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Archiv der Kategorie: gluten free / glutenfrei

Schwedischer Mandelkuchen und warum es am Valentinstag kein Herz für Euch gab

Eigentlich wollte ich Euch zum Valentinstag einen Schokoladenkuchen in Herzform backen. Oder eine Obsttorte in Herzform. Oder irgendwas anderes in Herzform. Ich habe nämlich eine Herzbackform, die schon ganz alt ist. Meine Mutter hat sehr selten darin Kuchen gebacken, weil angeblich der Teig immer so fies in der Form kleben blieb. Pah, ich glaube, sie fand das Herz einfach nur doof.

20140215-ZAJ_4137schwedischer Mandelkuchen

Jedenfalls war der Valentinstag plötzlich da. Also ich wusste schon, dass er immer am 14. Februar jeden Jahres stattfindet – gell Olaf, nicht dienstags, auch wenn es ValenTINSTAG heißt, aber ich war zu beschäftigt mit anderen Dingen.

Dabei habe ich extra super pünktlich Feierabend gemacht, damit ich Euch am Freitag noch mit etwas Süßem beglücken konnte. Statt direkt Heim zu fahren, bin ich aber erst mal ein wenig bummeln gegangen und habe es mir gut gehen lassen. Irgendwann dachte ich mir, dass die Blogs eh schon überfüllt sind mit Schokoladencremes, Erdbeereis und Baisetörtchen. Da muss ich nicht auch noch mit einem Herzdingsda um die Ecke sausen, bei dem die Hälfte der Leserzahl aus Prinzip gegen den kommerziell gestalteten Valentinstag gewittert hätten.

20140215-ZAJ_4151schwedischer Mandelkuchen

Also, kein Valentinstagbeitrag auf meinem Blog. Stattdessen habe ich Sushi in der Stadt gegessen. Ganz alleine, da ich niemanden kenne, der so spontan Zeit hatte. Natürlich war ich im Restaurant nicht alleine, sondern mit mir sehr viele andere Geschäftsleute und vielleicht ein paar Touristen.

Ich mag keine Sushi Restaurants, die mit all you can eat werben. Ich möchte nur das bezahlen, was ich auch wirklich esse, dafür allerdings in allerbeste Qualität. Statt dem typischen Sushiband, das an seinen Gästen vorbeirattert, gibt es hier eine Kühltruhe in der abgepackte kleine Sushihäppchen liegen. In der offenen Küche gibt eine Maschine, welche die kleinen Sushi Dinger einzeln oder in zweier Paketen in Zellophanfolie einwickelt. Was für eine praktische Erfindung, die garantiert  nur  von einem Japaner kommen kann! Jedenfalls nimmt man sich die Sushi aus der Kühltheke, die man gerne essen möchte. Das finde ich total toll, da ich bei den abgepackten Versionen meist etwas nicht mag oder nicht vertrage (dieses Krebsersatzfleisch ist wirklich eines der überflüssigsten Lebensmittel, die es gibt). Mit den Paketen in der Hand steht man in einer Schlange an, bezahlt dann und gibt die Sushi ab. Im Austausch erhält man eine Nummer, nimmt irgendwo im Laden platz und wartet darauf, dass einem das Sushi gebracht wird. Natürlich wickeln die netten Damen das Sushi dann für einen aus, legen es auf ein Holzbrett (es heißt bestimmt anders, aber ich kleiner Bauer drücke mich gerne platt aus) und servieren es dann mit einer Schale Grünen Pulvertee. Ich finde das wirklich ganz liebreizend.

20140215-ZAJ_4147schwedischer Mandelkuchen

Wenn man alleine ist, kann man sich die Wartezeit mit dem Schauen eines Japans Videos vertreiben, in dem hübsche Landschaften, eine lange Brücke und hin und wieder auch Menschen, die zum Beispiel tanzen, gezeigt werden. Der Film läuft mit japanischen Untertitel und im Hintergrund plätschert japanische Musik. Ich kann kein Japanisch und denke mir daher meinen eigenen Untertitel aus. Ich finde Filme mit Untertiteln in der Landessprache irgendwie merkwürdig. Aber vielleicht sind die Japaner so wissbegierig, dass sie unbedingt möglichst viel Informationen aufsaugen möchten, auch wenn sie nur ein daher plätscherndes Video schauen.

Nach der kleinen Sushi Stärkung war ich übrigens noch guter Dinge, es pünktlich nach Hause zu schaffen, zu backen und dann das Ganze schnell noch zu fotografieren.

Aber dann, dann fand ich mich auf einmal in der Buchhandlung mit dem neuen Buch von Zucker Zimt und Liebe wieder. Natürlich hätte ich das Buch einfach kaufen können, um es ausgiebig daheim zu bestaunen. Da ich aber bereits in vielen Buchhandlungen in den letzten Wochen gewesen bin und keine das Buch vorrätig hatte, musste ich es an Ort und Stelle durchblättern! Solltet Ihr kein Fan von Kochbüchern sein, stellt Euch einfach vor, dass Ihr die neuste Ausgabe vom Automagazin, Insekten der Tundra oder aber Malen nach Zahlen in den Händen haltet.

20140215-ZAJ_4146schwedischer Mandelkuchen

Das Buch von Jeanny ist wirklich zauberhaft geworden. Hochwertig gebunden mit wunderschönen Aufnahmen ihrer zuckersüßen Gebäckstücke! Auch wenn es sich hierbei um kein gluten- und milchfreies Backbuch handelt, kann man sich dennoch wunderbar inspirieren lassen und die Rezepte eben ein wenig umwandeln. Geschmacklich tut es, behaupte zumindest ich, dem ganzen keinen Abbruch.

Ich habe mich beim Durchlesen des Rezepts sofort in den schwedischer Mandelkuchen verliebt, der, wie Jeanny schreibt, der einfachste Kuchen sei, den sie überhaupt kenne. Einfach ist er und vor allen Dingen geht es schnell. Aufwendige Cremetorten oder mit Fondant überzogen sind ja nichts für mich. Ich habe wenig Geduld und essen mag es dann auch keiner.

