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Archiv der Kategorie: travel / Reisen

Portland, ich vermisse Dich!

Heute fahren wir nach Portland, Oregon. Es ist eine wundervolle Stadt und dennoch fällt es mir schwer, sie zu beschreiben. Lonely Planet schreibt „Während sich New York ständig selbst neu erfindet, und San Francisco seine Haight-hippies durch saftige Immobilienpreise vertrieben hat, steht Portland , diese verrückte Metropole, für alles Coole, Hippe und Progressive.“

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Eigentlich trifft es das ganz gut. Denn Portland ist vor allen Dingen cool.

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Jedenfalls ist Portland ganz anders als zum Beispiel New York oder Los Angles. Genau wie Seattle und New Orleans hat auch Portland eine Seele, etwas eigenes, das es zu einer ganz besonderen Stadt macht. Natürlich ist auch New York einzigartig und unvergleichbar, aber manchmal habe ich das Gefühl, dass es seinen Flair verliert. Es ist schwierig in New York noch Einheimische zu finden, da man meist von Deutschen, Franzosen oder Italienern umgeben ist. Ganz Europa fährt zum Big Apple, shoppt sich dusselig und besichtigt jede erdenkliche Sehenswürdigkeit (ich darf das sagen, habe ich nämlich auch gemacht. Aber ich habe mir das Gekletter auf die Freiheitsstatue und so erspart. Das war mir wirklich zu touristisch.).

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Portland ist bodenständig, grün und umweltbewusst. Wenn die Amerikaner etwas machen, dann entweder ganz oder gar nicht. Die Stadt ist fahrradfreundlich ohne Ende. Während ich hier in Hamburg viele Fahrradwege als Zumutung bezeichne und lieber auf der Straße fahre, ist der Zustand der Radwege in Portland traumhaft. Sicherlich gibt es auch dort mal eine kleine Unebenheit, aber ganz so schlimm wie das Verkehrsschild es darstellt, habe ich es nicht empfunden. Ich habe kurz überlegt, ob ich das Schild einfach abmontiere und hier aufhänge. Aber dann gibt es bestimmt Ärger, weil die Verkehrsminister, Polizei oder wer auch immer keinen Spaß versteht. Ich auch nicht.

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Die Portländer sind ja auch kleine schlaue Köpfe. Da es in Amerika laut meiner Freundin keine Litfaßsäulen gibt (wie kann man ohne leben?), schlagen die pfiffigen Kerlchen ihre Infos einen an den hölzernen Laternenpfahl oder Stromast! Ich finde Litfaßsäulen ja super. Allerdings mag ich nur die altmodischen, an denen ein Mann die Plakate mit Kleber befestigt. Diese neumodischen sich drehenden Säulen oder diese dämliche Werbetafeln, auf denen genau zwei Werbeplakate passen, finde ich doof.

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Wer nach längen Fußmärschen eine Pause braucht, kann sich entweder in einem der zahlreichen Parks erholen oder sich mit einem Kaffee oder einer Limo in einem der vielen Restaurants und Cafés stärken. Es gibt Städte, in denen es mir sehr schwer fällt, mich für ein Café zu entscheiden. Einfach, weil es uneinladener als das nächste wirkt, mich die Karte nicht überzeugt oder ich das Publikum komisch finde bzw. gar keins vorhanden ist. In Portland war es auch so. Ich konnte mich nicht entscheiden, wo ich gerne rein gehen möchte. Das lag allerdings daran, dass alle Läden so toll aussahen. Was ich total gerne mag sind Restaurants, bei denen man das Fenster versenken kann und so auf einmal halb im freien sitzt.

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Was ich besonders gerne habe, sind die zahlreichen Food Carts.

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Überall an der Straße oder an kleinen Plätzen stehen so Autos, mal größere mal kleinere, die sich auf eine Küche spezialisiert haben. Mexican Food, Vegan, Deutsche Bratwurst, Kreolische Küche, na alles mögliche eben. Man bekommt für wenig Geld ein wundervolles Essen und kann sich je nach Stand und Lage auf eine Picknickbank setzen. Da ich schrecklich gerne esse, fühlte ich mich natürlich wie im Mekka. Oh, und generell ist Portland ein wundervoller Ort für alle, die sich vegan oder glutenfrei ernähren.

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In jedem Restaurant sind die Gerichte entsprechend ausgewiesen. Das ist total praktisch, da man erstens nicht nachfragen muss und man zweitens auf die Angaben verlassen kann. Wenn man mal ehrlich ist, sind die meisten Gerichte von Natur aus glutenfrei, außer man streckt sie mit Weizenmehl. In Portland ist das kein Thema, was zum Wohlfühlfaktor erheblich beiträgt.

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Die Leute in Portland sind tiefenenstpannt und erden einen unglaublich. Ich war tatsächlich mehr als urlaubsreif, ausgebrannt und erschöpft. Bereits Seattle und Walla Walla gaben mir Ruhe und Gelassenheit, aber in Portland konnte ich meine Kräfte voll auftanken.

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An einem Platz stand eine Musikgruppe mit Animateuren auf Hochstelzen, die innerhalb kürzester Zeit unglaublich gute Laune vertrieben haben. Einige gaben sich dem Rhythmus ganz hin, andere standen noch etwas zögernd daneben, aber am Ende strahlte jeder. Die Performance war wirklich unglaublich gut und gelungen. Wenn ich da an so manchen „Straßenmusiker“ hier denke, würde ich ihn doch sehr gerne in die Lehre schicken.

