ich mich also für die schwefelfreie und somit hässlichen Aprikosen entschieden. Was heißt hässlich. Jeder verbindet Aprikosen mit einem zarten orange oder, um es treffend zu sagen, apricot. Die getrockneten Früchte behalten, so meine Vermutungen, ihre Farbe nur, wenn man sie schwefelt. Ungeschwefelte Aprikosen sehen hingegen wie getrockneten Pflaumen aus. Paradox.
 
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Neben den Aprikosen habe ich Honig unter die Haferflocken und gemahlenen Nüssen gerührt. Das gibt den Keksen eine leichte Süße, die Schokotröpfchen runden das Bild perfekt ab. Wer es lieber süßer mag, kann einfach ein wenig mehr Honig in den Teig tröpfeln lassen. Nehmt einfach eine Kostprobe von dem Teig und entscheidet selbst, ob er Euch süß genug erscheint. Übrigens sind die Kekse wirklich sehr wandelbar. Wer keine Zartbitterschokolade mag, ersetzt diese durch Vollmilch- oder Weißeschokolade (oder lässt sie ganz weg). Die Aprikosen können auch durch anderes Trockenobst ersetzt werden.
 
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Die Kekse sind ein toller Start in den Tag und machen erst mal etwas satt. Meine Mama, die wirklich gerne Kekse isst (und vor allen Dingen viele), genügte einer vollkommen. Weniger ist mehr!

Müsli to go oder die gesündesten Kekse der Welt

  • 110 g Butter
  • 65 g Honig (ich habe flüssigen genommen)
  • 1 Ei
  • 90 (glutenfreie) Feinblatt Haferflocken
  • 60 g Reismehl
  • 40 g gemahlene Mandel
  • 1/2 TL Meersalz
  • 1/2 TL Backpulver
  • 5 getrocknete Aprikosen, in kleine Stücke geschnitten.
  • 50 g Schokotröpfchen (Zartbitter, Vollmilch oder weiße Schokolade, ganz nach Geschmack)
  1. Den Backofen auf 180° C vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.
  2. In einer Schüssel die Butter mit dem Honig und dem Ei cremig rühren.
  3. Nun die Feinblatthaferflocken, Reismehl, gemahlene Mandeln, Backpulver und Meersalz in den Teig geben und gut verrühren. Am Ende die kleinen Aprikosenstückchen samt Schokotröpfchen unterheben.
  4. Mit einem Esslöffel den Teig portionieren. Ich habe jeweils eine Kugel mit den Handflächen geformt und diese dann platt gedrückt. Ihr könnt auch einfach mit zwei Teelöffeln den Teig auf dem Backblech portionieren. Es ist nur wichtig, dass alle Kekse gleich groß sind / gleiche Form haben, damit sie gleichmäßig backen und aus dem Ofen genommen werden können.
  5. Die Kekse im Ofen 8-10 Minuten backen oder bis der Rand goldbraun wird.
  6. Die Kekse auf einem Rost auskühlen lassen und in einer Dose aufbewahren.
 

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Hokkaido Kürbis Muffins mit Streuseln

Mein neuer Lieblingssnack sind diese Pumpkin Muffins mit Haferflockenstreusel.  Streusel machen das Leben einfach besser!

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Ich weiß ich weiß. Jeder hat inzwischen x Rezepte mit Kürbis gepostet, sodass es einem langsamen zum Halse raus hängt. Kürbissuppe hier, Kürbisrisotto dort, geröstete Kürbiskerne, Kürbispizza, Kürbisbrot usw.

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Was ich jedoch an diesem Rezept schätze ist, dass sich die Muffins ganz schnell zu bereiten lassen, sie nicht zu süß sind und sich hervorragend als Snack für unterwegs einpacken lassen.

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Passend zur Jahreszeit habe ich die Muffins mit ein wenig Ingwer und Zimt verfeinert. Ganz dezent natürlich, da ich selbst kein großer Fan von überwürzten Kuchen bin. Ich mag beispielsweise vieles Weihnachtsgebäck nicht sehr gerne, da es mir zu stark nach Zimt und anderen Gewürzen wie Nelken und Kardamon schmeckt.

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Wenn ich verreise, nehme ich gerne ein paar Muffins mit.  Natürlich kann man sich auch ein Stück Kuchen in seine Brotdose legen, aber dieser kann im Gegensatz zu einem Muffin viel schneller austrocknen. Kuchen esse ich am liebsten frisch abgeschnitten. Ganz fürchterlich sind die Scheiben, die bereits stark angetrocknet sind. Die eignen sich nur noch, um sie in den Kaffee zu tunken, was ich allerdings niemals mache.

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Es erinnert mich immer an meine Oma, die gerne einen Keks in den Kaffee tunkte. Ob ihr der Keks besser schmeckte, sie ihn besser kauen konnte oder es eine Modeerscheinung ihrer Jugendzeit war, die sie in wunderbaren Erinnerungen schwelgen ließ, werde ich leider nicht mehr erfahren.

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Die Muffins sind auf Grund des Kürbispürees wunderbar saftig und halten sich in einer Dose mehrere Tage.