20140215-ZAJ_4150schwedischer Mandelkuchen

Dieser Kuchen ist auf jeden Fall wundervoll. Ein bisschen Zitronen, ein bisschen Vanille und ein wenig Mandel. Eine perfekte Kombination. Kuchen aus reinem Mandelmehl sind mir übrigens immer viel zu süß und wuchtig. Bei dieser Variante stimmt einfach alles.

Backt ihn am besten gleich nach, damit Ihr Euch am Wochenende mit einigen Stücken verwöhnen könnt. Lasst es Euch gut gehen!

Schwedischer Mandelkuchen (gluten- und milchfrei)

leicht abgewandelt aus dem Buch Zucker, Zimt und Liebe: Jeannys süße Rezepte

  • 115 g geschmolzene Butter / vegane Margarine
  • 180 g Zucker
  • Abrieb von 1 unbehandelten Zitrone
  • 2 Eier
  • 1 Prise Salz
  • ausgekratztes Mark einer Vanilleschote
  • 90 g Reismehl
  • 30 g Tapiokastärke (oder andere Stärke)
  • 1 Handvoll Mandelblättchen
  • 2 EL Zucker zum Bestreuen

Form: 1 Springform 20 cm oder eine ofenfeste Auflaufform

  1. Den Ofen auf 175°C Ober- und Unterhitze vorheizen
  2. Zucker und Zitronenabrieb mit den Händen vermengen (riecht so gut!)
  3. Die Eier hinzugeben, schaumig rühren, Vanillemark und Salz hinzugeben.
  4. Das Mehl und die Stärke in den Teig rühren, anschließend die flüssige Butter hinzugeben.
  5. Den Teig in eine Form geben, Mandeln drauf legen und mit Zucker bestreuen.
  6. Den Kuchen ca. 25-30 Minuten je nach Form und Ofen backen lassen (Stäbchenprobe).
  7. Den Kuchen auskühlen lassen und dann mit jedem Bissen genießen.
 

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Aloo Gobi – scharfes Blumenkohl-Kartoffel-Curry

Aloo Gobi oder Blumenkohl-Kartoffel-Curry zählt definitiv zu einem meiner Lieblingsessen. Ich habe das Gericht mindestens schon fünf Mal für den Blog gekocht und unzählige Male mehr einfach nur zum Abendessen.

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Curry ist im allgemeinen eines der Gerichte, die zwar super lecker sind, aber meist nicht sonderlich appetitlich aussehen. Allerdings dachte ich mir, dass Ihr Euch vielleicht auf mein Urteil verlasst, wenn ich Euch sage, das es wirklich köstlich ist. Zugegebenermaßen sollte man der indischen Küche generell aufgeschlossen sein.

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Das letzte Mal, als ich Aloo Gobi beim Inder hier in Hamburg bestellte, war ich arg enttäuscht. Es war salzig! Ich meine, so richtig salzig. Scharf würde ich ja verstehen, aber salzig?

Jedenfalls habe ich beschlossen, dass ich Aloo Gobi fortan lieber selber koche. Es ist super simple. Einzig und allein die Gewürze sind etwas exotisch, weshalb ich den Kauf tatsächlich nur empfehle, wenn man gerne indisch isst und Freude am Kochen hat.

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Anders als in der Thai Küche ist Aloo Gobi ein trockenes Curry. Das bedeutet, dass es mit wenig Flüssigkeit gekocht wird. Ich war anfangs absolut skeptisch und habe daher unglaublich viele Rezepte gelesen. Anfangs hielt ich es für Übersetzungsfehler meinerseits, da ich ausschließlich auf englischsprachigen Seiten surfte, da ich die Rezepte hier für authentischer als bei Mein Kochclub hielt. Aber was soll ich sagen, es funktioniert.

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Das Curry wärmt insbesondere an kalten Wintertagen wunderbar und bietet einen herrlichen Kontrast zu dem grauen Winterhimmel. Und wenn man nicht aufpasst, hat man auch gleich noch eine gelbe Küche und gelbe Fingernägel. Kurkuma lautet das Zauberwort, das alles gelb erleuchten lässt. Hübsch, oder? Ich gehe dann mal die Küche putzen und wünsche Euch einen tollen Wochenstart.

Aloo Gobi – Blumenkohl-Kartoffel-Curry mit Basmatireis

  • 1 mittlere Blumenkohl (ca. 400 g), putzen und in kleine Rosetten zurecht schneiden
  • 7 kleine Kartoffeln, geschält und in kleine Würfel geschnitten
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1 EL frisch geriebener Ingwer (entspricht ungefähr einem 2 cm langen Stück)
  • 6 Cherrytomaten
  • 1 Jalapeno
  • 1/2 TL Kreuzkümmelsamen
  • 1 TL gemahlener Cumin
  • 1/2 TL  gemahlener Ingwer
  • 1/2 TL Kurkuma (Achtung: das färbt sehr stark – am besten mit einem Metalllöffel direkt in den Topf geben)
  • ca. 150 ml heißes Wasser
  • 1 EL Olivenöl / vegane Butter
  • Meersalz zum Abschmecken
  • frischer Koriander zum Bestreuen
  • optional: 1 Tasse TK Erbsen
  • 1/2 Tasse Basmati Reis nach Anleitung kochen
  1. In einem großen Topf das Fett herhitzen und zunächst die Gewürze (Kreuzkümmelsamen, gemahlenen Ingwer, Kurkuma und Cumin) einrühren.
  2. Anschließend die Zwiebel, Kartoffeln, Tomaten, Jalpeno und geriebenen frischen Ingwer hinzugeben und gut mit den Gewürzen vermischen. Sobald das Fett aufgesogen ist, einen Schuss heißen Wasser (ca. 50 ml) hinzugeben, kurz umrühren und den Deckel auf den Topf geben. Ca. 7-10 Minuten bei mittlere Hitze köcheln lassen. Hin und wieder umrühren. Sollte die Masse ansetzen, 50 ml Wasser hinzugeben.
  3. In der Zwischenzeit den Reis nach Packungsbeilage kochen.
  4. Nun die kleine Blumenkohlrosen und den Knoblauch unter die Masse rühren (es sollten wirklich nur die Rosen, ohne die langen, dicken Stiele sein).
  5. weitere 7-10 Minuten köcheln lassen, bis der Blumenkohl noch bissfest ist. Die Kochzeit variiert je nach Größe der Blumenkohlröschen. Ggf. noch mal etwas Wasser (50 ml) hinzugeben. Optional: kurz vor Ende ein Tasse Tiefkühlerbsen hinzugeben.
  6. Das Curry mit frischem Koriander und Reis servieren.
 