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Ich habe noch nie eine Stadt erlebt, in der das Leben so gelassen zu geht. Man hupt nicht, man wartet überall anständig bis man dran ist (gut, das machen die Amerikaner eh), man hat es eben einfach nicht so eilig. Es gibt sicherlich auch andere Städte auf der Welt, in denen es ähnlich ist.

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Ich möchte sehr gerne wieder nach Portland, weil ich einfach noch nicht alles gesehen und aufgesogen habe. Es gibt so viele unentdeckte Viertel und Ecken, sodass ich hungrig auf mehr bin. Wer schon viele Städte in Amerika gesehen hat und das Land und die Leute liebt, dem lege ich Portland tatsächlich sehr ans Herz. Es ist nicht New York, aber es ist ziemlich cool!

P.S. Die Aufnahmen sind im Oktober 2013 entstanden.

 
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Verfasst von - Dezember 18, 2013 in travel / Reisen

 

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Frühstück im Café Saltkråkan

Es gibt sie doch, die Cafés, die in Hamburg veganes und glutenfreies Frühstück bieten! Noch ist dies in Hamburg eher eine Seltenheit, während es in anderen Städten der Welt eine Selbstverständlichkeit ist.

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Letzten Samstag war ich im Café Saltkråkan frühstücken. Das Café liegt im Hamburger Stadtteil Altona, in der etwas in die Jahre gekommene Einkaufsstraße Große Bergstraße. Gegenüber wird gerade der IKEA City gebaut. Seit einigen Jahren versucht man, wieder Leben in die Straße zu bringen, einige Häuser wurden bereits komplett saniert.

Beim Namen Saltkråkan denkt sicherlich jeder sofort an Astrid Lindgren, die bekannte Fernsehserie und natürlich Tjorve und Pelle. Und genau das ist auch gewollt! Im Café Saltkråkan gibt es skandinavische Spezialitäten, wie die beliebten Zimtschnecken, schwedische Schokolade und finnische Süßigkeiten.

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Über einen Beamer wird „Ferien auf Saltkråkan“ an die Wand projiziert. Leider war es etwas im Raum etwas zu hell, sodass ich das Bild nur schlecht sehen konnte. Nun ja, man ist ja auch nicht zum Fernsehen da.

An einer alten Schultafel ist die Karte angeschlagen. Das Frühstück trägt die Namen von den Hauptfiguren aus Saltkråkan. Es dauert ein wenig, bis das Frühstück serviert wird, da es in der Küche im Keller direkt frisch zubereitet wird.

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Ich habe mich für Melker entschieden. Die Namen werden alle konsequent in Schwedisch geschrieben, also Melker und nicht Melcher. Das finde ich ziemlich gut!

Das Frühstück ist liebevoll auf einem Teller dekoriert, geschmückt mit einem Stengel Dill. Es ist einfach, weder besonders hochwertig, aber auch nicht billig. Die Preise sind human und entsprechen absolut dem Preis- Leistungsverhältnis. Das Tollste ist jedoch, dass mir gleich drei verschiedene Sorten glutenfreies Brot gereicht wurden, was ich wirklich fantastisch fand!

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Wer übrigens keine Lust zum Frühstücken hat, kann sich den Bauch auch mit Kuchen, Keksen (es gab als ich da war, eine Sorte vegan und glutenfrei; sehr lecker!!!), einer Suppe oder Salat vollschlagen. 

Wer Lust auf ein Stück Skandinavien hat, sollte unbedingt einmal vorbeischauen.

Adresse:

Café Saltkråkan
Große Bergstraße 191, 22767 Hamburg

http://cafe-saltkrokan.de

 

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Ein Sonnengruß im tristen Dezember

Eigentlich wollte ich heute Abend ja mein Apartment putzen. Das muss man ja hin und wieder einfach mal machen.

Aber dann hat mich meine Freundin gebeten, ihr ganz dringend ein paar alte Fotos ihrer Nichte zu schicken. Diese Aufgabe hat selbstverständlich wesentlich mehr Priorität als das Reinigen meiner Wohnung. Der Staub wird nämlich auch noch morgen da liegen.

Und wenn man erst mal einen Ordner angeklickt hat, dann muss man ja auch mal in den nächsten schauen und in den übernächsten auch. Ich habe einfach blind ein Bild für Euch aus dem Australienordner gezogen.

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Das Bild ist im Juni 2007 in St. Kilda / Melbourne entstanden. Auf dem Foto erkennt man natürlich nicht, dass es bitter kalt war. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich mir nach der ersten Nacht erst mal Joggingklamotten gekauft habe, weil es im Hotelzimmer so schrecklich kalt gewesen ist.

Immerhin schien in Melbourne jedoch gefühlt häufiger die Sonne als hier bei uns. Und da der Tag hier heute wieder eher grau war und ich keine Ahnung habe, ob sich die Sonne die nächsten Tage blicken lässt, schicke ich Euch zumindest so einen kleinen, wenn auch alten Sonnengruß!
 
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Verfasst von - Dezember 11, 2013 in my life, travel / Reisen

 

Trees of Mystery

Auch heute erzähle ich Euch von Bäumen. Allerdings nicht von Tannenbäumen, sondern von den Redwoods! Ich nehme Euch wieder mit in die USA, dieses Mal nach Nordkalifornien.