Blumen Kaffeetasse

Ich wünsche Euch einen wundervollen Samstag, bis bald!

Hokkaido Kürbis Muffins mit Streuseln

  • 2 Eier
  • 90 g Zucker
  • 100 g Butter / Margarine, geschmolzen
  • 200 g Kürbispürre*
  • 60 g gemahlene Haselnüsse
  • 40 g Reismehl
  • 40 g Buchweizenmehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1/2 TL Natron
  • 1 TL gemahlenen Zimt
  • 1/2 TL gemahlener Ingwer
  • 1 Prise Salz

Optional Streusel

  • 60 kalte Butter
  • 60 Zucker
  • 90 g Feinblatthaferflocken (glutenfrei)
  1. Die Zutaten rasch mit den Händen vermengen und zu einem Streuselteig kneten. Es bleibt auf jeden Fall Teig übrig, der sich einige Tage im Kühlschrank hält. Man kann z. B. herrlich Obst im Ofen mit den restlichen Streuseln überbacken.
  1. Den Backofen auf 180° C vorheizen und ein Muffinblech mit Papierförmchen auslegen.
  2. In einer großen Schüssel die Eier mit dem Zucker schaumig rühren. Die geschmolzene Butter und das Kürbispüree einrühren.
  3. In einer anderen Schüssel die Mehlsorten, gemahlene Haselnüsse, Backpulver, Natron, Zimt, Ingwer und Salz gut vermengen und anschließend in die Kürbismasse rühren.
  4. Die Muffinformen mit dem Teig füllen, ggf. die Streusel über die Muffins bröseln und ca. 17-25 Minuten backen lassen (Stäbchenprobe).

* Ich koche mein Kürbispüree immer aus frischem Hokkaido Kürbis. Der Kürbis muss übrigens nicht geschält werden. Einfach den Kürbis (etwas mehr als 200 g) in kleine Stückchen schneiden und mit etwas Wasser (der Boden des Kochtopfs sollte bedeckt sein) ca. 15 Minuten kochen oder bis die Stücke weich sind. Mit einem Zauberstab zu feinem Mus (stückchenfrei) pürrieren.

 

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Milchreis in Zimt und Apfelmus

Die Herbstmorgen sind auch hier in Portland, Oregan sehr kühl. Die Luft ist feucht, Nebel liegt über der Stadt. Alles wirkt gleich viel ruhiger und verschlafener.

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Perfekt, um langsam mit einem Tee und einer Schüssel Milchreis in den Tag zu starten.

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Ich mag Milchreis wirklich gerne und kann ihn eigentlich zu jeder Tageszeit essen. Passend zum Herbst habe ich ihn mit frischem Apfelmus und Zimt verfeinert.

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Durch das Apfelmus bekommt der Milchreis eine feine fruchtige Note, die jedoch nicht zu aufdringlich ist. Zimt und Ingwer geben dem Ganzen einen herbstlichen Touch. Da ich Vanille wirklich liebe, darf sie natürlich auch in diesem Milchreis nicht fehlen.

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Auch wenn ich nicht unbedingt ein Fan von braunem Zucker bin, passt er doch hervorragend zu dieser süßen Speise. Langsam schmilzt er auf dem warmen Reis. Die Körner, die nicht schnell genug schmelzen, knirschen herrlich im Mund.

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Auch wenn Milchreis optisch nich unbedingt zu den Gerichten gehört mit denen man einen Schönheitswettbewerb gewinnt, so ist er doch unglaublich lecker.

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Milchreis in Zimt und Apfelmus

  • 100 g Milchreis oder Risottoreis
  • 1/2l Sojamilch (Milch Deiner Wahl)
  • 1 TL Zimt
  • 1/2 TL Ingwer
  • 1 Vanilleschote, ausgekratzt

Apfelmus

  • 2 große Äpfel
  • , geschält, entkernt und in kleine Stückchen geschnitten

  • etwas Wasser
    Brauner Zucker zum Servieren

In einem großen Topf den Reis und die Milch samt Zimt, Ingwer, dem Vanillemark und der ausgekratzten Schote gut vermischen und zum Kochen bringen. Dabei immer mal wieder umrühren. Wenn die Milch kocht, die Hitze auf niedrigste Stufe reduzieren und ca. 20-30 Minuten köcheln lassen. Dabei immer wieder umrühren, damit der Milchreis cremig wird. Sollte die Milch zu schnell verkochen oder der Reis am Ende etwas trocken sein, könnt Ihr einfach noch etwas Milch einrühren.

In der Zwischenzeit die Äpfel mit ein wenig Wasser (der Boden sollte bedeckt sein) zum Kochen bringen und kochen bis sie weich sind. Je nach Größe der Äpfel dauert es 7-15 Minuten. Die weichen Äpfel mit einem Zauberstaub pürieren.

Das Apfelmus unter den fertigen Milchreis rühren.

Den Milchreis in Schüsseln servieren und mit braunem Zucker bestreuen.

*Anmerkung: ich koche den Milchreis immer ohne Zucker, da ich ihn beim Essen lieber selber nachsüße.

 

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