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Gefüllte Aubergine mit Kichererbsen, Quinoa und Tahini Soße

Januar, ich mag Dich einfach nicht. So sehr ich mich auch bemühe, wir beide werden einfach nicht warm miteinander. Jeden Morgen starre ich auf den Kalender, sehe das gleiche Foto und denke enttäuscht „Mist, immer noch Januar!“. Mir kommt es vor, als wenn der erste Monat des Jahres mehr Tage hat, als die restlichen elf. Das ist natürlich Quatsch.

20140118-ZAJ_3793Gefüllte Aubergine

Die grauen, dunklen Januartage bringen mich fast um den Verstand. Ich bin lustlos, müde und gelangweilt.

Ständig nieselt oder regnet es, Sonnenstunden sind rar.

20140118-ZAJ_3763Gefüllte Aubergine

Umso wichtiger sind mir schöne, gemütliche Abende mit Freunden, lange Spaziergänge wenn die Sonne sich dann mal blicken lässt und ausgewogenes Essen.

20140118-ZAJ_3769Gefüllte Aubergine

Mein Favorit ist momentan gefüllte Aubergine mit Kichererbsen und Quinoa. Eigentlich mag ich keine Aubergine, weil sie so eine merkwürdige Konsistenz und unbeschreiblichen Geschmack hat. Dabei finde ich sie rein äußerlich wunderschön. Dieses tiefe lila spricht mich immer wieder an. Meine bisherigen Versuche, Auberginen raffiniert und köstlichen zu zubereiten, sind bisher immer misslungen.

20140118-ZAJ_3787Gefüllte Aubergine

Als ich kürzlich durch Zufall auf den Blog von AndreaDishing up the Dirt“ gestossen bin, war ich von der Vielfalt der veganen Gerichte absolut begeistert! Während in vegetarischen Gerichten immer der Käse ein Gericht toppt, letztlich der Geschmacksträger ist und das Gemüse meist blass erscheinen lässt, sind in veganen Gerichten die Gewürze und die Kombination der unterschiedlichen Gemüsesorten die Stars! Ich liebe Käse, vertrage diesen aber leider so gut wie gar nicht mehr, sodass ich über jede vegane Inspiration dankbar bin.

20140118-ZAJ_3805Gefüllte Aubergine

Glaubt mir, dieses Gericht ist so toll! Es sättigt ungemein ohne das man sich dabei vollgestopft oder schwer fühlt. Die Soße, die über die gefüllte, warme Aubergine geträufelt wird, sorgt für eine absolute Geschmacksexplosion! Mit einem Glas Rotwein im Kerzenschein ist es das perfekte Abendessen gegen verregnete und graue Tage.

20140118-ZAJ_3791Gefüllte Aubergine

Happy Saturday!

Gefüllte Aubergine mit Kichererbsen, Quinoa und Tahini Soße

Rezept leicht abgewandelt von Dishing up the Dirt

  • 1 große Aubergine
  • Olivenöl
  • 60 g Quinoa
  • 1 Dose Kichererbsen, gut gewaschen und abgetropft
  • 1 kleine Zwiebel, fein gehackt
  • 2 Knoblauchzehen, gepresst
  • 4-6 kleine Cocktailtomaten
  • Chiliflocken
  • Meersalz und Pfeffer
  • glatte Petersilie
  1. Den Ofen auf 200° C Ober- und Unterhitze vorheizen und ein Backblech bereit stellen.
  2. Die Aubergine von dem Strunk befreien und längs halbieren. Mit einem Esslöffel das Fruchtfleisch rauskratzen und beiseite legen. Es läuft sofort braun an, was allerdings nicht den Geschmack beeinträchtigt. Die Auberginenhälften leicht mit Meersalz und frisch gemahlenen Pfeffer bestreuen und mit etwas Olivenöl beträufeln. Die Auberginenhälften mit der Schnittseite auf das Backblech legen und ca. 15-25 Minuten backen lassen, bis sie weich sind und braun sind. Achtung: gut im Auge behalten, da sie auch schnell verbrennen können.
  3. In der Zwischenzeit das Quinao nach Packungsbeilage kochen.
  4. Eine Pfanne mit Olivenöl erhitzen und die Zwiebeln glasig anbraten. Nach und nach das geschnittene Fruchtfleisch der Aubergine, den Knoblauch und die Kichererbsen hinzugeben. Ein paar Chiliflocken (ca. 1/2 TL) drüber streuen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Kurz vor Ende die Tomaten hinzugeben.
  5. Die gebackenen Auberginenhälften mit der Quinoamischung füllen, viel Petersilie drüben streuen und mit der Tahinisoße beträufeln.

Tahini Soße

  • 1/4 cup Tahini (ist eine Paste aus gemahlenen Sesamkörnern und gibt es z. B. beim türkischen Gemüsehändler oder auf dem Wochenmarkt)
  • 2 EL frischer Zitronensaft  oder Limonensaft
  • 1 Knoblauchzehe, gepresst
  • 1/4 Wasser
  • Meersalz und Chiliflocken zum Abschmecken

Alle Zutaten in eine Küchenmaschine geben und solange mixen, bis eine helle Soße entsteht.

 

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Cranberry & Pistazien Kuchen

Und, wie läuft das neue Jahr so bei Euch? Ich habe festgestellt, dass sich eigentlich nichts geändert. Gut, war jetzt auch nicht anders zu erwarten.

Die Sonne geht immer noch morgens auf, es ist die meiste Zeit dunkel, verregnet oder grau, in der Mittagspause diskutieren wir immer noch über die absurdesten Dinge und die Zeit rennt auch im neuen Jahr einfach nur so dahin.