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Als kleines Kind habe ich bei meiner Oma zu Hause einmal eine Postkarte von ihrer Cousine aus Amerika gesehen. Das Motiv zeigte einen riesigen Baum, durch den unten ein Auto fuhr. Ich war damals tief beeindruckt und wollte so einen Baum auch unbedingt mal sehen. Nun habe ich es endlich geschafft, allerdings ohne Auto durch Baum.

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In Nordkalifornien gibt es ganze Wälder voller Redwoods. Man fährt in Serpentinen durch die Berge und blickt in die Bäume, die durch das dichte Blätterkleid kaum Licht auf die Straße lassen. Es ist eine schöne und entspannte Fahrt, trotz der zahlreichen Kurven. Was kommt hinter der nächsten Biegung? Ein noch höherer Baum? Ein vielleicht noch viel dickerer?

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Frühzeitig wird auf den Erlebnispark „Trees of Mystery“ hingewiesen. Ich verbinde Mystery sofort mit etwas leicht gruseligem, dunklen und geheimnisvollen. All das bietet der Park nicht. Na gut, dunkel ist es und vielleicht auch ein wenig geheimnisvoll, denn wieso gibt es eigentlich ausgerechnet in Kalifornien noch so riesige, hohe und dicke Bäume?

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Auch wenn die Eintrittspreise mit 15,-$ pro Person recht saftig sind, wird einem doch einiges geboten. Man geht durch angelegte Wege zwischen den Bäumen entlang, bis man schließlich zu einer Seilbahn gelangt. Auf dem Weg sind zahlreiche Informationsständer, teilweise gibt es auch Lautsprecher, die auf Knopfdruck ein Band abspielen. Selbstverständlich kann man in dem Park auch heiraten. Es gibt eine kleine „Kapelle“, die aus mehreren Bäumen besteht, die eng im Halbkreis stehen. Das Brautpaar kann dann auf einer Bank Platz nehmen und wird direkt unter den Redwoods getraut.

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Die Fahrt mit der Seilbahn dauert ca. acht Minuten. Man fährt in einer Schneise mitten durch den Wald und bekommt so noch mal ein ganz anderes Bild von den Giganten. Die Fahrt endet auf einem kleinen Berg, der an nebelfreien Tagen einen herrlichen Ausblick auf die Küste und ins Hinterland haben muss. Wir sehen nur Nebel! Das hat auch was.

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Wer genug gesehen hat, kann entweder mit der Seilbahn zurückfahren oder den Weg zu Fuß zurück legen.

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Der Weg von der Seilbahn zum Ausgang ist natürlich ein anderer als auf dem Hinweg. Das finde ich wirklich gut, denn ansonsten würde ich mich sofort langweilen.

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So kommt man an einem ausgebrannten Baum vorbei, in den der Blitz eingeschlagen hat. Ausgewachsene Bäume sind Feuer gegenüber recht unempfindlich. Der Blitz, der in den 60er (oder 70er Jahren) einschlug, konnte den Baum nur deshalb in Brand setzen, da er sehr, sehr trocken war. Die umliegenden Bäume trugen jedoch keinen Schaden.

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Kurz vorm Ausgang geht man unzählig geschnitzten Holzfiguren vorbei, zu denen es natürlich immer eine Geschichte gibt. Für Kinder ist es sicherlich aufregend, mir reichten die Bäume vollkommen aus. Direkt am Ausgang gibt es noch einen aufgeschnitten Baum, in dem man die Jahresringe sehen kann. Passend zur jeweiligen Geschichte (also so was wie Kolumbus, Unabhängigkeitserklärung usw.) gab es immer ein Schild, das zeigte, wie dick der Baum zu dem jeweiligen Zeitpunkt war. Natürlich habe ich es fotografiert. Aber natürlich waren die Fotos verwackelt und unschön.

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Denn das ist dem Wald tatsächlich ein Problem! Für schöne Fotos sind die Lichtverhältnisse nicht gerade hervorragend. Außerdem benötigt man eigentlich ein Weitwinkelobjektiv, um das gesamte Ausmaß und die Dimensionen einzufangen. Das ist mir tatsächlich nicht so gut gelungen. Dabei lag ich schon auf dem Waldboden und habe mich ins Zeugs gelegt, um die Momente in ewigen Erinnerungen festzuhalten. Die Aufnahmen mit meinem iPhone, das quasi über einen Weitwinkel verfügt, waren allesamt unbrauchbar.

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Ich hätte gerne ein paar Redwoods um mich herum, aber leider gibt es die Küstenmammutbäume, so die deutsche Übersetzung, nur an der Küste Kaliforniens und den Ausläufern Südoregons.

 
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Verfasst von - Dezember 10, 2013 in travel / Reisen

 

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Kommt mit nach Newport, Oregon

Ich hatte es ja bereits angekündigt, dass ich Euch gerne noch weitere Fotos aus meinem Urlaub zeigen möchte.

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Newport

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Statt Trouble, Weihnachtsmusik, Plätzchen und Glühwein, nehme ich Euch mit in das ruhige Newport, das direkt am Pazifik im Norden von Oregon liegt.

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Es ist ein kleines Küstenstädtchen, das bereits ab Mitte Oktober, vielleicht sogar noch eher, in einen leichten Winterschlaf verfällt. Im Hochsommer muss es hier hoch hergehen, doch jetzt im Herbst ist es ruhig. Viele Geschäfte haben bereits geschlossen, Restaurants öffnen von mittwochs bis sonntags.