20140106-ZAJ_3665Cranberry Bread

 

Da ich keine guten Vorsätze hatte, die ich schweißtreibend hätte umsetzen müssen, kann ich mich also entspannt zurücklehnen.

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Statt wie alle anderen ins Sportstudio zu rennen, habe ich mich mit Kuchen backen beschäftigt. Und das gleich zweimal! Vor einigen Wochen hatte ich das Rezept bei Aran gesehen und war so verliebt! Cranberrys und Pistazien? Hmmm!

 

Außerdem war die Zutatenliste recht kurz, was bei glutenfreiem Gebäck auf Grund der verschiedenen Mehlsorten (die leider notwendig sind) nicht immer selbstverständlich ist.

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Inspiriert von Arans wunderschöner Backform wollte ich den Kuchen unbedingt in einer Gugelhupfform backen. Natürlich weiß ich, dass ich überhaupt keinen Kuchen in so einer Form backen kann, weil die Hälfte des Teigs IMMER kleben bleibt. Ja ja Justus, ich fette die Form ein!

Auch so wunderbare Tricks wie das Bestreuen mit Grieß helfen bei mir nicht. Ich habe auch schon mehrere Formen ausprobiert, es ist immer ein Desaster. Dabei finde ich Gugelhupfkuchen unglaublich chic!

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Beim ersten Versuch habe ich statt Pistazien Schokolinsen verwendet. Das lag daran, dass ich den Kuchen zum Kaffeeklatsch mitbringen wollte und einer der Gäste eine Teilnussallergie hat (Mandeln gehen, nur falls jemand das Rezept aufmerksam bis zum Ende liest).

Die Idee war in zweierlei Hinsicht nicht sonderlich brilliant!

20140106-ZAJ_3546Cranberry Bread

Nicht nur, dass die Schokolinsen schlecht schmeckten, nein, sie haben sich am Boden der Form abgesetzt, was dazu führte, dass die hübschen Kuppeln leider in der Form blieben. Der Kuchen hatte doch leichte Ähnlichkeiten mit einer zerklüfteten Gebirgslandschaft.

Zusätzlich habe ich die Menge der Cranberrys einfach mal reduziert, weil ich zu faul war, 1,5 Cups zu halbieren. Das war im Hinblick auf die viel zu süße Schokolade eine sehr schlechte Idee.

Ach ja, und auf die Zitronenschale habe ich auch verzichtet, weil mir das ebenfalls zu viel Arbeit gewesen ist. Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr komme ich zu dem Entschluss, dass ich den Kuchen nicht wirklich nachgebacken habe. Geschmeckt hat er!

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Dennoch war ich mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Zu süß, zu wenig fruchtig und vor allen Dingen zu unfotogen!

Also habe ich den Kuchen nochmals gebacken und mich dieses Mal fast haargenau ans Rezept gehalten. Das Ergebnis: wundervoll! Der Kuchen ist saftig, leicht und nicht zu süß. Das nächste Mal würde ich allerdings doch wieder weniger Beeren nehmen, da es mir ein wenig zu fruchtig war. 

Ich habe mich mit einem Stück Kuchen und einer Tasse zurück gelehnt und mich in Urlaubserinnerungen schwelgen lassen. Denn sowohl optisch als auch geschmacklich erinnerte er mich an einen leichten Sommertag!

20140106-ZAJ_3650Cranberry Bread

Ich wünsche Euch einen fantastischen Donnerstagabend! Lasst es Euch gut gehen (ich bin bereits den ganzen Tag so etwas von überrascht, dass Donnerstag ist, dass ich jedes Mal vor Freude in die Hände klatsche. Scheinbar habe ich ein Kurzzeitgedächtnis, dass sich immer zurück auf Dienstag stellt).

Cranberry & Pistachio Bread

Das Originalrezept findet Ihr bei Terrain. Ich habe das Rezept ein wenig abgewandelt und in Gramm umgerechnet. Das Öl habe ich tatsächlich in Gramm abgewogen.

  • 160 g Zucker
  • 2 Eier
  • 1 Vanilleschote
  • 180 g Apfelmus (aus 2 Äpfel, geschält, entkernt)
  • 110 g Sonnenblumenöl
  • 120 g Reismehl
  • 60 g gemahlene Mandeln
  • 30 g Tapiocastärke, alternativ Maisstärke
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 50 g Pistazien, gehackt
  • 160 g frische Cranberries, die Beeren halbieren (ich würde 100 g Beeren empfehlen)

Die Vanilleschote auskratzen und das Mark in eine große Schüssel geben.

In einem kleinen Topf die geschälten und entkernten Äpfel mit der ausgekratzten Vanilleschote und etwas Wasser (Boden muss leicht bedeckt sein, ca. 2 EL Wasser) zum Kochen bringen. Ca. 10 Minuten kochen lassen oder bis die Stücke so weich sind, das man sie pürieren kann. Sollten die Äpfel sehr viel Flüssigkeit abgegeben haben, diese vorher abgießen.

Den Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine Backform (z. B. Kastenform, 23 cm lang) mit Backpapier auslegen oder mit Fett ausfetten.

Die Eier, das Öl und den Zucker zu dem Vanillemark geben und sehr cremig rühren.

In einer anderen Schüssel das Reismehl mit den gemahlenen Mandeln, der Stärke, dem Salz und Backpulver gut verrühren.

Die Mehlmischung in die Ei-Zuckermischung rühren. Am Schluss die Pistazien und Cranberrys unter die Teigmasse geben.

Bei 180°C ca. 30-40 Minuten backen lassen (ggf. Stäbchenprobe machen). Den Kuchen erst in der Form etwas auskühlen lassen und anschließend auf einem Rost komplett erkalten lassen.

 

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Champagner Granatapfel Cocktail

Hey!

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Ich habe für Euch Champagner mit Granatapfelkernen gemixt. Okay, es ist Sekt, aber ich nenne immer alles Champagner, was sprudelt und prickelt. Ich mag das Wort einfach sehr gerne.