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Das man hier früh zu Abend isst, hat mich nicht sonderlich verwundert. Ich kannte es bereits von der Westküste Kanadas und bin dort vor vielen Jahren mit knurrendem Magen ins Bett gegangen. Gegen 21 Uhr ist Schicht im Schacht. Daher finden sich eigentlich alle Bewohner und Touristen zwischen halb sechs und sieben in den Restaurants ein. Für mich eher ungewöhnlich, so früh Essen zu gehen.

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Ich mag den kleinen Ort, der so viel versprechend klingt. Newport! Ich verbinde damit stets das weite Meer, Fischer, weiße Häuser, schöne Sandstrände, Kaffee und gutes Essen. All das kann man tatsächlich in der Kleinstadt am Pazifik finden.

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Im Hafen liegen die Seehunde auf Steinen und grölen nach Fisch, der gerade frisch eingetroffen ist. Fresh Tuna gibt es noch, der Lachs ist bereits ausverkauft. Ich frage mich, wie die dicken Seelöwen (für Hunde erscheinen sie mir doch zu groß) es auf die Steine geschafft haben. Sonderlich sportlich sehen sie ja nun nicht aus.

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Der Strand lädt zu langen Spaziergängen ein, im Sommer kann hier sicherlich gut baden und surfen. Ein Mann packt gerade seinen Drachen ein, er hat wohl die Lust daran verloren, nur die Schnurr, nicht aber den Drachen selbst im Wind sehen zu können.

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Neblig ist es hier. Auch wenn ich daheim kein großer Fan von Nebel oder grauen Tagen bin, hier ist es schön. Es hat so etwas beruhigendes an sich. Ich komme endlich zur Ruhe, kann meinen Gedanken nachhängen und den Urlaub in vollen Zügen genießen.

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Newport, es war schön bei Dir. Ich komme sicherlich wieder und freue mich auf Dich und die freundlichen Bewohner.

 
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Verfasst von - Dezember 3, 2013 in my life, travel / Reisen

 

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Ein Spaziergang an der Elbe und ein Bewegungsmelder

Bevor ich mich durch meinen Berg von Urlaubsfotos arbeite und Euch noch mal mit auf die Reise an die Westküste der USA nehme, zeige ich Euch heute einfach mal ein paar Hamburg Fotos. Denn hier ist es schließlich auch schön, wenn auch etwas kalt.

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Die Kälte hat übrigens auch einen Vorteil, da man so unbedingt Café Hopping betreiben kann. Schließlich muss man sich immer mal wieder ein wenig aufwärmen und kann sich so wunderbar mit Kuchen und anderen Leckereien verwöhnen. Außerdem erkläre ich Euch heute,  was man mit Bewegungsmeldern machen kann.

Aber der Reihe nach. Da man sich ja nicht von der Couch ins Café beamen kann, zumindest ich nicht, bin ich seit langer Zeit wieder einmal den Weg vom Altonaer Bahnhof, vorbei am Stuhlmannbrunnen, dem Altonaer Rathaus (das war früher mal ein schicker Bahnhof, so vor ungefähr 150 Jahren) über den Altonaer Balkon bis zur Großen Elbstraße gegangen. Ein toller Weg, insbesondere deshalb, da kaum jemanden unterwegs trifft. Allerdings habe ich die Boule Spieler am Platz der Republik vermisst. Nur weil es etwas frisch draußen ist, muss man das Spielen ja nun nicht gleich einstellen. Tztztztz!

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Der Altonaer Balkon, man kann von hier aus auf die Elbe blicken, das schneeweiße Rathaus im Rücken, sah leider etwas verwahrlost aus. Das ortsansässige Museum hatte dort eine Fotobox aufgestellt, die allerdings komplett verschmiert war. Der Türgriff war abmontiert und so bot die Box einfach nur noch einen trostlosen Anblick. Schade! Ich hätte gerne die erste Form einer Kamera besucht. Die Aufnahmen sollen angeblich direkt ins Museum übertragen werden. Nun ja, nun wird nichts mehr übertragen und man muss seine eigene Bilder machen.

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Es gibt vom Altonaer Balkon einen schönen Weg durch eine kleine Parkanlage, in der man im Sommer sicherlich toll im Biergarten sitzen kann. Irgendwann führt ganz versteckt eine Treppe (es gibt auch noch andere) den Weg nach unten an die Große Elbstraße. Die Strecke wird glaube ich nicht von so vielen Leuten benutzt. Dabei führt sie mitten durch die Bäume im zickzack Kurs. Und, ganz wichtig: unten angekommen fällt man quasi direkt ins Café Schmidt.

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Im Café Schmidt kann man sich wunderbar aufwärmen und in Schräglage die anderen Gäste bewundern. Nein, es stehen dort weder Liegestühle noch Hollywoodschaukeln, wobei das sehr cool wäre, sondern ganz normale Holzstühle mit Holztischen in dem Café. Allerdings ist der Boden so schief, dass man sich wie auf einem Dampfer bei etwas Seegang vorkommt. Immerhin schunkelt man nicht von links nach rechts. Stellt Euch mal vor, Euer Kuchen rutscht dann mit Schwung auf den Nachbartisch und ein dicker alter Mann isst ihn einfach auf.

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Die AIDAsol lag mal wieder am ehemaligen England Terminal an. Früher gingen von dort nämlich die Autofähren nach England. Meine Freundin ist damit häufiger gefahren und hat lustige Geschichten erzählt. Eigentlich erinnere ich mich nur noch an eine Geschichte. Sie hat nämlich einmal ihren Pass auf dem Schiff verloren und wurde dann vom Kapitän ausgerufen. Hahaha, das hätte mir auch passieren können. Da steckt man ihn nur einen halben Zentimeter neben die Tasche und schwupps ist der Pass weg. Jedenfalls wurde der Linienverkehr nach England eingestellt, da keiner mehr sein Auto mitnehmen wollte und fliegen so viel schneller und günstiger wurde.

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Nun liegt am England Terminal immer mal wieder eines der zahlreichen AIDA Schiffe. Vielleicht auch immer das gleiche, ich kann sie nicht so gut auseinander halten, außer ich lese den Schiffsnamen am Schornstein. Wie dem auch sei wundere ich mich über den häufigen Besuch dieser Schiffe in Hamburg und frage mich, ob gar kein Kreuzfahrtschiff mehr sind, sondern ebenfalls im Linienbetrieb verkehren. Ich werde es in Erfahrung finden. Schiffkundige mögen bitte einen Kommentar hinterlassen, dann erspare ich mir die Recherche. (Anmerkung: es gibt kein Foto von der AIDA, weil ich sie hässlich fand. Stellt Euch jetzt also bitte einfach ein buntes Schiff vor.)

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Der Kuchen im Café Schmidt war lecker, wobei mir der gewisse Kick fehlte. Mir war die Wiener Kirsch ein wenig zu süß. Der Kuchen bestand aus Nüssen, ein paar Kirschen (mit Stein), Schokolade und Aprikosenkonfitüre. Eigentlich eine hervorragende Kombination, aber für meinen Geschmack nicht formvollendet. Ich überlege immer noch, ob eine Zutat fehlte oder eine andere zu dezent eingesetzt wurde.

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Nach dem Kuchen war ich natürlich ein wenig gestärkt, aber gleichzeitig brauchte ich irgendwie ein Ausgleich zu diesem Zuckerschock. Glücklicherweise hat Hamburg ja zahlreiche Imbissbuden, Cafés, Restaurants und Bars. Man muss eben nur das Richtige für den eigenen Geschmack finden.

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Ein kurzer Check auf die Speisekarte von Henssler & Henssler – „alles nett, aber wo anders ist es sicherlich auch nicht schlecht“. Es ist nicht so, dass ich geizig bin. Aber für einen kleinen Nachmittagssnack wollte ich nun kein Vermögen ausgeben. Außerdem kann ich so überfüllte Touristenläden von Promiköchen nicht wirklich leiden. Allerdings muss ich zugeben, dass mich das Ambiente und der Oystershooter schon sehr gereizt haben. Sollte in dem Shooter tatsächlich eine ganze Auster stecken, ist es übrigens mit 4,50 € im Verhältnis gesehen (insbesondere zu anderen Gastronomiebetrieben) fast ein Schnäppchen. Allerdings wird man von eienm Shooter wohl kaum satt.

Mit der Touristenlinie 111 ging es ein wenig am Hafen, über die Reeperbahn, Davidstraße und dann wieder am Hafen entlang in die Hafencity. Es ist eine schöne Strecke, die allerdings am Wochenende stark frequentiert wird.

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In der Hafencity gibt es ein absolut unspektakuläres Café, das Café Paris. Nach meinem letzten Parisbesuch habe ich natürlich etwas anderes erwartet. Es ist für den kleinen Geldbeutel absolut optimal, könnte aber ebenso einen anderen Namen tragen. Es gibt Crêpes und Flammkuchen, was für jeden Deutschen oder sagen wir mal den Besitzern des Cafés der Inbegriff von Frankreich ist. So wie jeder Deutsche auch immer, ja tagtäglich, Sauerkraut mit Eisbein isst. Macht Ihr ja auch, oder? Ich hätte gerne Pommes mit Steak gegessen oder Pommes mit Muscheln, aber das gab es nicht. Stattdessen wurden Ofenkartoffeln angeboten, von denen sich die berühmte Hamburger Steakhousekette mal ordentlich eine Scheibe abschneiden kann. Die Kartoffeln schmeckten nach Kartoffeln, sie hatten Biss und waren nicht zerkocht. Dazu gab es einen Salat mit einem wirklich leckeren Himbeerdressing. Hervorragend! Und natürlich, und das fand ich wirklich gut, gab es auch Wein im Café Paris. Ansonsten wäre ich allerdings auch aufgestanden und hätte den Namen Paris durchgestrichen und durch „wir denken, wir sind so Französisch“ ersetzt.

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Wenn man einer der wenigen Fensterplätze ergattert, sitzt man wirklich gemütlich und kann auf die kleine Einkaufsstraße blicken. Die bot zu dieser Jahres- und Uhrzeit zwar nicht sonderlich viel Unterhaltung, aber der Platz war dennoch schön.

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So, nun aber endlich zu diesem Bewegungsmelder. Auf der Toilette gab es einen Bewegungsmelder. Das ist ja nichts Ungewöhnliches. Man öffnet die Tür und schon geht das Licht an. Das Licht war bereits an, als ich den Raum betrat. Allerdings waren beide Kabinen besetzt und ich stand in diesem kleinen Vorraum. Erst schaute ich mich um, zog Grimassen im Spiegel, dann spielte ich mit der Seife (die auf einem Spieß steckte) und schließlich fiel mir der Bewegungsmelder ins Auge.