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Das ist übrigens die zweite Runde des Cocktails. Es war nämlich so. Ich hatte eigentlich nur eine Piccoloflasche gekauft, da ich nicht vorhatte, 0,75 l gegen Mittag ganz alleine zu trinken. Findet mal auf die Schnelle jemanden, der kurz zum Austrinken vorbeikommen kann. Ich frage mich, was die anderen Blogger mit ihren ganzen Cocktails machen. Ob sie die wohl alleine trinken?

Jedenfalls öffnete ich also die kleine Flasche, schüttele sie noch mal ordentlich, damit der Sekt auch schön aus der Flasche raus läuft und was sehe ich? Die Flasche hatte nur einen Schraubverschluss. Gott denke ich! Wie billig ist das denn? (Gut, der Sekt war auch wirklich billig). Ich habe mir dann überlegt, auf den Korken zu verzichten und richte also alles her.

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Die Aufnahmen waren mässig, weil es an dem Tag stark bedeckt war. Um es anders zu sagen, der Himmel glänzte in einem deprimierenden grau.

Der Cocktail übrigens auch. Er war zwar nicht grau, aber schmeckte deprimierend. Ich sage Euch, dass kommt davon, wenn man billig kauft. Geld sparen ist eben nicht immer alles.

Ich goss also den Cocktail in den Ausguss, warf einen Blick auf die Saftpackung und las:

„Granatapfel-Cranberry-Saft. Fuck! Du hast vergessen, die Granatapfelkerne in den Champagner zu geben!“

Ich war so auf die Flasche und das Sprudeln fixiert, dass ich tatsächlich die zweit wichtigste Zutat vergessen hatte, nämlich die Granatapfelkern.

20131230-ZAJ_3325NEW YEARS EVE

Also musste ich das Fotoshooting wiederholen. Das zweite Mal habe ich vernünftigen Sekt gekauft. Ich habe die Flasche wirklich gut geschüttelt, auch noch mal im geöffneten Zustand, aber bildet Euch bloß nicht ein, dass da überhaupt etwas raus sprudelte. Ganz, ganz wenig. Das nächste Mal hole ich mir einen Fußballer oder Formel 1 Fahrer ins Haus. Die haben da mehr Erfahrung. Ob es dafür wohl Trainingseinheiten gibt? Ich meine, ich habe noch nie jemanden auf ein Siegertreppchen stehen sehen, der eine Flasche Champagner nicht in eine sprudelnde Fontäne verwandelt hat. Es würde mich interessieren. Bitte findet es doch für mich raus, danke!

 

Ich würde es selber machen, aber ich muss noch rasch ein paar Leckereien für heute Abend zaubern. Ich wünsche Euch eine fantastische Silvesternacht, ganz egal wo und wie Ihr auf der Welt feiert. Habt Spaß, rutscht gut rein und bis im nächsten Jahr!

20131230-ZAJ_3314NEW YEARS EVE

Cheers!

Champagner Granatapfel Cocktail 

  • 1 Flasche Lieblings Sekt oder Champagner
  • 1 Granatapfel, den Apfel aufschneiden, die Kerne entnehmen und bereit halten
  • Granatapfelsaft

Die Gläser mit Sekt füllen, jeweils einen kleinen Schuss Granatapfelsaft hinzugeben und ein paar Kerne ins das Glas fallen lassen.

 
3 Kommentare

Verfasst von - Dezember 31, 2013 in Drink, gluten free / glutenfrei, vegan

 

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Schokoladencrêpes (glutenfrei)

Morgen ist schon der 4. Advent. Ich habe nur eine Adventskerze, die sich immer schlechter anzünden lässt. Und die Christrose, die zu Dekozwecken daneben steht, lässt die Köpfchen hängen. Sie ist aber auch pflegeschwer. Erst war es ihr in der Küche zu kalt (dabei soll sie eigentlich draußen stehen). Dann habe ich sie ins Wohnzimmer gestellt, worauf sie den Hitzetod gestorben ist. Ich bin in Dekozwecken und was die Pflege von Christrosen angeht eine absolute Niete.

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Dafür habe ich eine tolle Idee, was Ihr Euren Kindern oder der Liebsten zum Frühstück servieren sollt! Schokoladencrêpes! Die sind wirklich sehr lecker und die Zutaten habt Ihr sicherlich auch daheim.

Am besten bereitet Ihr den Teig jetzt schon zu (als wenn irgendwer am Samstagabend diesen Post lesen wird), denn dann habt Ihr morgen früh überhaupt keinen Stress. Der Teig soll nämlich laut Rezept mindestens zwei Stunden ruhen.

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Ich mag mal arg bezweifeln, dass jemand Lust hat, früh morgens aufzustehen, um dann zwei Stunden Bügelwäsche zu beseitigen. Wenn ich zur Frühstückszeit wach werde, habe ich jedenfalls keine Lust mehr, 120 Minuten auf mein Essen zu warten. Bestimmt kann man die Ruhezeit auch verkürzen, aber ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, ob es sich negativ auf das Ergebnis auswirkt.

Ich habe bereits sehr viele Fuhren gebacken, um die Crêpes auch wirklich haudünn zu servieren. Irgendwann habe ich mir das Rezept dann noch mal genau durchgelesen (ich lese immer nur die Zutatenliste und davon auch nur die Hälfte). Da stand tatsächlich drin, das ein Crêpe ca. 1/4 cup entsprechend würde, was umgerechnet ca. 60 ml sind. Also habe ich ab dann tatsächlich die Menge abgewogen, da ich vorher immer schwungvoll den Teig in die Pfanne geschüttet habe. Das führte dazu, dass ich nur vier Crêpes statt acht auf dem Teller liegen hatte. Es ist schon erstaunlich was passiert, wenn man sich an das Rezept hält.

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Ich wünsche Euch, ob mit oder ohne Crêpes auf jeden Fall einen tollen, vierten Advent.