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Der war in einer tollen Höhe angebracht, sodass ich ihn ganz genau in Augenschein nehmen konnte. Es gab drei Einstellungen. I, AUTOMATIC, 0 und einen Schieber. Ich guckte also eine Weile auf die Beschriftung (die Kabinen waren immer noch besetzt) und überlegte, ob es wohl einen Unterschied machen würde, wenn ich den Bewegungsmelder von AUTOMATIC auf 1 stellen würde. Ich schob also an dem Riegel und auf einmal war es dunkel. Von den Toiletten kam nur ein lautes „Huch“. Glücklicherweise konnten die Damen sich auf mich verlassen, denn ich ließ es umgehend wieder Licht werden. Immerhin waren sie dann auch ganz fix fertig, sodass ich endlich auch, ein starkes Kichern unterdrückend, in so eine schicke Box gehen konnte.

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Solltet Ihr also auch irgendwann mal Ewigkeiten in der Schlange anstehen, legt einfach den Schalter vom Bewegungsmelder um (Lichtschalter geht auch) und schwupps seid Ihr an der Reihe!

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Habt noch eine tolle Restwoche und lasst es Euch gut gehen!

 
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Verfasst von - November 26, 2013 in travel / Reisen

 

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Wiedersehen macht Freude oder eine kleine Bilderflut von der Küste Oregons

Gestern Abend lag eine Benachrichtigung von der Post in meinem Briefkasten mit der Information, dass eine Sendung beim Zoll zur Abholung bereit liegen würde.
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Auf dieses Schreiben habe ich bereits seit 1,5 Wochen gewartet, schließlich konnte ich anhand der Trackingnummer nachvollziehen, wo sich die Ware befand.

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Ich war unglaublich aufgeregt, da ich mich für das Auslösen der Ware schon hohe Beträge habe zahlen sehen. Der Zoll mich sicherlich auch. Ich ging einfach mal davon aus, dass sie mich nicht just for fun zu einem kleinen Schwatz einladen wollten. Wobei ich natürlich durchaus viel zu erzählen hätte.

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Das System bei der Abholung von Ware gefällt mir wirklich gut. Man meldet sich an, bekommt eine Nummer, setzt sich bequem auf eine Bank und wartet, wie in meinem Fall, nur sehr kurz. Währenddessen kann man auf die Blätter der anderen Wartenden luschern und sich überlegen, was sie wohl abholen. Eigentlich saßen alle um mich herum mit einer Vollmacht, sprich sie waren beauftragt, ein Paket für jemand anderen abzuholen. Das fand ich besonders spannend. Leider haben meine Ermittlung nichts ergeben. Diskretion ist alles! Hmpf!

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Meine Zollbeamtin war jung, dynamisch und laut. Ich mochte sie dennoch!

Beamtin: „Haben Sie etwas in den Staaten bestellt? Was ist in dem Päckchen?“

Ich: „nein, ich habe nichts bestellt. Ich habe etwas vergessen. Die Vermieterin war so nett und hat mir meine SD Karte und den Photoadapter mitgeschickt.“

Beamtin: “ Vergessen? Das ist ja nett. Dann machen Sie mal das Päckchen auf.“

Ich: „Ich bin ja so froh, dass die Sachen endlich gekommen sind. Übrigens habe ich auch mein iPad mit, damit ich Ihnen beweisen kann, dass auf der Karte meine Fotos sind.“

Beamtin: „Die Karte interessiert mich nicht. Ich will den Adapter sehen.“

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Auspackend und denkend: „Wieso will sie denn nicht die Fotos sehen? Die sind sehr schön. Außerdem habe ich extra mein iPad mitgeschleppt. Sie soll sich jetzt gefälligst die Bilder ansehen.“

Stolz präsentiere ich meine Ware  und wäre ihr am liebsten küssend um den Hals gefallen. Sie hingegen schaute mich mit einem langen und enttäuschten Gesicht an.
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Beamtin: „Oh, DAS ist der Adapter? Sie können einpacken und gehen, vergessen Sie bitte den Müll nicht, den können wir nicht entsorgen und Ihren Pass auch nicht.“

Ja ja, den Pass brauche ich schließlich noch. Den werde ich sicherlich nicht vergessen.

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Ich verließ erleichtert und mit zwei Freudentränen das Zollamt. Draußen inspizierte ich die Verpackung bzw. die Zollerklärung dann noch mal genauer. Bis auf den Wert, der mit 100,- $ leicht zu hoch gesetzt war, war der Inhalt des Päckchens äußerst präzise vermerkt. Mir tut der Zoll ja ein wenig leid, weil sie so viel Aufwand hatten, aber wer lesen kann ist doch klar im Vorteil.

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Da nette Beamtin (sie war wirklich nett) sich nicht für den Inhalt interessierte, müsst Ihr nun nach und nach die Bilder mit mir anschauen.

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Oh, und noch eine gute Nachricht. Ich habe jetzt wieder ein iPhone mit funktionierendem WLAN, auch wenn ich für den Austausch den Verlust von einigen Fotos hinnehmen musste. Das macht aber gar nichts.

In diesem Sinne wünsche ich Euch ein ganz tolles Wochenende und rufe „High Five“.

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P.S. Die Fotos sind von der Küste Oregons zwischen Lincoln City und Newport. Sie sprechen für sich selbst, sodass keine weiteren Erklärung notwendig sind. Denkt Ihr nicht auch?