Schokoladencrêpes (glutenfrei)

  • 90 g Reismehl
  • 4 EL Speisestärke
  • 2 1/2 EL Kakao (kein Kaaba)
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eier
  • 300 ml Sojamilch
  • 1 TL Vanillaextrakt (kein Aroma)
  • Butter / Margarine zum Braten

In einer Schüssel das Mehl, das Salz, die Stärke und den Kakao gut vermischen. Ich habe die Zutaten vorher durch ein Sieb gemixt, damit es keine Klumpen gibt.  Nun die Eier hinzugeben, nach und nach die Milch und den Vanilleextrakt hinzugießen und währenddessen rühren. Die Masse so lange mixen, bis ein glatter Teig entstanden ist. Den Teig abdecken und für zwei Stunden oder länger in den Kühlschrank stellen.

Das Rezept weist darauf hin, den Teig aus dem Kühlschrank zu nehmen und auf Zimmertemperatur zu bringen. Ich habe darauf verzichtet, weil ich nicht so lange warten kann. Zwei Stunden sind ja wohl schon lang genug.

In einer (Crêpe) Pfanne das Fett auf mittlerer Stufe erhitzen. Den Teig nach und nach (ca. 60 ml) in die Pfanne geben und jeweils 1-2 Minuten von jeder Seite braten.

Mit Staubzucker (Puderzucker), Zimt und Zucker, Marmelade, Nutella (für alle Schokofreaks) oder Früchten servieren.

Ergibt ca. 8-10 Crêpes.

Rezept abgewandelt aus dem Buch La Tartine Gorumade, Recipes for an inspired life

 

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Himmlisch leckere Engelsaugen

Engelsaugen! Ich dachte immer, die Kekse würden Liebesaugen heißen. Aber ehrlich gesagt finde ich beide Namen bekloppt. Denn ich habe weder einen Engel noch einen Verliebten jemals mit roten Augen gesehen. Nur Zombies haben rote Augen!

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Allerdings isst man Zombiekekse wohl nur zu Halloween und nicht und in der Weihnachtszeit.

Der treffendste Name wäre wohl  Daumen- oder Marmeladenkekse. Man drückt nämlich, wenn man praktisch veranlagt ist, mit dem Daumen so Mulden in den Teig und gefüllt diese dann mit Gelee.

ZAJ_2985Engelsaugen

Natürlich klingt Engelsaugen viel filigraner als Daumenkekse. Daumenkekse verkaufen sich marketingtechnisch sicherlich nicht gut, auch wenn sie noch so lecker sind.

ZAJ_3018Engelsaugen

Ich habe im Internet ein wenig recherchiert und mir diverse, nicht glutenfreie Rezepte durchgelesen. Irgendwie waren sie alle recht unterschiedlich, sodass ich eigentlich gar nicht weiß, wie Engelsaugen wohl wirklich schmecken. Sind sie nun aus Mürbeteig oder nicht? Soll man die Marmelade oder das Gelee nun leicht erwärmen, damit es sich besser in die Kekse füllen lässt? Ich habe beides ausprobiert. Erwärmtes Gelee in die Kekse geben oder direkt aus dem Gefrierbeutel in die Mulden füllen.

Die Gefrierbeutelvariante geht nicht nur schneller, sondern ist auch viel einfacher zu handhaben. Und vor allen Dingen richtet man damit keine große Sauerei in der Küche an.

ZAJ_2997Engelsaugen

Ich habe für einen Mürbeteig entschieden, allerdings dieses Mal auf eine Fertigmehlmischung, wie z. B. von Schär verzichtet. Mich störte bei den letzten Mürbeteigplätzchen der hohe Anteil an Kartoffelstärke, den man irgendwie raus schmeckte.

Ich kann absolut verstehen, wenn jemand aus Zeitmangel oder geringer Lust am Backen zu Fertigmischungen greift. Inzwischen bin ich jedoch mit dem von mir gemixten Mürbeteig, zumindest für diese Engelsaugen, absolut zufrieden. So viel länger dauert das Mischen nicht, aber man muss natürlich alle Zutaten daheim haben .

Ich habe anders als in klassischen Mürbeteigrezepten sehr wenig Zucker beigemengt. Zum einen mag ich es nicht, wenn etwas zu süß ist, zum anderen geben die gemahlenen Mandeln und insbesondere die Marmelade schon sehr viel Süße ab. Wer das ganze wie ich, gerne noch mit Staubzucker toppt, bekommt am Ende einen Zuckerschock. Dennoch empfehle ich allen Naschkatzen unter Euch, die Zuckermenge einfach von 60 g auf 100 g zu erhöhen, wenn Ihr besonders gerne süß esst.

ZAJ_2994Engelsaugen

Apropos Staubzucker. Hier in Norddeutschland sagt man Puderzucker. Die Menschen machen sich lustig über einen, wenn man Staubzucker sagt. Ja ja, ich weiß wovon ich spreche. „Staubzucker, was soll das denn sein?“ Ja, was wohl! Manche Menschen sind aber auch sehr begriffsstutzig. Tztztztz! Dabei finde ich den Begriff sehr passend und nutze ihn gerne.

ZAJ_2996Engelsaugen

Zu den Engelsaugen passt übrigens ein Espresso oder aber Schwarztee. Denn beides bildet einen herrlichen Kontrast zu dem süßen Keks, der tatsächlich himmlisch lecker ist. Vielleicht heißen die Engelsaugen auch deshalb so.

Ich wünsche Euch einen wundervollen Start in die neue Woche, es ist die letzte vor Weihnachten. Jeppi!

Engelsaugen (glutenfrei)

  • 80 g Reismehl
  • 70 g glutenfreies Hafermehl (aus glutenfreien Haferflocken mahlen)
  • 40 g gemahlene Mandeln
  • 20 g Braunhirsemehl
  • 20 g Kartoffelstärke
  • 60 Zucker
  • 1 1/2 TL Xantan Gum
  • 100 g Butter / Margarine, kalt
  • 1 Ei
  • Lieblingsmarmelade oder Gelee zum Füllen, ich habe Johannisbeere gewählt
  • Staubzucker / Puderzucker zum Bestäuben (optional)

Alle Zutaten (bis auf die Marmelade und den Staubzucker) mit dem Händen rasch und gut verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen und in einem Gefrierbeutel / in Folie eingepackt für mindestens 1 Stunde im Kühlschrank kühlen (geht auch über Nacht).