P.P.S. Nein, ich mag keine Möwen. Ich mag überhaupt keine Vögel. Die flattern, sind laut, haben spitze Schnäbel und pupsen, das ist das Schlimmste überhaupt, alles voll. Aber es gab sonst keine anderen Strandbewohner. Die Wale und Haie waren alle gerade schwimmen.

 
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Verfasst von - November 15, 2013 in travel / Reisen

 

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Photo an hour oder gestrandet bei Hertz in L.A.

Eigentlich wollte ich schon ganz lange endlich mal einen ganzen Tag in meinem Blog festhalten. Allerdings ist es etwas langweilig, wenn man arbeitet. Denn ich kann ja schlecht von 8-17 Uhr meinen Schreibtisch fotografieren. Dabei fällt mir ein, dass es vielleicht doch spannend ist. Ich gehe einfach auf Büroreise und besuche andere Kollegen. Sie sind sicherlich überhaupt nicht irritiert, wenn ich mit meiner Kamera oder iPhone vor ihnen stehe.

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7 Uhr

Am Wochenende habe ich meist vergessen, dass ich an „Photo an hour“ teilnehmen wollte oder es fiel mir erst gegen Mittag ein.

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8 Uhr

Am letzten Tag bzw. Abreisetag, dem 01. November, habe ich jedoch pünktlich um 7 Uhr begonnen, meinen Tag festzuhalten.

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9 Uhr

Alles verlief planmäßig bis zum Betreten des Apple Shops. Während ich meine Mails checkte, blinkte gleich auf der ersten Seite meines Mailanbieters in großen Lettern „Schießerei am Flughafen von L.A.“

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10 Uhr

Oh man, wer konnte denn ahnen, dass da so ein Durchgeknallter auf dem Flughafen rum ballert.

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11 Uhr

Jedenfalls geriert mein Fotoprojekt stark ins Wanken, da das Problem war, das man zwar den Mietwagen zurück bringen konnte, man dann aber bei der Autovermietung fest saß. Anders als in Deutschland befinden sich die Autovermietungen nicht direkt im Flughafengebäude, sondern etwas außerhalb – ein kostenloser Shuttelservice fährt einen dann direkt zur Abflughalle der jeweiligen Airline. Was sollte ich bloß die ganze Zeit fotografieren? Außerdem hatte ich doch bereits Fotos von über den Wolken geplant. Menno!

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12 Uhr

Das Warten auf dem Hof der Autovermietung hatte ich mir jedoch schlimmer vorgestellt. Die Reisenden waren entspannt, ruhten sich auf Bänken, Fußböden oder in der klimatisierten Halle aus. Es gab kostenlos Wasser und, welch Überraschung, keinen Fluglärm. Es war einfach nur ruhig.

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13 Uhr

Die Abflugzeit rückte näher, der Flughafen war weiterhin gesperrt. Ich stellte mich irgendwann in die Schlange bei Hertz, um deren Telefon zu benutzen. Mir kam der Gedanke, dass ich ja mal die Airline anrufen könnte, um sie zu fragen, wie ich denn genau zum Flieger kommen sollte, wenn der Flughafen gesperrt sei und ob sie mich vielleicht über kleine Umwege dennoch irgendwann nach Hause fliegen würden (insgeheim habe ich mich bereits über einen verlängerten Urlaub gefreut).

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14 Uhr

Während des Wartens kam ich mit einem Mann ins Gespräch, der den ganzen Weg vom Flughafen zur Autovermietung gelaufen ist. Er erzählte mir, dass er zur Tatzeit (das war gegen halb zehn) gerade im Landeanflug war und die Maschine für 5,5 Stunden auf dem Rollfeld stand.

Da fand ich meine Situation schon besser. Stellt Euch mal vor, Ihr seid quasi am Ziel und hockt dann in so einer Maschine fest. Ehrlich gesagt hätte ich gerne gewusst, ob man auf Toilette gehen durfte und ob die Airline Champanger ausgeschenkt hat, um alle bei Laune zu halten. Jedenfalls erzählte mir der Mann, das man zwar irgendwann das Gelände verlassen konnte, aber nach wie vor keiner hinein durfte. Hunderte von Menschen standen hinter einer Absperrung Schlange und warteten.

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15 Uhr

Nachdem kurz nach 15 Uhr die ersten Flieger wieder landen durften, machten sich endlich gegen 16 Uhr die ersten Busse von Hertz auf den Weg zum Flughafen. Langsam quälten sie sich durch den Verkehr. Rafael, der tiefenentspannte Busfahrer, rammte sich seinen Weg quasi frei. Beim links abbiegen blieb mir, nun ja, eher der Fahrerin eines Jepps, fast das Herz stehen. Was steht sie da auch vorschriftsmäßig an der Haltelinie? Fast hätte ihr Auto keine Kühlerhaube mehr gehabt.

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16 Uhr

Die Spannung am Flughafen stieg, da die Abflugszeit bereits überschritten war. Mit sehr viel Glück gab es dann (statt über Phönix) einen Direktflug mit einer niegelnagelneuen Boeing 777 nach London. Jeder hatte sein eigenes, funktionierendes Touchdisplay, auf dem sogar ich mir zwei Filme anschaute. Ganz neu: gebührenpflichtiges Internet über den Wolken.

Irgendwie war es aufregend, sodass ich am Ende das Fotoprojekt dann doch vergessen abgebrochen habe.