Aus dem Teig kleine Kugeln formen (so etwas zwischen Haselnuss und Walnuss, Hauptsache alle Kekse haben die gleiche Größe) und jeweils mit dem Daumen eine Mulde in den Teig drücken.

Nun mit einen Gefrierbeutel nehmen, das Gelee einfüllen und mit einer Schere ein kleines Loch an ein Zipfelende schneiden. Das Gelee in die Kekse füllen.

Die Kekse bei 180° C ca. 10-15 Minuten backen (je nach Backofen).

Auf einem Rost komplett auskühlen lassen und vor dem Servieren ggf. mit Staubzucker bestreuen. Die Kekse in einer luftdichten Dose aufbewahren.

 

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Frühstück im Café Saltkråkan

Es gibt sie doch, die Cafés, die in Hamburg veganes und glutenfreies Frühstück bieten! Noch ist dies in Hamburg eher eine Seltenheit, während es in anderen Städten der Welt eine Selbstverständlichkeit ist.

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Letzten Samstag war ich im Café Saltkråkan frühstücken. Das Café liegt im Hamburger Stadtteil Altona, in der etwas in die Jahre gekommene Einkaufsstraße Große Bergstraße. Gegenüber wird gerade der IKEA City gebaut. Seit einigen Jahren versucht man, wieder Leben in die Straße zu bringen, einige Häuser wurden bereits komplett saniert.

Beim Namen Saltkråkan denkt sicherlich jeder sofort an Astrid Lindgren, die bekannte Fernsehserie und natürlich Tjorve und Pelle. Und genau das ist auch gewollt! Im Café Saltkråkan gibt es skandinavische Spezialitäten, wie die beliebten Zimtschnecken, schwedische Schokolade und finnische Süßigkeiten.

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Über einen Beamer wird „Ferien auf Saltkråkan“ an die Wand projiziert. Leider war es etwas im Raum etwas zu hell, sodass ich das Bild nur schlecht sehen konnte. Nun ja, man ist ja auch nicht zum Fernsehen da.

An einer alten Schultafel ist die Karte angeschlagen. Das Frühstück trägt die Namen von den Hauptfiguren aus Saltkråkan. Es dauert ein wenig, bis das Frühstück serviert wird, da es in der Küche im Keller direkt frisch zubereitet wird.

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Ich habe mich für Melker entschieden. Die Namen werden alle konsequent in Schwedisch geschrieben, also Melker und nicht Melcher. Das finde ich ziemlich gut!

Das Frühstück ist liebevoll auf einem Teller dekoriert, geschmückt mit einem Stengel Dill. Es ist einfach, weder besonders hochwertig, aber auch nicht billig. Die Preise sind human und entsprechen absolut dem Preis- Leistungsverhältnis. Das Tollste ist jedoch, dass mir gleich drei verschiedene Sorten glutenfreies Brot gereicht wurden, was ich wirklich fantastisch fand!

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Wer übrigens keine Lust zum Frühstücken hat, kann sich den Bauch auch mit Kuchen, Keksen (es gab als ich da war, eine Sorte vegan und glutenfrei; sehr lecker!!!), einer Suppe oder Salat vollschlagen. 

Wer Lust auf ein Stück Skandinavien hat, sollte unbedingt einmal vorbeischauen.

Adresse:

Café Saltkråkan
Große Bergstraße 191, 22767 Hamburg

http://cafe-saltkrokan.de

 

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Gin Tonic mit Rosmarin

Cheers!

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Mitte Mai habe ich ein Kochbuch bei der wundervollen Jeanny von Zucker Zimt und Liebe gewonnen. Das Buch heißt „Kochen für Zwei“ und enthält unglaulbich leckere Rezepte, vom Frühstück bis zum Abendessen.

Verschiedene Paare stellen jeweils ihre Lieblingsessen vor und erzählen, wie sie zum Beispiel ihr Brunch zubereiten und dabei einen Cocktail schlürfen.

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Aus diesem Buch stammt auch das Rezept für den Gin Tonic mit Rosmarin. Es ist absolut verwunderlich, dass ich es, äh nachgekocht sagt man wohl kaum, also das ich diesen Drink zu bereitet habe. Denn ich wusste, dass ich eigentlich keinen Tonic mag.

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Ach lustig! Vermutlich greift sich jetzt jeder an den Kopf und fragt sich, warum ich dann überhaupt einen Gin Tonic trinken will, wenn ich gar kein Tonic mag. Ich weiß auch nicht. Irgendwie war ich von dem Titel so begeistert.

Wusstet Ihr, dass es generell total schwierig ist, Tonic zu kaufen? Ich habe sofort an Schweppes gedacht, aber bekommt mal irgendwo Schweppes. Also habe ich so eine billige Eigenmarke irgendeiner Supermarktkette gekauft. Die Flasche war so hässlich, dass ich sie ganz nach hinten in den Kühlschrank schob.

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Damit geriet der Gin Tonic erst mal in Vergessenheit.

Einige Wochen später entdeckte ich dann im Alsterhaus (das ist ein riesiges Kaufhaus in Hamburg mit einer luxoriösen Lebensmitteletage) verschiedene Sorten Tonic. Ich kaufte die überteurten kleinen Flaschen, weil sie so unglaublich niedlich aussahen und ich mich plötzlich an den Gin Tonic erinnerte.

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Aber dann regnete es nur noch, es gab kein Licht mehr, somit auch keine Fotos und damit hatte ich den Gin Tonic dann auch wieder verdrängt.

Gut Ding will Weile haben und so habe ich nun endlich den Gin Tonic gemixt. Mit dem Zweig Rosmarin wirkt der Drink gleich ein bisschen weihnachtlich. Geschmeckt habe ich von dem Rosamarin allerdings wenig. Vielleicht muss der auch erst ein wenig ziehen???

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Ich trinke den Gin Tonic übrigens lieber mit weniger Tonic, da ich den bitteren Geschmack nicht sehr gerne habe. Daher empfehle ich Euch, das Tonic nach und nach in den Gin zu gießen, da Ihr so das für Euch ideale Geschmackserlebnis mixen könnt.

Gin Tonic mit Rosmarin

  • Eiswürfel
  • 125 ml Gin
  • 375 ml Tonic Wasser
  • 2 frische Rosmarinzweige

Die Gläser mit Eiswürfeln füllen. Pro Glas je eine Hälfte Gin und Tonic Wasser zufügen und verrühren. Die Gläser mit den Rosmarinzweigen garnieren und servieren.

Für 2 Personen – Rezept aus Zwei in der Küche, Hölker Verlag Christie Default & Jordan Mackay

 

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Glutenfreie Kürbisbrötchen – oder was passiert, wenn man Erwachsen sein will

Und, wie war Euer Tag so? Meiner schwankte mehrmals täglich von super duper bis hin zu „ich erschieße gleich jemanden“.

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Super waren die frisch gebackenen glutenfreien Waffeln von Claudia, zu denen ich ganz unverhofft gekommen bin. Danke!!!

Super sind übrigens auch diese kleinen, niedlichen Kürbisbrötchen. Doof ist das nicht wirklich vorhandene Rezept. Und das liegt daran, dass ich zwar weiß, was ich getan habe, ich aber eigentlich niemanden zumuten kann, es so nach zu backen.

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Ich hatte neulich nämlich die brillante Idee, Kürbisbrötchen zu backen. Und weil ich mich für besonders vorausschauend hielt (ich wollte endlich mal nicht ganz so spontan sein, sondern wie ein Erwachsener im Voraus planend agieren), habe ich eine große Schüssel Hefeteig angesetzt. Die eine Hälfte des Teigs habe ich am Abend für Pizza verwendet.

So musste ich also nur noch am nächsten Morgen das Kürbispüree hinzugeben. Ist ja super easy peasy und so wochenendfreundlich. Leider habe ich dabei nicht bedacht, dass Kürbispüree sehr viel Wasser bzw. Feuchtigkeit enthält. Der Teig entwickelte sich innerhalb kürzester Zeit zu einer klebrig, matschigen Angelegenheit.

Glutenfreier Tag braucht grundsätzlich etwas mehr Flüssigkeit. Er geht dann besser auf und auch auf den Backvorgang wirkt sich das ganze hervorragend aus. Verwendet man zu wenig Flüssigkeit, sind die Gebäckstücke kompakt und trocken. Verwendet man allerdings zu viel Flüssigkeit, gelangt der Teig überhaupt gar nicht in den Ofen, weil er nämlich an den Händen kleben bleibt.

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Bei meinem Pizzateig gebe ich nach dem Gehvorgang immer etwas zusätzlichen Mehl hinzu, damit sich der Teig gut ausrollen lässt. Ein bisschen sind 20 g. Gut, ich muss ja nicht laut sagen, dass ich es noch nie gewogen habe. Schätzen kann ich auch nicht. Auf jeden Fall ist es nicht viel, was ich dazu schütte.

Bei den Kürbisbrötchen hatte ich dann den Anspruch, das Rezept akkurat wiederzugeben. Ich dachte ja auch, dass ich nur ein „bisschen“ Mehl hinzugeben muss.

Also habe ich mir anfangs tatsächlich noch Notizen gemacht. 10 g hinzugegeben! Nach 100 g hatte ich keine Lust mehr. Es ist auch total aufwendig, den Teig von den Fingern zu schaben, sie zu waschen, die restlichen Teigreste ins Handtuch zu schmieren, dann das Rezept anzupassen, nur um festzustellen, dass es danach immer noch zu wenig Mehl ist. Ich habe bestimmt letztlich 200 weitere Gramm dem Teig beigemengt.

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Allerdings hat sich der gesamte Aufwand und die Schweinerei gelohnt. Denn die Brötchen waren außen knusprig und innen ganz weich, genau so wie es sein soll.

Für alle Abendteurer unter Euch, habe ich das Rezept so aufgeschrieben, wie ich es gemacht habe. Ich habe absolut Verständnis, dass es niemand nach backen wird, aber als Inspirationsquelle dient es alle mal. Oder aber, Ihr wisst, wie man es definitiv nicht macht!

Ich wünsche Euch noch einen tollen Donnerstagabend!

Kürbisbrötchen

Teig (ich habe von dem Teig nur 250 g verwendet, die andere Hälfte habe ich zum Pizzabacken genutzt)

  • 500 g glutenfreies Mehl Brotmix B von Schär
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 1 EL Zucker
  • einen ordentlichen Schuss Olivenöl (ca. 30 g)
  • 1 TL Meersalz (Achtung: kein Jodsalz, davon dürft Ihr nur wenig nehmen)
  • ca. 450 ml Wasser (lauwarm)

Alle Zutaten gut miteinander vermengen und den Teig abgedeckt an einem ruhigen, warmen Ort gehen lassen. Ich stelle den Teig immer in den leicht angewärmten Ofen (Ofen nur kurz anmachen, gleich wieder ausschalten) und stelle eine Schale kochendes Wasser hinzu. Dadurch geht der Teig noch besser auf.

Kürbisbrötchen   

  • 200 g Kürbispüree
  • 250 g glutenfreier Hefeteig (sie Rezept oben)
  • reichlich glutenfreies Mehl zum Arbeiten ca. 200 g
  • grobes Meersalz zum Bestreuen (optional)
  • Olivenöl zum Bestreichen

Den Ofen auf 200° C vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Das Kürbispüree mit reichlich glutenfreiem Mehl in den Teig kneten. Den Teig in gleich große Portionen teilen (ich habe sie abgewogen, damit alle Brötchen gleichzeitig fertig werden). Die Portionen mit den Händen zu Brötchen rollen / formen, auf das Backpapier legen, mit Olivenöl bestreichen und mit leicht grobes Meersalz drauf streuen.

Die Brötchen (je nach Ofen) ca. 25-30 Minuten backen.

Auf einem Rost auskühlen lassen und lauwarm oder kalt genießen. Die Brötchen am gleichen Tag verzehren oder portionsweise einfrieren.

 

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