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18 Uhr

P.S. Nun bin ich wieder daheim und muss mich um das nächste Projekt kümmern, nämlich mein nicht laufender Telefon- und Internetanschluss. Nicht nur, dass mein Internetanschluss im Vergleich zum WiFi in Washington und Oregon super langsam war, nein, jetzt läuft er gar nicht mehr. Entweder verlege ich mein Homeoffice jetzt zu Starbucks, tippe weiter auf der Mäusetastur vom iPhone oder aber ich wander aus.

P.P.S. Ich liebe es, den Alltag anderer zu sehen, nur um festzustellen, dass es doch überall irgendwie gleich zu geht. Das erste mal habe ich photo an hour bei Katie von Yes, I want cake gesehen. Neulich hat Jessica ihren Tag in Bildern festgehalten (I love her lipstick).

 
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Verfasst von - November 3, 2013 in travel / Reisen

 

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Von Walla Walla nach Portland, entlang am Columbia River

Der Weg von Walla Walla nach Portland führt entlang des Columbia Rivers. Er ist der längste Fluss im Nordwesten der USA und mündet, wen überrascht es , im Pazifik. Man kann sogar auf ihm segeln oder windsurfen, was ich nicht wirklich erwartet habe. Vielleicht lag es auch daran, dass es sehr windstill war und sich niemand auf dem Wasser befand.

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Der Fluss fließt direkt zwischen den beiden Staaten Oregon und Washington State entlang und bildet einen herrlichen Kontrast zur Landschaft.

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Eigentlich könnte man die ganze Zeit auf der Seite von Oregon, dem Hingway 84, gen Portland fahren, aber das Navi weiß es besser. In ihrer charmanten Art weist Madame darauf hin, auf Höhe von Maryhill das Ufer zu wechseln.

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Ein Glückstreffer! Nicht nur, dass die Straße in Washington State wesentlich höher liegt und man so einen schönen Ausblick auf das Tal und den Mt. Hood hat, nein, man kann auch gleich einen Abstecher zum Stonehenge machen.

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Das Maryhill Stonehenge wurde als Denkmal für die getöteten Soldaten zum Ende des I. Weltkriegs erbaut. Es ist eine Nachbildung aus dem englischen Stonehenge. Was der Erbauer sich genau dabei dachte, erschließt sich mir nicht wirklich.

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Hill, das war der Mann, der das ganze finanzierte, glaubte, dass in Stonehenge Menschenopfer erbracht wurden. Das Mahnmal sollte an die Soldaten erinnern, die dem Kriegsgott zum Opfer gefallen waren. Ich hätte Hill gerne gefragt, welchen Kriegsgott er meint, aber er ist leider schon tot.

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Ich habe den Bau einfach so genossen und noch viel mehr die Aussicht.

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Auf Höhe von Hood River hieß es wieder, das Flussufer zu wechseln. Welch ein Glück haben die so viele Brücken. Einen Dollar kostete die Nutzung der Brücke, was ich in Anbetracht zu den Brückengebühren in der Bay Area von San Francisco spottbillig finde.

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Hood River ist ein niedlicher Touriort, in dem man wunderbar eine kleine Kaffeepause machen kann. Souvenirshops und Restaurants reihen sich aneinander.

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Bei Doppio Coffee & Lounge bekommt man neben Kaffee auch kleine Snacks wie ein frisch belegtes Sandwich oder einen knackigen Salat. Das Publikum ist eine gesunde Mischung aus jung und alt, ein bisschen Hippie, ein bisschen lässig, ein bisschen chic, ein bisschen sportlich, eben von allem etwas.

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Weiter geht es dann den Highway 84 entlang, bis endlich Portland vor einem liegt. Je nachdem in welchen Stadtteil man fährt, erscheint die Stadt zunächst ganz unscheinbar, nicht voller Glitzer, sondern entspannt und gemütlich. Und so ist Portland auch. Schön, relaxt, bodenständig und so grün.

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Verfasst von - Oktober 28, 2013 in travel / Reisen

 

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KW 43 – Meine Woche in Bildern

Und so sah meine letzte Woche aus. And this is what my last week looked like.

Ich frage mich ernsthaft, wie diese Schuhe es so malerisch auf die Stromleitungen geschafft haben!

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Halloween is coming soon!

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Katze auf Baum!

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Fries and Chili fries! So delicious.

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Eine glückliche Pferdefamilie in einem Vorgarten von Portland, Oregon.

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This truck! Don’t even think about to drive this car in Germany.

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Dieser Mann sprang mitten in mein Fotomotiv! Schön, dass noch jemand die öffentlichen „Telefonzellen“ nutzt.

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These colors! I so love fall!!!

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Masking Tape – build your on egg cup!

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Das passiert, wenn man dennoch an den Pier pupst! Schwanz ab!!!

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Yeah! A gluten and dairy free ice cream sandwich!

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In einer Schweizer Seilbahngondel! Irgendwie komisch, die Anweisungen zuerst in Deutsch zu lesen.

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Really? They don’t float???

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Abendsonne, Riesling aus Oregon und ein paar Postkarten schreiben.

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That’s true.

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Auf der Aussichtsplattform von Trees of Mystery in Redwood, Kalifornien. Das einzige, was man sehen konnte, war diese Box.

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A green Volkswagen.

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In den Wäldern von Redwood.

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Happy couple!

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Kaputtes Spielzeug am Straßenrand.

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Fog!

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Was für ein cooler Platz, Abendessen am Fenster. Zwei sitzen draußen, zwei im Restaurant. Der Tisch ist eine Fensterbank.

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Lost glasses

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Eintrittsstemple

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Sunset – Redwoodhighway.

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